Der Kürenzer Orangerie-Verein ist gestartet

Die Orangerie gehört zu dem alten Gutshof, den Alexandre Francois Bruneteau de Sainte, damaliger Präfekt des Saardepartements, Anfang des 19. Jahrhunderts bauen ließ. Foto: Rolf Lorig

TRIER. Der Stadtteil Kürenz hat seit dem vergangenen Samstag einen neuen Verein: den “Förderverein der Orangerie im Kürenzer Schlosspark e. V.”. Die Aufgabe ist mit der Pflege heimatlichen Brauchtums und der Ausrichtung von kulturellen Veranstaltungen in der Orangerie klar formuliert.

Die Werbetrommel für den neuen Verein hatte Stefan Wilhelm, der stellvertretende Vorsitzende des Ortsbeirates, im Vorfeld kräftig gerührt. Und viele Interessensbekundungen erhalten. Dennoch waren es am Ende lediglich neun Bewohner des Stadtteils, die am Gründungsabend in das Kürenzer Pfarrheim gekommen waren. Dass sich die Zahl der Vereinsmitglieder noch deutlich erhöhen wird, davon ist Stefan Wilhelm allerdings überzeugt. Denn als eine der ersten Aufgaben will sich der noch junge Verein jetzt verstärkt um die Gewinnung weiterer Mitglieder kümmern.

Eine weitere Aufgabe wird die Erarbeitung einer Nutzungsvereinbarung mit dem städtischen Amt für Gebäudewirtschaft sein. Denn die Orangerie gehört auch weiterhin der Stadt – und die hat bei der Nutzung das letzte Wort. Allerdings gibt es keinen Zweifel daran, dass es hier zu einer zufriedenstellenden Vereinbarung kommen wird. Denn der Kürenzer Ortsbeirat hat die Sanierung der Orangerie mit 47.000 Euro – verteilt auf zwei Doppelhaushalte – unterstützt.

Auch wenn die Sanierung des Gebäudes bis zum Sommer abgeschlossen sein wird, es bleibt noch eine Menge zu tun. Denn noch fehlt die Einrichtung, die eine urbane Nutzung erst möglich macht. Doch für Stefan Wilhelm, der am Gründungsabend zum Vereinsvorsitzenden gewählt wurde, ist das kein Hinderungsgrund: “Niemand hat etwas von einer generalsanierten Orangerie, die nicht genutzt wird. Ganz wichtig ist, dass die Toilettenanlagen fertig sind. Um ein Fest oder eine Veranstaltung in dem Gebäude auszurichten, kann man sich vorübergehend auch mit einfachen Mitteln wie Brauereitischen und –bänken behelfen.”

Der Verein hat auch schon eine klare Vorstellung, wer die Nutzer sein werden: “In erster Linie die Kürenzer Bürger und ihre Vereine”, stellt Wilhelm klar. Ob das jetzt Familienfeiern, öffentliche kulturelle Veranstaltungen oder Ausstellungen sein werden, alles scheint denkbar. Das alles soll nun auch öffentlich kommuniziert werden, wobei den Sozialen Medien eine besondere Rolle zukommt: “Auch über Facebook wird man schon bald mehr erfahren können”, kündigt der Vorsitzende an. Dazu soll auf diesem Kanal eine eigene Seite erstellt werden. Auch über das ganz normale Internet soll die Welt schon bald einen Zugriff auf die Aktivitäten im Schlosspark erhalten: “Wir bauen auch eine eigene Homepage für die Orangerie auf.”

Keine Frage, das Gründerteam ist hochmotiviert. Dazu passt auch die Antwort, die der Vorsitzende auf die Frage gibt, was mit dem Geld geschieht, das künftig hier erwirtschaftet wird: “Das wird alles in den weiteren Ausbau der Orangerie investiert.” (-flo-)

 

Der Vorstand

Gewählt wurden:
Vorsitzender: Stefan Wilhelm; stellv. Vorsitzender: Michael Marx; Schatzmeister: Stefan Lambert; Schriftführer: Dorothée Bores
Beisitzer:Katja Becker, Oliver Mittler, Jörg Hennefeld; Kassenprüfer: Hermann Berger, Christian Poß.

Mitgliedsbeitrag ist ein Mindestbetrag in Höhe von 24 Euro/Jahr. Wer will, kann mehr zahlen. (tr)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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