Ehrenamtliches Engagement ist keine Einbahnstraße

Zusammen mit Mitgliedern des Stadtvorstands und des -rates stellen sich die Geehrten am Ende der Feier dem Fotografen. Fotos: Rolf Lorig

TRIER. Die Förderung des Ehrenamtes ist schon seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Trierer Stadtpolitik. Am Donnerstag war es wieder so weit: Oberbürgermeister Wolfram Leibe hatte 28 Trierer Bürgerinnen und Bürger in die Thermen am Viehmarktplatz eingeladen, um ihnen für ihr ehrenamtliches Engagement zu danken.

Die Regeln sind einfach: Wer in den Kreis der Geehrten will, muss sich mindestens zwei Jahre lang als Trierer für Trier ehrenamtlich engagieren. Jedes Jahr schreibt die Ehrenamtsagentur alle Trierer Vereine und Organisationen an und bittet um entsprechende Vorschläge. Vorschlagsberechtigt ist mittlerweile jeder Trierer Bürger; eine Aufgabe, die früher den Ortsvorstehern vorbehalten war. ‟Das Ergebnis der Rückmeldungen ist dann immer ganz spannend für uns, wir bekommen dann einen Querschnitt durch die ganze Gesellschaft‟, weiß Carsten Müller-Meine, Geschäftsführer der Trierer Ehrenamtsagentur.

Im vergangenen moderierte er erstmals gemeinsam mit Oberbürgermeister Leibe die Veranstaltung. ‟Das hatte richtig Spaß gemacht‟, erinnert er sich. Und offenbar dem Oberbürgermeister auch gut gefallen. Denn auch in diesem Jahr traten die beiden bei der Ehrung wieder als Tandem auf.

In kurzweiligen Interviews stellt Carsten Müller-Meine (Mitte) die Tätigkeit von einigen der Geehrten vor. Hier ist er im Gespräch mit Günter Rommelfanger.

Die Begrüßung der Trierer Bürger, die zum Teil in Begleitung gekommen waren obliegt natürlich immer dem Oberbürgermeister. Für ihn sei dieser Empfang immer eine ganz besondere Sache, teilte Wolfram Leibe mit und lieferte auch gleich die Begründung dafür: ‟Sie alle sind Vorbilder; Sie machen Mitbürgern Mut es Ihnen gleichzutun; Sie alle zeigen, dass es lohnt sich für unsere Gesellschaft zu engagieren.” Denn dieses Tun und Handeln sei keine Einbahnstraße: ‟Man bekommt über die Menschen, für die man sich engagiert, sehr viel zurück.” Von da her würden beide Seiten davon profitieren. Ohne dieses Engagement habe eine Gesellschaft keinen Bestand: ‟Die Erfahrungen mit den Flüchtlingen haben gezeigt, dass eine Kommune die Herausforderungen ohne die ehrenamtliche Hilfe nicht hätte bewältigen können.”

Und dann war es an Carsten Müller-Meine, die einzelnen Bürgerinnen und Bürger nach vorne zu rufen. Als äußeres Zeichen des Dankes erhielten alle eine Urkunde mit dem Dank des Oberbürgermeisters, des Stadtvorstands und des Rates. Und als kleine symbolische Zugabe gab es wahlweise noch eine CD oder eine Fasche Wein.

Auch bei dieser Ehrung war die Spanne des ehrenamtlichen Engagements breit aufgestellt. Feuerwehrleute waren ebenso dabei wie Betreuer für Demenzkranke, Studenten, die sich juristisch für Flüchtlinge eingesetzt haben standen Seite an Seite mit gestandenen Karnevalisten.

Geehrt wurden in diesem Jahr: Johanna Scherf, Andreas Resch, Heiko Kratz, Volker Kreber, Alice Thiel, Renate Schmitt, Ewald Thömmes, Martin Weber, Günter Rommelfanger, Christel Schäfer, Gudrun Kypke, Brigitte Pfeiffer-Jung, Melitta Zeimet, Jürgen Jakobs, Ammar Bustami, Marion Poma, Ulrike Tüffers-Schuh, Regina Göbel, Heidi Buchholz, Siglinde Willems, Hans-Rüdiger Cadenbach, Astrid Lorig, Uwe Heinsdorf, Susanna Ingeln, Bernd Petri, Marianne Modrok, Wolfgang Funke und Helga Büdenbender. (rl)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Featured, Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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