Fridays for Future startet wieder

TRIER. Bereits zum vierten Mal geht die Demo “Fridays for Future” am kommenden Freitag an den Start.  Die Organisatoren, es sind in der Hauptsache Schüler und Studierende, rechnen mit ähnlich vielen Menschen wie beim letzten Streik.

Treffpunkt ist um 10 Uhr auf dem Domfreihof, von wo aus die Demo an mehreren Schulen vorbei und über Hauptverkehrsstraßen durch die Stadt läuft. Gegen 13 Uhr wird der Demonstrationszug wieder am Domfreihof ankommen. Dort findet die Abschlusskundgebung statt.

Die Jugendlichen haben die Demo selbst organisiert, dafür treffen sie sich in offenen Plena und vernetzen sich regional, national und global über das Internet. Fridays for future ist eine selbstorganisierte, basisdemokratische Bewegung, die von ihrer Vielfalt lebt und zeigt, dass die Jugend weder unpolitisch noch machtlos ist. Alle, die zu den Streiks kommen, eint das Ziel: die menschengemachte Klimakrise aufzuhalten, solange es noch geht und die globale Erwärmung auf höchstens 1,5°C zu beschränken. Dabei üben sie ordentlich Druck auf die Politik aus. Denn die Zeit rennt: seit Beginn der Industrialisierung ist es bereits 0,9°C wärmer geworden und mittlerweile spüren wir auch in Deutschland die Folgen: Dürren, Hitzeperioden, Unwetter und andere Wetterextreme häufen sich. Dabei trifft es uns noch sehr milde; am meisten leiden häufig die Länder, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen – bereits jetzt fliehen Millionen Menschen vor seinen Folgen. Deutschland spielt sich oft als Vorreiter in der Klimapolitik auf, doch die große Koalition hat die Klimaziele 2020 aufgegeben und zuletzt ist der deutsche CO2 – Ausstoß sogar wieder gestiegen! Erst vor einigen Tagen erreichte der CO2-Gehalt in der Atmosphäre einen neuen Höchstwert von 415,26 ppm.

Die 15-jährige Ronja Heimann, die das Auguste Viktoria Gymnasium besucht, sagt dazu: “Wir haben keine Zeit mehr! Wenn wir nicht sofort handeln, ist es für uns zu spät! Wir wissen seit Jahrzehnten um die Gefahr, die von der Klimakrise ausgeht, doch statt Taten bekommen wir von der Politik nur warme Worte. Aber wir lassen wir uns nicht mit Phrasen abwimmeln – wir streiken, weil wir wollen, dass es wenigstens so bleibt, wie es ist.”

Fridays for future lädt alle ein, sich an der Demonstration zu beteiligen. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen 3 Kommentare

3 Kommentare zu Fridays for Future startet wieder

  1. Harald Müller

    Hallo,

    ich hatte einen Mailaustausch mit einem Redakteur des Volksfreundes. Als Antwort erhielt ich eine für FFF-Trier sehr diskreditierende Äußerung und möchte euch hier teilhaben lassen, wo der Volksfreundes hier steht. So viel vorab: Es gibt Redakteure beim Volksfreundes, die Euch ganz und gar nicht wohl gesonnen sind.

    Hallo Herr Müller,

    vielen Dank für Ihre Mail.

    Unverzichtbar? Sorry, hier gehen unsere Meinungen weit auseinander. Ich habe mich intensiv mit dieser Bewegung beschäftigt und mehrmals über sie berichtet. Das Ergebnis war ernüchternd, sogar erschreckend. Der Hype ist riesengroß, aber die Wissensbasis der Teilnehmer sehr dünn. Mülltrennung ist uncool und unbequem, sagen viele Kids ganz offen. Ich habe mehr als 40 befragt, und nur vier konnten überhaupt erklären, wie und wieso Müll getrennt entsorgt werden sollte. Wer über die Bedeutung der Mülltrennung für Klima und Umwelt redet, erntet ein gelangweiltes Abwinken. Kohle ist der böse Feind.

    Deshalb habe ich diesen Satz in meinen Kommentar aufgenommen. Dort steht er, weil er meiner Meinung entspricht. Sie, Herr Müller, haben offenbar eine andere Meinung, das macht meine aber noch lange nicht „überflüssig“. Trotzdem danke für Ihr Lob.

    Mit freundlichen Grüßen
    ….den Namen des Redakteurs möchte ich hier nicht nennen.

    Bitte keine Informationen aus der Mail verwenden. Diese Mail ist selbstverständlich vertraulich. Aber ihr wisst jetzt wo unsere regionale Zeitung zumindest in Teilen steht: Nicht auf Eurer Seite.

    Freundliche Grüße
    Harald Müller

     
    • Sascha

      Ich sehe keine diskreditierende Äußerung.
      Wo soll die sen.
      Der Redakteur beschreibt seine Erfahrung die sich im übrigen auch mit meiner deckt.

      Interesant zu lesen wäre noch Ihre Mail die der Antwort vorangegangen ist.
      Den so ist diese Antwort eine aus dem Kontext gerissene Aussage deren Einordnung schwer fällt.

      Für mich klingt das von Ihrer Seite aus aber nur nach:
      Mimimi…

       
      • Sascha

        Ich bitte die Rechtschreib- und Zeichenfehler zu entschuldigen.
        Merke: Gerade auf dem Smartphone nochmal drüber lesen 🙂

         

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