Egger-Abwahl: Junge Union begrüßt SPD-Vorstoß

Ju-Chefin Charlotte Thul begrüßt den SPD-Vorstoß.

Ju-Chefin Charlotte Thul begrüßt den SPD-Vorstoß.

TRIER. Die Junge Union (JU) begrüßt die Entscheidung der Trierer SPD, einen Abwahlantrag gegen Dezernent Thomas Egger (SPD) im Trierer Stadtrat einzubringen. “Bei der SPD hat inzwischen auch die Vernunft gesiegt. Denn die Sozialdemokraten haben offensichtlich eingesehen, dass die Zukunft der Stadt wichtiger ist als die Zukunft eines einzelnen Parteifreundes“, erklärt die JU-Kreisvorsitzende Charlotte Thul.

Die Verstrickungen Eggers in die Personalstreitigkeiten sowie der Überschreitung des Etats im Theater Trier seien undurchsichtig, kritisiert die Nachwuchsorganisation der CDU in einer Pressemitteilung. “Jedoch passen sie zur Pannenpolitik von Egger”, so Thul. Darauf habe die JU bereits im April nach der Absage von NeroHero hingewiesen. Neben dieser Absage gebe es aber weitere offene Fragen hinsichtlich der Theatersanierung und der Gründung der Theater-AöR. Hinzu komme die finanzielle Schieflage der Trier Tourismus und Marketing GmbH (ttm) und die erfolglose Suche nach einem Standort für die Feuerwache.

Die jüngste Rücktrittsforderung der CDU-Stadtratsfraktion sei daher richtig gewesen, betont Thul. “Egger hat jedoch einen Rücktritt abgelehnt. Dieses Verhalten passt dazu, dass er keinerlei Fehler einräumt, sondern die Verantwortung von sich weist. Ein Neustart im Dezernat ist nur noch ohne Thomas Egger möglich. Erst dadurch kann die notwendige Ruhe einkehren, um die vorhandenen Problemfelder zu lösen”, fordert die JU-Chefin Konsequenzen. (tr/et)


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen, Dossier Theater, Featured 11 Kommentare

11 Kommentare zu Egger-Abwahl: Junge Union begrüßt SPD-Vorstoß

  1. Susanne Decker

    Gut, dass die Nachwuchspolitiker der CDU sich wenigstens nicht von der Zauderitis der Mutterpartei haben anstecken lassen. Denn die muss ja offenbar erst ihren grünen Verantwortungslartner fragen, ob sie Egger abwählen darf!! Ein klares und zeitnahes Statement der CDU hätte wohl jeder erwartet, stattdessen lieber Rumlavieren und sich bloß nicht festlegen. Vielleicht nimmt sich die CDU hier mal die JU zum Vorbild?!

     
    • Stephan Jäger

      Wie jetzt? Erst mal gucken, aus welcher Richtung der Wind weht, und dann in genau diese kippen: das wird in der Partei doch mit der Muttimilch verabreicht…

      …und Herr Egger? Wenn er wirklich geht, wer erklärt uns dann in Zukunft, dass-, und, warum man, wenn ein Auto quer in einer Feuerwehrzufahrt steht, erst mit drei Leuten zwei Stunden versuchen muss, den Halter zu finden, um diesen dann ergeben um Entfernung zu bitten, bevor man es wegschaffen darf? Wir werden ihn vermissen!

       
  2. Oberlehrer

    Warum Herr Egger nicht zurücktritt? Ganz einfach: nur durch Abwahl erhält er bis an sein Lebensende ca. 2.300 € im Monat. Ist das ein Grund oder nicht?

     
    • Kobold

      Natürlich ist das ein Grund. Aber durch einen Rücktritt hätte er seine wirtschaftliche Existenz verloren. Hand aufs Herz: Wer tut sowas freiwillig, v.a. wenn er nicht für sich allein verantwortlich ist, sondern auch Angehörige zu versorgen hat?

       
    • Rainer Landele

      seit wochen möchte ich fragen: wer von den kritikern hier hätte denn selbst solch einen schritt gemacht? also, herr oberlehrer, sie würden, wären sie an seiner stelle, zurücktreten in dem wissen, was dies ökonomisch bedeutet?

      und auch sonst jeder hier: meldet euch!

       
      • Kruemel

        Das hätte keiner gemacht, ist doch klar. Hat der Oberlehrer auch nicht behauptet, oder lese ich das falsch ?

         
        • Oberlehrer

          Hätte wohl jeder so gemacht.

           
      • Spekulatius

        Was spricht dagegen, sich schlicht und einfach arbeitslos zu melden? Ist m.W. der Normalfall. Oder sind wir hier auf der Farm der Tiere?

         
  3. Sascha

    Wenn man sch… baut sollte man auch im Stande sein dazu zu stehen, mit allen Konsequenzen. Ansonsten ist der moralische Kompass kaputt.
    Bei einem 50 jährigen Arbeiter der wegen Insolvenz des AG arbeitslos wird fragt auch keiner was das ökonomisch bedeutet. Und der kann nix dafür.
    Und bei knapp 8.000€ brutto über die
    letzten Jahre sollte ein wenig auf der
    Seite liegen um den Wiedereinstieg ins “normale” Berufsleben zu überbrücken.
    Es sei den er ist mit seinem Privatvermögen genauso umgegangen wie mit den Geldern der Stadt.
    Für Frau und Kinder tut es mir leid und er mag privat auch ein ganz netter Kerl sein, das kann ich nicht beurteilen, aber das hier war Versagen auf ganz hohem
    Niveau.
    Und das so jemand noch 20, 30 Jahre jeden Monat 2.300€ bekommen soll ist ein Schlag ins Gesicht jedes Rentners.

     
  4. Peter Buggenum

    @Herr Landele,

    ist das alles was Sie hier beizutragen haben?

    Wie beurteilen Sie denn die katastrophale Leistung des Herrn Egger, der für die dreiste Verschwendung von Steuergeldern verantwortlich ist?

    Erklären Sie uns doch einmal die Sichtweise der Grünen zu dem ganzen Skandal. Bislang habe ich da wenig von den Grünen gehört.

    Ich verstehe ja auch, dass er nicht zurücktreten will. Das Motiv ist schon klar.So wie ich Ihre Anmerkung verstehe, sind Sie der Meinung, dass man mit Herrn Egger Mitgefühl o.ä. haben müsste. Das habe ich nicht. Er hatte viele Möglichkeiten, positiv für die Bürger der Stadt zu arbeiten. Stattdessen verursacht er solch ein Desaster und ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass er auch juristisch dafür belangt wird.

     
  5. Dr. Norbert Fischer

    Abwählen ist nicht der richtige Weg. Egger muß gezwungen werden, aus eigener Erkenntnis zurückzutreten. Das einzige Mittel dazu ist die soziale Ächtung. Einen Pranger haben wir ja noch in Trier.

     

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