Eine neue Krone und drei Kandidatinnen

Sitzt, passt und sieht gut aus: Weinbaupräsident Rolf Haxel (links) und Gebietsweinkönigin Lena freuen sich über die Krone von Philipp Gröninger. Fotos: Rolf Lorig

Sitzt, passt und sieht gut aus: Weinbaupräsident Rolf Haxel (links) und Gebietsweinkönigin Lena freuen sich über die Krone von Philipp Gröninger. Fotos: Rolf Lorig

REGION. Seit dem 28. Juli hat die amtierende Gebietsweinkönigin Lena Endesfelder eine neue in 929/000 Silber gefertigte Krone. Konzipiert und realisiert wurde sie vom Trierer Goldschmied Philipp Gröninger. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde ‟die Neue‟ von Weinbaupräsident Rolf Haxel und seinem Geschäftsführer Ansgar Schmitz vorgestellt. Mit dabei waren Gebietsweinkönigin Lena sowie die Kandidatinnen um das Amt der Mosel-Weinkönigin Sarah Schmitt, Lisa Schmitt und Anna-Maria Dehen.

Zehn Monate trug Lena ihre 110 Gramm leichte Krone, die aus dem Jahr 2003 stammt und die die Köpfe von insgesamt 14 Weinhoheiten zierte. Als erste Gebietsweinkönigin hatte Kristina Simon einst das duftig-leichte Modell vorgestellt. Die Vorgängerkrone war deutlich  rustikaler gearbeitet, brachte stolze 8oo Gramm auf die Waage. Was für die jeweiligen Trägerinnen, die ihre Kronen teilweise mehrere Stunden tragen müssen, mit Sicherheit nicht immer ein Vergnügen war.

Das neue Insignium der Gebietsweinkönigin. Foto: Philipp Gröninger

Das neue Insignium der Gebietsweinkönigin. Foto: Philipp Gröninger

Eigentlich gab es nur einen einzigen Grund, weshalb man sich nun zum Kauf einer neuen Krone entschloss: Die filigrane Leichtbauweise des bisherigen Modells führte leicht zu Beschädigungen an der Krone. Haxel: ‟Wir waren damit quasi weltweit unterwegs, bedingt durch den Transport aber auch beim täglichen Umgang konnte es rasch zu Beschädigungen an den Drähten aus Silber und Gelbgold kommen. Zudem gingen auch schon mal Schmucksteine oder Perlen verloren.”

Also entschloss sich der Moselwein e.V. zu einer Ausschreibung, der auch etliche  Goldschmiede und Schmuckdesigner folgten. Es war am Ende das Modell von Philipp Gröninger, das das Rennen machte. Die Gestaltung sei ihm nicht leichtgefallen, sagte der Goldschmied bei der Präsentation. Denn zum einen gebe es ja schon so viele Kronen. ‟Ich habe mir da die Fragen gestellt: Wie bringe ich die Mosel ein? Und was macht den Moselwein aus?”

Anwärterinnen1

Diese drei jungen Frauen im Vordergrund bewerben sich um das Amt der Gebietsweinkönigin.

Das Ergebnis dieser Überlegungen kann sich sehen lassen. Die Krone überzeugt mit einer klaren Linienführung und einem zeitlosen Design. Als zentrales Element besitzt sie eine Traube aus silbernen Ringen. Ein dunkler Schieferstein als Merkmal der Region  setzt einen optischen Akzent und steht stellvertretend für den Steillagenanbau und die Bodenbeschaffenheit der Weinberge an Mosel, Saar und Ruwer. Trotz einer deutlich massiveren Bauweise als beim Vorgängermodell wiegt die neue Krone mit 115 Gramm lediglich fünf Gramm mehr. Nach Angaben von Moselwein-Geschäftsführer Ansgar Schmitz soll das nun ausrangierte Modell entweder beim Verein aufbewahrt oder an das Deutsche Weinmuseum weitergegeben werden.

Neben der Vorstellung der neuen Krone präsentierte der Moselwein e.V. auch die drei Kandidatinnen, die sich am 16. September um das Amt der Gebietsweinkönigin bewerben. Zur Wahl treten dann Anna-Maria Dehen aus Müden, Lisa Schmitt aus Leiwen und Sarah Schmitt aus Konz-Filzen an. Die 22-jährige Anna-Maria Dehen stammt aus einem Weingut in Müden und studiert seit 2014 an der Wein-Hochschule in Geisenheim. Zuvor hatte sie bereits eine Ausbildung zur Winzerin absolviert und die Berufsoberschule für Agrarwirtschaft in Bad Kreuznach besucht.

Auch Lisa Schmitt kommt aus einem Winzerbetrieb in Leiwen, die 21-Jährige studiert ebenfalls in Geisenheim Weinbau und Oenologie. Aktuell amtiert sie als Weinprinzessin an der Römischen Weinstraße. Die Winzer und Weine ihres Heimatortes repräsentierte sie von 2012 bis 2015 als Ortsweinprinzessin und Ortsweinkönigin.

Die 20-jährige Sarah Schmitt absolviert ein Studium der Lebensmitteltechnik an der Hochschule Trier. Die Winzerstochter ist amtierende Saar-Obermosel Weinkönigin. Zuvor warb sie schon als Weinprinzessin für die Weine von Saar und Obermosel; 2015 war sie zudem als Deutsche Glühweinkönigin im Einsatz.


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Featured, Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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