Die Jugend kämpft für den Fortbestand des Exhauses

Das Bild zeigt Vertreter der verschiedenen Jugendorganisationen, von links: Julia Hirsch (JuLis/FDP), Florian Keßler (JuSos/SPD), Matthias Koster (Solid/Linke), Elena Valette (GJ/Grüne) Noha Jüngling (JuPa), Kai Follmann (AStA), Robin Danzl (GJ/Grüne), Philipp Bett (JU/CDU), Yaniv Taran (JuPa) und Fabian Sinh Schmand (JuSos/SPD). Foto: Taskforce Exhaus

TRIER. Anfang Februar war bekannt geworden, dass die baulichen Schäden im Exhaus so gravierend sind, dass ein gefahrloser Betrieb dort nicht mehr möglich ist. Infolgedessen war das gesamte Gebäude geschlossen worden. Wie es dort nun weitergeht, wird letztlich nach einer genauen Analyse der Stadtrat entscheiden müssen. Die Zukunft des Exhauses beschäftigt nicht nur die politischen Gremien. Auch die Jugend selbst setzt sich für den Fortbestand des Jugendzentrums ein. Dazu haben sich jetzt parteiübergreifend die politischen Nachwuchsorganisationen von Junge Union, JuSos, Grüne Jugend, Links-Jugend, Junge Liberale sowie des AStA und des Jugend-Parlaments zu einer “Jugend-Taskforce Exhaus” zusammengeschlossen.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung stellen sie sich hinter den Verein “Exhaus e.V.”, der “ein essenzieller Bestandtteil der Trierer Jugendhilfe und Kulturszene” sei. Die dort geleistete Arbeit strahle weit über die Grenzen der Stadt Trier heraus, heißt es in der Mitteilung.

Deshalb fordert die Taskforce die schnellstmögliche Bereitstellung von Büros und Arbeitsplätzen, um die Jugend- und Sozialarbeit sicherzustellen. Und auch eine rasche Bereitstellung von Veranstaltungsräumen, um geplante Konzerte veranstalten und damit ansonsten drohende Konventionstrafen zu vermeiden. Gelder, die der Verein dringend braucht, um die Insolvenz überstehen zu können. Zudem fordern die Jugendlichen schnellstmöglich die Haushaltsunterlage (HU) Bau, damit das Gebäude bis zu einer Beendigung der Entscheidungsprozesse nicht unnötig lange dem Verfall ausgesetzt ist. Die Begründung leuchtet ein: “Schließlich ist das Exhaus ein Kulturdenkmal der Stadt Trier.”

Die jungen Leute sind politisch bereits so erfahren, dass sie dem Rat und der Verwaltung klare Worte mit auf den Weg geben: “Wir wünschen uns eine schnellstmögliche Lösung, damit für den Trägerverein Planungssicherheit hergestellt wird.” Zudem erwarten sie von der Politik und den Medien eine sachliche Debatte, die nicht auf dem Rücken des Trägers und der Stadt ausgetragen werden dürfe.

Erfreut sei man als Jugend-Taskforce Exhaus über die Solidaritätsbekundungen und über die Hilfsbereitschaft anderer Institutionen, Vereine und freien Trägern, so das Ende der Pressemitteilung. Dies zeige, dass die Trierer Bürger “auch in solch schwierigen Situationen zusammenhalten.” (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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