Die ttm-Termine in der 20. Kalenderwoche

Das frühere Fischerdorf “Zurlauben” ist Ziel der Wanderung. Foto: ttm

TRIER. Am Samstag, 18. Mai, kommt um 15.30 Uhr der “Ex Animo”-Chor aus den Niederlanden in den Brunnenhof. Er singt eine halbe Stunde lang klassisches Liedgut im Rahmen der Reihe “Brunnenhofkonzerte”. Der Eintritt ist kostenlos.

Aus dem Trier für Treverer-Programm ist sie kaum noch wegzudenken: die Mundarttour “Mer laafen vun der Poarta noa Zalawen“ von Stadtführer Ewald Thömmes. Auch für den diesjährigen Termin  sind zwei Drittel der Tickets bereits verkauft. Das heißt aber auch: Noch elf Glückliche haben die Möglichkeit, dabei zu sein, wenn Thömmes über die ernsten und lustigen, die politischen und wirtschaftlichen, die spannenden und skurrilen Geschichten des 19. Jahrhunderts erzählt. Los geht es am Sonntag, 19. Mai, um 14 Uhr.

Nein, leise war Georg Friedrich Dasbach nicht. Dabei sah anfangs alles nach einem stringenten, vorgegebenen Lebensweg aus: Nach seinem Abitur am Jesuitengymnasium und seinem Theologiestudium am Trierer Priesterseminar wurde er 1871 zum Priester geweiht und zum Kaplan der Pfarrei St. Gervasius ernannt. Doch nur ein Jahr später startete mit dem Jesuitengesetz von Reichskanzler Otto von Bismarck der “Kulturkampf“, die Auseinandersetzunge zwischen dem Königreich Preußen und der katholischen Kirche. In ihm wurde Dasbach zum Politiker, Journalisten und Zeitungsverleger, er gründete den Trierischen Bauernverein, stand im Genossenschaftsverband und in der Rechtsschutzstelle zur Bekämpfung des Wuchers auf der Seite der Arbeiter, Bauern und Winzer, wurde mehrfach angeklagt und mit staatlichen Anzeigenboykotten belegt.

Beim Weg vorbei am Dasbachbrunnen in der Glockenstraße ist es zum Beispiel diese ungewöhnliche Biographie, die Ewald Thömmes aufgreift. Er erzählt aber auch vom Bankier Hiernoymus Jägen, der ebenfalls gegen die Regierung Partei ergriff, vom mystischen Stadtgründer Trebeta, vom Maler Ramboux, der Autorin Cläre Prem und dem Dichter Philipp Franz Laven. Die unterhaltsame Mundarttour endet in Zurlauben, wo natürlich das Mosellied “Im weiten deutschen Lande“ von Georg Schmitt eine wichtige Rolle spielt. Nicht nur von diesem gibt Thömmes während der Tour eine (gesangliche) Kostprobe, auch Viez und Wein dürfen zwischendurch probiert werden.

Karten kosten 12,50 Euro (inkl. Getränke) und sind in der Tourist-Information an der Porta Nigra, online unter diesem Link und an allen Ticket Regional-Vorverkaufsstellen erhältlich.(tr)


Drucken
Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen, Featured Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse einen Kommentar

* Eingabe erforderlich (Pflichtfelder). Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Die Angabe eines Klarnamens ist nicht erforderlich.