Die reporter-Satire – Weekly Visit

Weekly Visit unseres Visitors.

Weekly Visit unseres Visitors.

Am Ende einer jeden Woche kommentiert der reporter von nun an mit einem Augenzwinkern die überrregionale Politik. Unser Visitor macht sich dabei Gedanken über so allerhandlei − natürlich satirisch, aber wie immer auch mit einem gehörigen Schuss Wahrheit. Sicher wird in einer der nächsten Ausgaben auch die regionale, vielleicht sogar die kommunale Politik ihr Fett abbekommen − schau’n wir mal…

Montag

Das fängt ja klasse an. Österreich soll nun Vorbild für ein Verbot der Vereinsfinanzierung aus dem Ausland werden, sofern der Verein muslimisch ist. Die Idee klingt nach Jörg Haider, der ja, wie wir Ende der Woche wissen werden, was Finanzierungen anbelangt vor allem in Steueroasen ein besonders gutes Händchen hatte. Überraschend aber (zumindest für naives und gutgläubiges Wahlvieh) will das für Deutschland nun CDU-Generalsekretär Peter Tauber prüfen. Nicht nur Religionsfreiheit beschneiden, sondern auch noch typisch deutsch: bei Vereinen. Die Taubenzüchter und Kleingärtner dürften sich über schwindende Konkurrenz freuen. Und Tauber loyalerweise sowie passend zum Namen eine Gartenzwergtaube schenken.

Dienstag

AfD-Chef Bernd Lucke will seinen Geschäftsführer loswerden, lässt uns spiegel-online wissen. Georg Pazderski muss im Sommer seinen Platz räumen, da die Partei einen Generalsekretär einsetzen möchte und diesen Posten finanzieren muss. Außerdem ist Pazderski Lucke offenbar unangenehm, da er guten Kontakt zu Alexander Gauland und Frauke Petry pflegt. Na ja… Erstens: Die AfD passt sich also bezüglich ihrer inneren Aufstellung immer mehr den von ihr so verhassten “Normalparteien” an. Könnte also Ärger mit der Basis geben. Zweitens: Es wird jemand abgesägt, der Lucke so gar nicht passt. Für eine Partei, die sich besonders für “freie Meinungsäußerung” einsetzt, schon erstaunlich. Es sei denn, die “Meinungsfreiheit” ist ein Mittel zur Stimmenmaximierung? Wird man ja wohl noch sagen dürfen.

Mittwoch

Auch haben wollen - Huuubschrauuuber...

Auch haben wollen – Huuubschrauuuber…

Die Bundesregierung kauft 168 neue Hubschrauber, unter anderem vom Typ “Sea Lion” für 8,7 Milliarden Euro. Obwohl genau dieser Seelöwe ganz offensichtlich nicht wirklich einsatzfähig ist. Ein gutes Geschäft. Ich gehe dann morgen mal zu Mercedes und sage: Ich hätte gerne eine S-Klasse, aber bitte geben Sie mir eine, von der Sie sicher wissen, dass sie dauernd ausfällt (ist nur ein Beispiel, S-Klassen sind klasse). Es gibt aber Unterschiede: Erstens können Autos nicht abstürzen. Zweitens verballere ich höchstens meine Altersvorsorge, nicht aber Steuergelder, also mir zum guten Zweck anvertrautes Kapital. Und drittens habe ich mir nicht letzte Woche noch schwer damit getan, notleidenden Menschen in Griechenland Geld zu überweisen.

Donnerstag

Die Grünen-Vorsitzende Simone Peter meint, die “Bunte” habe mit der Überschrift eines Artikels über sie ihre Frauenfeindlichkeit bewiesen. “Sechs Tage Karriere, ein Tag für das Kind” titelte das Blatt. Ob das nun wirklich frauenfeindlich oder einfach nur ein Malus für ihr Image ist, steht auf einem anderen Blatt. Auf jeden Fall ist der Promotiontermin für höhere Gefilde und Ansehen in der wählenden Bevölkerung gründlich nach hinten losgegangen. Erstaunlich ist, dass eine Grünen-Politikerin sich bei einer Zeitschrift wie der “Bunten” über eine solche Überschrift tatsächlich wundert. Erstens, weil das in der Natur des Blattes liegt. Und zweitens, weil der anfangs sehr bunte Haufen von Bündnis 90 auf eine konformistische Einheitsfarbe zusammengeschmolzen ist. Also passt die “Bunte” nicht mehr. Viel logischer für eine Imagekampagne wäre doch, im wahrsten Sinne des Worts, die Bild gewesen. Prost!

Freitag

Sahra Wagenknecht gibt auf. Sie will nun nicht mehr für den Vorsitz der Linken-Fraktion im Bundestag kandidieren. Na endlich. Ohne einen Amtseid geleistet zu haben, wendet sie damit, bewusst oder unbewusst, Schaden von unserem Land ab. Bezeichnend ist, dass sie dies mit der Entscheidung ihrer Franktion, einem Griechenland-Hilfspaket zuzustimmen, begründet. Strategisch falsch, sagt sie. Und damit offenbart sie leider oder glücklicherweise ihr wahres Gesicht, denn: Die Linke ist die Partei der Solidarität. Genau diese ist der guten Sahra aber offenbar egal, wenn es um ihren eigenen “strategischen” Erfolg geht. Mao würde sich im Grab rumdrehen, auferstehen, nach Deutschland reisen und sie sofort von allen Ämtern entbinden, wenn er davon Wind bekäme. Leider ist das aus bekannten biologischen Gründen unmöglich.

Schönen Sonntag!
The Visitor ML


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Erstellt am Autor trier reporter in Featured, Meinung Hinterlasse einen Kommentar

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