Einsatz bis in die Nacht

Nicht nur die Feuerwehr war am Donnerstag im Dauereinsatz. Symbolbild (Archiv): Presseamt

TRIER. Ein Unwetter mit Starkregen und Hagel hat am späten Donnerstagnachmittag in Trier für vollgelaufene Keller, überschwemmte Straßen und umgestürzte Bäume gesorgt. Menschen kamen nach Rathaus-Angaben vom späten Abend nicht zu Schaden. Berufsfeuerwehr und alle freiwilligen Löschzüge der Stadt, Mitarbeiter der Stadtwerke und weiterer städtischer Ämter waren mit mehr als 200 Einsätzen bis in den späten Abend hinein beschäftigt.

Die amtliche Unwetterwarnung kurz nach 17 Uhr war kaum eingegangen, da stand das Gewitter auch schon über Trier. Innerhalb gut einer halben Stunde gingen große Mengen Regenwasser und Hagel nieder. Laut Deutschem Wetterdienst fielen in der Gewitter-Stunde 37 Liter pro Quadratmeter in Trier, die dafür sorgten, dass zahlreiche Keller vollliefen. Im Stadtgebiet fielen mehrere Ampelanlagen aus. Kanaldeckel wurden hochgedrückt, Straßen überschwemmt. In Trier-West kippte ein Baum auf ein Fahrzeug, ein anderer auf ein Haus. Das Dach wurde dadurch schwer beschädigt und musste am späten Abend über die Drehleiter der Berufsfeuerwehr provisorisch verschlossen werden.

Einer der Einsatzschwerpunkte war das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, in dem die Keller mehrerer Gebäudeteile vollliefen. Patienten und Neuaufnahmen waren dadurch nicht beeinträchtigt. Die Arbeiten zum Abpumpen dauerten bis 22.30 Uhr. Der Einsatz der Feuerwehr wurde durch eine große Anzahl Krankenhausmitarbeiter unterstützt.

Im Stadtteil Olewig waren zahlreiche Einsätze nötig. Im Kleeburger Weg lief in drei Häusern komplett der Keller voll, und auch im Erdgeschoss stand bereits das Wasser. Auch öffentliche Gebäude waren betroffen: Im Keller des Max-Planck-Gymnasiums (MPG) stand das Wasser. Die Parkhäuser Basilika und Konstantin mussten gesperrt werden und konnten erst um 22.30 Uhr wieder angefahren werden. In Olewig konnten Busse der Stadtwerke zeitweise nicht durch den Ortskern fahren. Mehrere Einsätze gab es auch im Bereich der Deutschherrenstraße – am Pferdemarkt befindet sich der tiefste Punkt der Innenstadt.

Im Einsatz waren bis in die Nacht hinein die Berufsfeuerwehr Trier sowie sämtliche freiwilligen Löschzüge der Stadt mit insgesamt rund 160 Wehrleuten. Auch Mitarbeiter der Amtes StadtGrün unterstützten die Aufräumarbeiten. Die Stadtwerke Trier waren mit 30 Mitarbeitern aus den Sparten Strom, Wärme, Erzeugung, Wasser, Telekommunikation, Parkhaus und Kanal in rund 50 Einsätzen aktiv. Unterstützung leisteten auch das Technische Hilfswerk Trier und Saarburg.

Oberbürgermeister Wolfram Leibe und Feuerwehrdezernent Thomas Schmitt informierten sich vor Ort über die Einsätze und dankten den hauptamtlichen wie ehrenamtlichen Helfern, die teils bis nach 23 Uhr im Einsatz waren, ausdrücklich für deren Arbeit. (tr)


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