Ein belebender und bewegender “Hoffnungsspaziergang”

Die Fotos geben breiten Raum für Betrachtungen und Gespräche. Fotos: Vereinigte Hospitien

TRIER. Hoffnung ist das Motiv der Bildergalerie, die aktuell im Foyer des Helenenhauses, eine Einrichtung der Vereinigten Hospitien, zu besichtigen ist. Die Ausstellung lädt Bewohner, Besucher sowie Mitarbeitende ein, entlang hoffnungsfroher Bilder zu promenieren.

Die Ausstellung ist ein Projekt Studierender der Pflegewissenschaft an der Universität Trier. Dort erforscht Professorin Margit Haas mit Förderung der Nikolaus Koch Stiftung das Hoffnungskonzept in der Pflege alter Menschen. “Hoffnung hilft das Wertvolle am Leben zu erkennen. Sie sollte gepflegt, gefördert und erhalten werden“, erklärt die Professorin. Sie setzte den Impuls, mit Bildern Begegnungsmöglichkeiten zwischen Alt und Jung zu schaffen.

Die Menschen fühlen sich von den Bildmotiven angesprochen.

Beitrag zur Hoffnungsförderung

Die Studierenden des dualen Bachelorstudiengangs Klinische Pflege der Universität Trier, die gleichzeitig eine Pflegeausbildung absolvieren, entwickelten daraus ein Projekt. Sie wählten eigene Fotos aus, die hoffnungsspendende Aspekte abbilden, Erinnerungen wecken und die Schönheit der Natur zeigen. Sie fanden Titel und Begleitmusik zu den Bildern und organisierten die Auftaktveranstaltung im Helenenhaus, dem ersten Ort einer geplanten Wanderausstellung. Mit der Ausstellungeröffnung möchten die Studierenden ihren Beitrag leisten zur Hoffnungsförderung älterer und oft pflegebedürftiger Menschen, indem sie die Begegnung mit ihnen suchen, Zeit schenken, neugierig sind auf den Austausch und die Resonanz ihrer Bilder.

Das Angebot wird von den Bewohnern und Angehörigen wie auch Mitarbeitenden sehr gut angenommen. Die Studierenden gehen mit ein oder zwei Bewohnern von Bild zu Bild und begleiten mit Fragen und Gesprächsimpulsen den sog. Hoffnungsspaziergang. Vor den Motiven entwickeln sich angeregte Gespräche zwischen Alt und Jung. Es wird viel gelacht und erinnert. Ein sehr belebender und bewegender “Hoffnungsspaziergang”.

Die Ausstellung wird bis Anfang Juni im Helenenhaus zu sehen sein und wechselt dann ein paar Schritte weiter zum Alten- und Pflegeheim Stift St. Irminen, ebenfalls eine Einrichtung der Stiftung der Vereinigten Hospitien. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Featured, Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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