Ein Stück Entspannung im Arbeitsalltag

TRIER. “Malerei und Fotografie im Kontext” lautete der Titel einer Ausstellung, die seit dem 4. Dezember im Finanzamt Trier zu sehen war. Bei der Finissage am Donnerstag, 16. Mai, zog Michael Spira, Vorsteher des Finanzamtes Trier, eine positive Bilanz.

Für das Trierer Finanzamt war es die erste Doppelausstellung und die erste Finissage, die hier zum Tragen kam. Das machte der Vorsteher in seiner Ansprache deutlich, bei der er nochmals auf die Arbeit der Künstler einging. Zwar seien der Fotograf Uli Schmidt und der Maler Leo Hammes in unterschiedlichen Disziplinen unterwegs. Beide aber hätten die gleiche Freude an der Farbe, die eine mögliche Rivalität erst gar nicht aufkommen lasse, sondern Raum für den konstruktiven Dialog gebe. Ein Raum, den Mitarbeiter und Besucher gleichermaßen ausgiebig genutzt hätten, betonte Vorsteher Spira vor zahlreichen Gästen. Wer zum Finanzamt komme, erwarte dort nicht unbedingt Kunst anzutreffen. Umso positiver sei diese aber wahrgenommen worden. Die Aussage, wonach Kunst eine eigene Sprache herstellt, die über Sprachbarrieren hinweg eine Verständigung ermöglicht, habe hier ihre Bestätigung gefunden. Dabei habe er auch selbst erleben können, wie unterschiedlich Kunst wahrgenommen werde. Besucher und Mitarbeiter seien darüber in den Dialog miteinander eingetreten, was zu einem verbindenden Moment geführt habe, freute sich Spira.

Seine ständige Vertreterin im Amt, Julia Köster, kam zu einem ähnlichen Schluss. Zunächst einmal gebe es einen ersten, stillen Dialog, den der Betrachter nonverbal mit der Kunst führe. An den schließe sich das Gespräch mit anderen Betrachtern an, bei dem erste Eindrücke ausgetauscht und die Sichtweisen im eigentlichen Dialog dann auch vertieft würden. Entsprechend zufrieden zeigte sich Köster: “Wir haben damit ein Stück Entspannung in den Arbeitsalltag bekommen.”

Zusammen mit Achim Berscheid, dem Vorsitzenden des Personalrates, ging Köster dann auf eine Umfrage ein, die man unter Besuchern und Mitarbeitern durchgeführt habe. Dabei sei deutlich geworden, dass beide Gruppen Ausstellungen dieser Art begrüßen. Vielen Besuchern hätten die Bilder die Wartezeit verkürzt. Bei Mitarbeitern dagegen seien die Bilder als positives Element wahrgenommen worden, das im wahrsten Sinne des Wortes Farbe ins Leben gebracht habe. Besucher und Mitarbeiter hätten sich für die Fortführung solcher Ausstellungen ausgesprochen. Und eine Besucherin habe das sogar zum Anlass genommen, sich mit eigenen Werken um eine Ausstellung an diesem Ort zu bemühen.

Für Leo Hammes und Uli Schmidt war die zu Ende gegangene Ausstellung das zweite gemeinsame Projekt. Beide schließen nicht aus, dass es Folgeausstellungen geben kann.

Im Saarburger Amüseum am Wasserfall sind Fotografien von Uli Schmidt noch bis zum 9. Juni zu sehen. (-flo-)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Die Reporter-Meldungen Hinterlasse einen Kommentar

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