Heilig-Rock-Tage – “Da helfe ich”

Harald Thein-Regelin ist das "Mädchen für alles". Foto: Bistum Trier

Harald Thein-Regelin ist das “Mädchen für alles”. Foto: Bistum Trier

TRIER. Ein “Mädchen für alles”. Das sei er, sagt Harald Thein-Regelin über sich selbst. Wenn Stühle am richtigen Platz stehen, Schilder den Weg weisen, der Müll geleert ist – und beim Bistumsfest alles geregelt läuft, dann war der 68-Jährige aus Trier-Ruwer mit am Werk. Thein-Regelin ist einer von 260 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bei den Heilig-Rock-Tagen in Trier. Sein Einsatzfeld: Das Organisationsteam. Seine Ausrüstung: Ein an den Gürtel geschnalltes Handy; ein Schlüssel, der die Türen zu den benötigten Ressourcen öffnet; und ein Lachen, mit dem er den Menschen begegnet.

“Es macht mir einfach Spaß”, sagt der pensionierte Polizeibeamte nüchtern. “Sonst würde ich es nicht machen.” Es reizt ihn, sich zu engagieren und dabei etwas Gutes zu tun. Letztes Jahr bei den Heilig-Rock-Tagen arbeitete er im Besucherdienst und gab Auskünfte am Infozelt. Dabei bekam er viel direktes Feedback von den Besucherinnen und Besuchern. Beim Dienst im Organisations-Team sei das anders. Doch das störe ihn nicht. Dafür habe er viel Kontakt mit den anderen Helferinnen und Helfern. “Dann kann ich fragen: Wo fehlt es? Was kann ich tun?” Und so komme er viel rum. In seinem Beruf als Polizeibeamter habe er viel mit Menschen zu tun gehabt. Und viele Begegnungen habe er hier nun auch.

Thein-Regelin hat einen Karton mit vielen bunten Bändern in der Hand. Diesen trägt er zu einem Helfer, der vor dem Fürbittenort am Domfreihof steht. Auf die Bänder können Besucherinnen und Besucher ihre Wünsche und Gebete schreiben. “Hier bitte sehr”, übergibt Thein-Regelin die Kiste und lächelt sein Gegenüber freundlich an. “Nachschub”. Ein anderes Mal ist Thein-Regelin beschäftigt, Stühle aus dem Zelt vor dem Dom in die Bischofskirche hinein zu tragen. Für den Gottesdienst der Ehejubilare haben sich viele Leute angekündigt. “Da reicht die Bestuhlung nicht aus”, erklärt er. “Da helfe ich.”

Zum Besucherdienst kam Thein-Regelin durch einen ehemaligen Kollegen. Der habe ihn für die Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 angeworben. “Doch dann habe ich mir das Bein gebrochen.” Daher konnte er nicht mitmachen. Letztes Jahr fragte der Kollege ihn wieder. “Da habe ich ‚ja’ gesagt”. Thein-Regelin kommt ursprünglich aus Stendal im heutigen Sachsen-Anhalt. Seit 1962 wohnt er in Trier. Obwohl er evangelisch ist, hilft er beim Trierer Bistumsfest. Thein-Regelins Frau ist im Pfarrgemeinderat engagiert. Daher arbeitet er auch schon mal beim Pfarrfest in Trier-Ruwer mit. “Und ab und zu gehe ich mit ihr dann auch in den katholischen Gottesdienst”, sagt Thein-Regelin und schmunzelt.

Bei den Heilig-Rock-Tagen gefällt ihm das Abendlob besonders. Und er nimmt sich, wenn es geht, gerne die Zeit dafür. Eine kleine Auszeit von seinem Engagement. Zwölf Tage am Stück ist er im Einsatz, acht bis zwölf Stunden am Tag, vom Aufbau bis zum Abbau. “Da kann ich auch mein handwerkliches Geschick einbringen”, sagt er. Thein-Regelin ist ein “Mädchen für alles” – und ein Mann der Tat.

Vom 17. bis zum 26. April lädt das Bistum Trier ein zu den “Heilig-Rock-Tagen 2015″. Weitere Informationen zum Besucherdienst gibt es beim Bereich Bistumsveranstaltungen, Heike Backes, E-Mail: bistumsveranstaltungen@bistum-trier.de, TelEFON 0651-7105-568. Weitere Informationen zum Bistumsfest unter bistum-trier.de/heilig-rock-tage. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen Hinterlasse einen Kommentar

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