Der Graf, die Ritter und der Pilgerweg zu Jakobus

Oberbürgermeister Leibe zeigt dem “Grafen” die Grußbotschaft an seinen Metzer Amtskollegen, die diesen am kommenden Freitag zu Pferde erreichen wird. Foto: Björn Gutheil

TRIER. Wann kann ein Oberbürgermeister schon mal einen richtigen Ritter nebst Gefolge empfangen? Am Montag bestand dazu die nicht alltägliche Gelegenheit. Vor dem Rathaus machten “Graf” Gilbert Haufs-Brusberg – Eigentümer von Schloss Veldenz – geleitet von Ritter von Kimbelstein alias Herbert Pütz und Paul Neukirch – Kastellan und Hufschmied auf Schloß Veldenz – Halt, damit ihnen Oberbürgermeister Wolfram Leibe die Ehre erweisen konnte.

Das farben- und stilechte Spektakel hat nur einen Grund: Am Ende seines Berufslebens will der Rechtsanwalt Gilbert Haufs-Brusberg es dem Grafen von Veldenz gleichtun, der im Mittelalter ebenfalls zu Pferd nach Santiago de Compostela pilgerte. Am Sonntag ist der Tross von Schloss Veldenz aus in authentischer Gewandung aufgebrochen. Vor den Menschen und Pferden liegt nun eine Wegstrecke von 2.376 Kilometern. In 92 Tagesritten, so der Plan, wollen der “Graf” und seine beiden “Ritter” das Grab des Apostels Jakobus erreicht haben.

Der Halt in Trier hatte einen ganz bestimmten Zweck: Haufs-Brusberg erhielt von Oberbürgermeister Wolfram Leibe eine Grußbotschaft, die er in Metz an den dortigen Oberbürgermeister übergeben will. In der Trierer Partnerstadt werden der “Graf” und sein Gefolge am Freitag erwartet. (-flo-)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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