Halbzeit für “Trier – Szenen einer Stadt“

Der Künstler und seine Werke. Fotos: Rolf Lorig

Der Künstler und einige seine Werke. Fotos: Rolf Lorig

TRIER. Für Susanne Schuckart ist die Ausstellung von Josef Hammen “Trier – Szenen einer Stadt“ ein “echter Glücksfall.“ Da sie bei der ERA unter anderem auch für die Ausstellungen verantwortlich ist, hätte sie ja eigentlich wissen müssen, was da kommt, schließlich hatte Hammen doch schon in 2012 mit großformatigen Portraits in der ERA debütiert.

Wie so oft im Leben hatte der Zufall bei Hammens neuester Ausstellung Regie geführt: Ein Künstler, der in der ERA ausstellen wollte, war kurzfristig ausgefallen. “Und ich suchte einen geeigneten Platz, um die ersten 90 von 365 Bilder auszustellen“, lacht Josef Hammen. Jeden Tag malt er im Format 20 mal 20 Zentimeter ein Bild mit einem Trierer Motiv (der reporter berichtete), jetzt war es an der Zeit, die ersten 90 Werke vorzustellen. Und das taten Hammen und die ERA am Donnerstag in Form einer Halbzeitvernissage. Mehr als 50 Besucher waren gekommen, um sich einen eigenen Eindruck von den kleinformatigen Bildern zu machen. In einer Gesprächsrunde wies Christoph Friedrich darauf hin, dass der Künstler für seine Motive nicht nur die Schokoladenseiten der alten Römerstadt ausgesucht hat. Bei den Bildern finden sich auch die weniger schönen Ecken, die für Josef Hammen einfach zu einer Stadt dazu gehören.

Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit und erstanden erste Gemälde.

Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit und erstanden erste Gemälde.

Was die Bilderschau so besonders macht, ist die Farb- und Stimmungsvielfalt der Motive. Die Bilder spiegeln die unterschiedlichsten Tages- und Nachtzeiten ebenso wider wie die verschiedenen Wetter. Obwohl er die Stadt seit vielen Jahren wie seine Jackentasche kennt, hat er mit seinem daily-painting-Projekt schon sehr viel Neues über Trier in Erfahrung gebracht, sagt der Künstler. Eine Erfahrung, die die Betrachter der Ausstellung ebenso machen werden. Die Gelegenheit dazu besteht noch bis Ende des Monats. (rl)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Featured, Kultur Hinterlasse einen Kommentar

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