Die Idee der Freiheit im digitalen Zeitalter

Der Schriftsteller Rüdiger Safranski. Foto: Peter-Andreas Hassiepen

ECHTERNACH. Am Montag, 20. Mai, setzt sich im Trifolion der deutsche Literaturwissenschaftler, Philosoph und Schriftsteller Rüdiger Safranski unter der Moderation von Manfred Osten mit der Idee der Freiheit im digitalen Zeitalter auseinander.

China plant bereits ab 2020 die Einführung eines digital gestützten Sozial-Kreditsystems, das alle Lebensbereiche des Menschen datenmäßig lückenlos erfasst und nach staatlich definierten Kategorien das Wohlverhalten bewertet. Und zwar im Rahmen eines für seine weitere Zukunft entscheidenden Scorewert-Systems mit negativen und positiven Beurteilungspunkten.

Könnte ein solches Sozial-Kreditsystem auch in unseren Alltag einziehen? Sind wir mit unseren algorithmisch gestützten Beurteilungen bei den modernen Informationsgiganten bereits auf dem Weg dorthin? Gibt es Möglichkeiten, die Freiheit des Menschen gegenüber der wachsenden Big Data-Allmacht zu sichern oder sind wir die Zauberlehrlinge, denen der rettende Hexenmeister längst abhandengekommen ist? (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen, Featured 1 Kommentar

Kommentar zu Die Idee der Freiheit im digitalen Zeitalter

  1. Marcus Haberkorn

    Die Mythengeladenenheit der Ankündigung lässt folgern: Wer sich wirklich für das Thema interessiert, sollte seine Zeit besser den wirklichen Experten in diesem Feld widmen. Z.B. Jeremy Daum, dessen Website https://www.chinalawtranslate.com/en/ als hochangesehene Quelle unter China-Korrespondenten der NY Times, Washingtion Post u. v. a. gilt.

    Hat sich Safranksi, der anderen z. B. im Flüchtlingsdiskurs gerne Ahnungslosigkeit und Denkfaulheit unterstellt, mit seiner Kollegin an der FU, Genia Kostka, auseinandergesetzt, die zum Vortragsthema forscht?

    Sie und Daum diskutierten im übrigen vergangene Woche auf einem Panel der Berliner re:publica-Konferenz, dessen Aufzeichnung sich hier findet – ganz umsonst: https://www.youtube.com/watch?v=jm8TKf0eTEs

    Natürlich: Sich widerspruchsfrei eloquent einlullen lassen und qua Milieu der eigenen Relevanz Vergewisserung verschaffen – das bekommt man nur für 35 € im Trifolion.

    Die großen Fragen der digitalen Kultur wurden im Deutschsprachigen mehr als zwei Jahrzehnte weitgehend ignoriert und statt nun endlich einschlägigen Wissensträgern das Wort zu erteilen, lädt man einen Arrivierten ein, auf Basis falscher empirischer Annahmen herumzuspekulieren. Einen solchen, der nicht etwa Digitalisierung oder Klimakatastrophe, sondern die “„islamische Masseneinwanderung“ für die entscheidende Herausforderung der kommenden Jahre hält” (https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/ruediger-safranski-gleichsetzen-von-konservativ-und-nazi-ist-verantwortungslos-kulturrassismus-ist-voellig-absurd-a2378071.html#).

    Antworten darf man hier nicht erwarten.

     

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