Gruseln hält wieder Einzug im Theater Trier

Im Foyer des Theater Trier wird es gruselig werden. Foto: Petra Güth

TRIER. Bald wird es am Theater Trier wieder zu hören sein, das Wimmern, nachts, wenn alle Lichter erloschen sind. Passanten werden dieses unheimliche Gefühl haben, dass sie in der Dämmerung durch die Glasfassade des Theaters von jemanden oder etwas beobachtet werden. Warnen gar die Krähen auf dem Augustinerhof mit Ihren Rufen vor etwas Dunklem? Als läge ein Fluch auf dem Theater? Der zu Halloween erwacht?

Die dritte Trierer Horrornacht inszeniert in einem interaktiven Gruselspektakel den schreckenerregenden Fluch, der auf dem Theater liegt. In vier unterschiedlichen Geschichten durchleben die Gäste den Fluch, der auf dem Theater lastet. Sie erleben die Geschichte der geheimnisvollen Theaterbesucherin Sina, deren okkulte Kindheit mit dem Theater verwachsen zu sein scheint. Sie begegnen den Schauspielern Ben und Mia deren rasche Karriere ihnen zu Kopf gestiegen ist und in einen Psychothriller gegenseitigen Stalkens mündet. Sie erfahren von einem Geheimbund, der mit seinen obskuren Zielen sich in den Kellerräumen des Theaters umtreibt. Und auch die dunkle Geschichte um den Augustinerhof erwacht zum Leben, wenn die Vergangenheit des ehemaligen Irrenhauses das Theater einholt.

Martin Beyer und Janine Westphan inszenieren die dritte Ausgabe der beliebten Horrnacht. Pro Durchgang kann man eine der vier Storylines rund um den schrecklichen Fluch, der auf dem Theater Trier liegt, mitverfolgen. Neben gruseligem Schauspiel, das an Horrorfilme und Grand Guignol erinnert, gilt es mysteriöse Rätsel, die an die Interaktivität von Videospielen angelegt sind, in den Geschichten zu lösen. Dabei hat das Publikum die Entwicklung der Geschichte in der Hand und wird zum eigentlichen Protagonisten des Abends.

Die Trierer Horrornacht hat ihren Ursprung 2013 in einem interdisziplinären Seminar der Germanistik und Romanistik an der Universität Trier gefunden. Janine Westphal und Martin Beyer, damals Studenten, entwickelten dieses Format als Seminarleistung. Heute inszenieren sie dieses Format am Theater Trier. Für die Dramaturgie bei der Trierer Horrornacht zeichnet Marc-Bernhard Gleißner verantwortlich.

Die Vorstellungstermine sind Montag, 30.Oktober und Samstag, 11. November, um 19:30 Uhr, 20:30 Uhr, 21:30 Uhr und 22:30 Uhr (jeweils 60 Minuten). (tr)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Kultur Hinterlasse einen Kommentar

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