FairPlay-Tour: 84,8 Erdumrundungen in 18 Jahren

Zum Abschluss stellen sich Teilnehmer, Helfer und Sponsoren den Fotografen. Foto: Rolf Lorig

Zum Abschluss stellen sich Teilnehmer, Helfer und Sponsoren den Fotografen. Foto: Rolf Lorig

TRIER. Seit 18 Jahren gibt es die Fairplay-Tour. Dabei handelt es sich um eine Radsport-Großveranstaltung zu Gunsten der Welthungerhilfe, bei der Schüler und Studenten Geld für schulische Projekte in Ruanda sammeln. Mit einer Abschlussveranstaltung in der Arena Trier feierten die Schulen aus der Großregion gemeinsam mit der Europäischen Akademie des rheinland-pfälzischen Sports, dem Landessportbund Rheinland-Pfalz und dem EuroSportPool gleichzeitig das Ende der diesjährigen Tour und den Geburtstag der Idee.

Georg Bernarding, Präsident der Europäischen Akademie des rheinland-pfälzischen Sports, ist sichtlich stolz auf das Geburtstagskind. ‟Die FairPlay Tour ist erwachsen geworden‟, rief er in den Saal und merkte an: ‟Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht!” Für Bernarding war dieser Geburtstag ein willkommener Anlass einmal inne zu halten und den Blick auf das Erreichte zu lenken. Die Tour habe viele Mütter und Väter, stellte er fest. In den 18 Jahren haben sich seiner Aufstellung nach 1320 Betreuer um 3566 Teilnehmer gekümmert und als Multiplikatoren gewirkt. In dieser Zeit hätten die Jugendlichen 3.391.397 Kilometer erradelt, was 84,8 Erdumrundungen gleichkomme. Alleine in diesem Jahr seien 242096 Kilometer zurückgelegt worden. Mit Blick auf die Großregion stellte Bernarding fest, dass es hier 170 Etappen und Zwischenetappen in Deutschland, Luxemburg und Belgien gegeben habe. Bei der Tour seien die Sportler 336-mal zu Empfängen und Veranstaltungen eingeladen worden und hätten mehr als drei Millionen Euro an Spendengeldern gesammelt. Dieses Geld sei zur Unterstützung von 17 Schulprojekten in Ruanda, Peru und weiteren Ländern eingesetzt worden. ‟Du wirst deinen Weg weiterhin gehen und wir werden auch künftig für Dich da sein‟, gratulierte Bernarding dem imaginären Geburtstagskind und dankte allen Mitwirkenden und Beteiligten für ihren langjährigen Einsatz.

Mit artistischen Leistungen überzeugen die Schülerinnen der Graf Salentin Schüle aus Jünkerath

Mit artistischen Leistungen überzeugen die Schülerinnen der Graf Salentin Schüle aus Jünkerath

Aus dem rheinland-pfälzischen Sportministerium war Staatssekretär Randolf Stich gekommen, um die Grüße der Landesregierung zu überbringen. Für ihn ist die Fairplay-Tour ‟eine der herausragendsten Sportveranstaltungen im Land‟. Es gebe drei Werte, die er mit dieser Großveranstaltung verbinde: ‟Durchhaltewillen, Teamgeist und Solidarität‟. Mit ihrer Teilnahme würden die Jugendlichen Hilfe zur Selbsthilfe und tätige Entwicklungshilfe leisten. Beeindruckt zeigte sich der Staatssekretär davon, dass alleine in diesem Jahr 26.000 Euro erradelt wurden. Das sei viel Geld, mit dem man in Ruanda beim Bau von Schulen eine Menge tun könne.

Sportlich präsentierte sich auch die Umrahmung der Feier: Mit beeindruckenden Darbietungen zeigten Jugendliche der Graf Salentin Schule in Jünkerath, zu welch artistischen Leistungen sie bereits heute in der Lage sind. (rl)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Featured, Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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