Handwerkerfrauen haben maßgeblichen Anteil am Erfolg

Oberbürgermeister Leibe begrüßt im Theaterfoyer die Unternehmerfrauen mit ihren Partnern. Foto: Rolf Lorig

Oberbürgermeister Leibe begrüßt im Theaterfoyer die Unternehmerfrauen mit ihren Partnern. Fotos: Rolf Lorig

TRIER. Dem gegenseitigen Kennenlernen und Austausch diente ein Neujahrsempfang der Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH), zu dem die Vorsitzende Eugenie Müller zusammen mit Oberbürgermeister Wolfram Leibe und dem Juniorenkreis selbstständiger Handwerker in das Stadttheater eingeladen hatte.

Die Idee zu dem Empfang war bei der Grundsteinlegung für das neue Bildungszentrum der Handwerkskammer Trier entstanden. Spontan hatte Oberbürgermeister das Theater Trier als Veranstaltungsort ins Spiel gebracht, um auch in diesem Kreis das Bewusstsein für diese wertvolle Kultureinrichtung zu schärfen. So wunderte es denn auch nicht, dass der OB in seiner Begrüßung ein klares Bekenntnis zugunsten des Theaters ablegte. Kultur brauche ein Theater und das Handwerk trage dazu bei, dass Theater in einer Großstadt wie Trier auch weiterhin möglich sei.

Und dann gab Leibe den über 60 Anwesenden einen kleinen Einblick in die Dinge, die ihn als Oberbürgermeister aktuell umtreiben. Ganz vorne steht dabei der Flächennutzungsplan (FNP), der in Kürze zur Entscheidung in den Stadtrat kommen wird. Wenn der FNP, und hier betonte der OB das Wörtchen ‟wenn‟, dann in der vorliegenden Form verabschiedet werde, könnte die Stadt Trier über eine Gewerbefläche von 30 Hektar verfügen. Wie wenig das ist, verdeutlichte er am Beispiel von IKEA. Das schwedische Möbelhaus habe gerade in Koblenz für eine Filiale eine Fläche mit der Größe von 32 Hektar erworben…

Verpflichtung gegenüber der Jugend

An dieser Stelle zeigte sich das Stadtoberhaupt ein wenig ratlos. ‟Sind wir hier in Trier im Laufe der Jahre ein bisschen zu sehr zufrieden geworden mit dem Ist-Zustand?” Die älteste Stadt Deutschlands sei gleichzeitig vom Altersdurchschnitt auch die jüngste Großstadt in Rheinland-Pfalz. Hier gebe es eine Verpflichtung gegenüber der Jugend und den übrigen Bürgern. Um die Zukunft gestalten zu können, brauche die Stadt attraktive Flächen zum Wohnen und zum Arbeiten. Das Handwerk erfülle hier seine Aufgaben mit der Bereitstellung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen. Eine besondere Würdigung gebühre hier auch den Handwerkerfrauen, die durch ihren Einsatz in den Betrieben maßgeblichen Anteil am Erfolg hätten, betonte der Oberbürgermeister. ‟In anderen Betrieben werden die von Ihnen geleisteten Arbeiten von hochbezahlten Angestellten erledigt.”

Sie kennt die Bedeutung der Dame beim Schach: Eugenie Müller.

Sie kennt die Bedeutung der Dame beim Schach: Eugenie Müller.

Eugenie Müller freute sich über die große Besucherzahl an dieser Veranstaltung. Sie habe insgeheim auf etwa 50 Besucher gehofft, hatte sie noch vor der Veranstaltung dem reporter anvertraut. Denn für einen Handwerksmeister mit 60 – 70 Wochenarbeitsstunden sei der Sonntagvormittag normalerweise heilig. In ihrer Ansprache bekannte auch sie sich zu dem Trierer Theater und rief alle Anwesenden zur aktiven Unterstützung auf. Ihr Dank galt an diesem Vormittag Oberbürgermeister Leibe für sein Kommen und seine Unterstützung: ‟Ihnen liegt das Handwerk am Herzen.” Und bedankte sich bei dem OB flugs mit einem Schneidebrett.

Lange reden mochte sie nicht. Der Vormittag diene der Begegnung, dem Austausch und dem persönlichen Kennenlernen, sagte die Vorsitzende und leitete damit an die Künstler des Theaters über, die dem Empfang mit ihren Darbbietungen den passenden festlichen Rahmen gaben. (rl)

Extra

Die  ‟Unternehmerfrauen im Handwerk‟ (UFH) sind ein bundesweit zusammengeschlossenes Netz von engagierten und bildungsinteressierten Frauen aus allen Branchen des Handwerks. Die Mitglieder sind mitarbeitende Ehefrauen, Partnerinnen, Familienangehörige und Führungskräfte, aber auch selbstständige Unternehmerinnen.  Der Trierer Verband wurde 1993 ins Leben gerufen. Anfangs hatte er 25 Mitglieder, aktuell sind es 52. Ansprechpartner bei Interesse an einer Mitgliedschaft ist die Trierer Vorsitzende, Eugenie Müller. (tr)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Featured, Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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