Freundeskreis – Neue Impulse für die Uni

Der Freundeskreis tagte erstmals im renovierten Senatssaal.

Der Freundeskreis tagte erstmals im renovierten Senatssaal.

TRIER. Wenn der Vorstand des Freundeskreises der Universität Trier seine jährliche Bilanz vorlegt, gibt es selten etwas auszusetzen: Über Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert der Verein wissenschaftliche Vorhaben, Tagungen, Forschungsreisen oder kulturelle Aktionen mit Bezug zur Stadt, die sonst nicht oder nur schwer realisiert werden können. Dazu kommen Förderpreise für herausragende Dissertationen. Außer der einen oder anderen Nachfrage herrscht auf der Mitgliederversammlung danach meist große Zufriedenheit. Diesmal ist das anders: Weil Stifter abgesprungen sind, kann der Freundeskreis in diesem Jahr nur neun Förderpreise vergeben. Anstatt Kritik zu üben, überrascht ein Mitglied mit einem spontanen Vorschlag – und stellt sich prompt als neuer Stifter zur Verfügung.

Diese manchmal ganz schnelle und in jedem Fall unkomplizierte Hilfe ist es, was den Freundeskreis ausmacht. Das nutzt nicht nur den vielen Geförderten, sondern überzeugt auch immer mehr Menschen, dem Freundeskreis beizutreten: Zwei Dutzend neue Mitglieder begrüßte der Verein im Berichtsjahr. Im nächsten Jahr will der Vorsitzende, Alt-OB Helmut Schröer, die 400er-Marke knacken.

Beim Ausblick auf die Aktivitäten des Vereins im Jahr 2017 rückt der ehemalige Trierer Oberbürgermeister schließlich drei besondere Vorhaben in den Mittelpunkt: Von April bis Juli hält der Politik- und Islamwissenschaftler Michael Lüders als Gastdozent drei Vorträge zum Thema “Wie nah ist der Nahe Osten?”. Neben historischen Erläuterungen wird der Autor zahlreicher Bücher (“Wer den Wind sät”) auch auf die unzähligen Konflikte und Kriege eingehen und einen Einblick in die aktuelle Situation im Nahen Osten geben.

Als Kooperationsprojekt von Stadt und Universität fördert der Freundeskreis den “Trier Survey” der Soziologen Johannes Kopp und Rüdiger Jacob mit 10.000 Euro. Mit einer groß angelegten Befragung von Trierer Bürgerinnen und Bürgern wollen die Wissenschaftler herausfinden, wie es sich in Trier lebt, wo die Stärken und Schwächen der Stadt liegen und wie sich die Einwohner die Zukunft vor Ort vorstellen. Die Studie soll schließlich in den ersten Trierer Sozialatlas münden.

Im kulturellen Bereich unterstützt der Freundeskreis unter anderem wieder das Collegium musicum der Universität. Zum 40-jährigen Bestehen von Chor und Orchester wird es eine zusätzliche Förderung geben. Schließlich ist das Collegium musicum mit seinen regelmäßig ausverkauften Konzerten, so Schröer, “ein wichtiger Botschafter der Universität in der Stadt”. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen, Featured Hinterlasse einen Kommentar

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