Famoses Triple zum Auftakt

Das Mosel Musikfestival startet am 15. Juli in der Klosterruine Stuben in Bremm. Foto: Artur Feller

Das Mosel Musikfestival startet am 15. Juli in der Klosterruine Stuben in Bremm. Foto: Artur Feller

REGION. Das lange Warten hat ein Ende: Das Moselmusikfestival (MMF) 2016 startet am 15. Juli. 67 Konzerte an 40 Spielstätten bis zum 3. Oktober zu sehen und zu hören. So vielfältig wie das Programm sind auch die Spielstätten. Auf klassischen und außergewöhnlichen Bühnen, ob indoor oder Open Air, präsentiert Intendant Hermann Lewen die Künstler des MMF in diesem Sommer.

Wo finden die Deutschen ihre Seele? Im Wald natürlich. Das beweisen die fünf Echo-Preisträger von amarcord und die vier Bläser von German Hornsound beim Mosel Musikfestival. Am Samstag, 16. Juli, 20 Uhr, legen sie im Bischöflichen Priesterseminar Trier ihren Fokus auf den Mythos der Deutschen. So beschwört eines der weltweit besten Vokalensembles mit Schuberts Nachtgesang im Walde, Schumanns Jagdliedern, Hummels Waldliedern oder Mendelssohn Bartholdys “Der Jäger” Abschied, Romantik, Nostalgie und leise Melancholie. Ein Gefühl, dass die ehemaligen Sänger des Leipziger Thomanerchors gut kennen, kehren sie doch immer wieder in ihre Heimatstadt Leipzig zurück. Berühmt für perfekte Phrasierung, akzentuierte Aussprache und fabelhaften Vortrag, bleiben Wolfram Lattke, Robert Pohlers, Frank Ozimek, Daniel Knauft und Holger Krause unvergesslich. Ihr Name ist Programm: Amarcord heißt auf Italienisch “Ich erinnere mich”. Gemeinsam mit dem Deutschen Hörnerklang (German Hornsound) gehen sie eine perfekte Symbiose aus Sehen und Sehnsucht, Fernweh und Heimat ein.

Einen Tag nach Amarcord und German Hornsound spielt die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz zur offiziellen Eröffnung im Trierer Dom. Generalmusikdirektor Karl-Heinz Steffens dirigiert am Sonntag, 17. Juli, 17 Uhr, die 8. Sinfonie von Anton Bruckner.

Die Sinfonien Bruckners sind eine Herzensangelegenheit von Karl-Heinz Steffens. Und so hat er seinen Ehrgeiz darein gesetzt, in einem Zyklus, im Rahmen der Kathedralklänge des Kultursommers Rheinland-Pfalz, alle Sinfonien des österreichischen Komponisten aufzuführen, der zu den wichtigsten und innovativsten Tondichtern des 19. Jahrhunderts gehört.

German Hornsound spielt im Priesterseminar. Foto: Michael Trippel

German Hornsound spielt im Priesterseminar. Foto: Michael Trippel

Nach der vierten Sinfonie im Jahr 2015 folgt nun die Achte in c-Moll, aufgeführt in der ältesten Bischofskirche Deutschlands, dem Dom zu Trier. Bruckner selbst bezeichnete die Achte als sein Mysterium; so manches Mal wird sie auch die Apokalyptische oder die Krone der Musik des 19. Jahrhunderts genannt. Zuvor spielt Domorganist Josef Still die Chaconne in a-Moll von Johann Nepomuk David. Dieser war von 1948 bis 1963 Professor an der Musikhochschule in Stuttgart und Dirigent des Stuttgarter Brucknerchores.

Karten gibt es in den Vorverkaufsstellen bei Ticket Regional und online. Eintritt: 20/39/49/59 Euro (Priesterseminar) und 35 Euro (Dom), inklusive Vorverkaufsgebühr. Alles über das Moselmusikfestival findet sich auf moselmusikfestval.de.

Bereits einen Tag vor dem Doppelkonzert in Trier erklingt in der Klosterruine Stuben in Bremm barocke Musik von Händel, Bach und Vivaldi. Der romantische Ort am Moselufer bietet am Freitag, 15. Juli, 20.30 Uhr, den idealen Rahmen für das soft-opening des Festivals mit German Hornsound. Die vier Bläser unterhalten mit Charme, Humor und ihrem Programm “Baroque und Barbecue”. Dieses Konzert ist bereits ausverkauft.

Last-Minute-Ticket

15 Minuten vor Konzertbeginn gibt es bei allen Veranstaltungen eventuelle Restkarten zum Einheitspreis von zehn Euro an der Abendkasse. Das Last-Minute-Studi-Azubi-Ticket gilt für Schüler, Studenten, Auszubildende, Zivildienstleistende und Wehrpflichtige. Der entsprechende Ausweis ist beim Kauf vorzulegen. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Featured, Kultur Hinterlasse einen Kommentar

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