Hat der “historische Materialismus” noch Bedeutung ?

TRIER. Zu einer Vortragsveranstaltung lädt das Museum Karl Marx Haus in seine gegenüber dem Geburtshaus befindliche Verwaltung ein. Dort spricht am Montag, 6. Mai, 19 Uhr, Professor Thomas Welskopp von der Universität Bielefeld. Sein Thema: Von Marxens “Historischem Materialismus“ zur “neuen Materialität“ in der Geschichtswissenschaft.

Wenn man nach der Aktualität der Marx’schen Theorien und Schriften für die heutige Zeit und die gegenwärtige Forschung fragt, rangiert der “Historische Materialismus“ weit hinten. Das, was man geläufig damit verbindet, gilt als Paradebeispiel eines so rigiden wie plumpen ökonomischen Determinismus. Also hat uns der Begriff heute gar nichts mehr zu sagen? Gehört er in die “Schreckenskammer“ des Theoriemuseums? Oder war Karl Marx nicht nur zeitgemäß, sondern seiner Zeit voraus?

Thomas Welskopp ist Professor für Allgemeine Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Geschichte moderner Gesellschaften an der Universität Bielefeld. Zu seinen Forschungsgebieten
zählen u. a. Arbeiter- und Industriegeschichte, Unternehmensgeschichte und die Geschichte sozialer Bewegungen.

Der Abend wird moderiert von Professor Christian Jansen von der Universität Trier. Christian Jansen lehrt dort Neuere Geschichte mit dem Schwerpunkt 19. Jahrhundert.

Um Anmeldung per E-Mail (Karl-Marx-Haus@fes.de) oder Telefon (0651 97068-0) bis zum 3. Mai wird gebeten. (tr)


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