Hervé Birolini gewinnt QuattroPole-Musikpreis 2019

Gruppenfoto mit allen Teilnehmern. Aufnahme: Björn Gutheil, Presseamt der Stadt Trier

TRIER. Der erste Gewinner des neu ins Leben gerufenen “QuattroPole-Musikpreis” wurde am Freitagabend in Trier bekanntgegeben: Im Anschluss an den Konzertabend zeichnete die Jury den Metzer Komponisten Hervé Birolini für die Interpretation seines musikalischen Projekts “Exartikulations” aus.

Die erstmalige Verleihung des QuattroPole-Musikpreises, dessen Träger die Städte Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier sind, ist das Ergebnis der engen Zusammenarbeit zwischen den Kulturämtern der vier Städte und der QuattroPole-Geschäftsstelle. Vorbereitet wurde die Veranstaltung seit Februar 2018 in Zusammenarbeit mit vier musikalischen Leitern, die ihr Fachwissen einbrachten und die konzeptionelle Ausrichtung des Preises mitgestalteten.

Vier Musiker aus den QuattroPole-Städten präsentierten am Freitag in der Tuchfabrik (TUFA), dem Trierer Kultur- und Kommunikationszentrum, dem Publikum ihr musikalisches Schaffen. Aus der gesamten Großregion kamen etwa 120 Besucher. Die musikalischen Projekte, die aufgrund ihres innovativen Charakters und ihrer Originalität ausgewählt wurden, boten eine große Bandbreite: vom akustischen Spaziergang über Licht- und Klanginstallationen hin zur 30 Sekunden-Oper, präsentierten die Finalisten innovative und zeitgenössische Werke, welche die hochwertige Qualität der Musikszenen in den QuattroPole-Städten zum Ausdruck brachten.

“Musik ohne Klang, Musik für die Augen”

In Anwesenheit zahlreicher Musikliebhaber aus den vier Städten eröffnete Kulturdezernent Thomas Schmitt den Konzertabend. Im Anschluss an den Auftritt der vier Musiker verkündete  Schmitt als Vorsitzender der Jury den Gewinner des QuattroPole-Musikpreises 2019. Laut seinen Worten zeichnete die Jury ein Werk aus, “das in seinem Genre einzigartig ist, das sehr viel mehr bietet als nur Musik für die Ohren, nämlich auch Musik ohne Klang, Musik für die Augen.“

Neben Hervé Birolini waren drei weitere Finalisten in der Endausscheidung: Alexander Reiff aus Trier spielte seine 30 Sekunden-Oper Pictures at an Instabition, die Luxemburgerin Catherine Kontz stellte ihren Londonder Spaziergang Fleet Footing vor und Florian Schwamborn aus Saarbrücken beschloss den Konzertabend mit seinem musikalischen Projekt Spiegelung.

54 Bewerbungen gingen ein, davon kamen 16 in die Vorauswahl. Acht Musikexperten wählten daraus die Finalist*innen und den Preisträger: Matthew Studdert-Kennedy, künstlerischer Leiter der Philharmonie Luxembourg und des Orchestre Philharmonique du Luxembourg; Yves Stephany, Verantwortlicher der Musikredaktion bei Radio 100,7 in Luxemburg; Patrick Perrin, Programmverantwortlicher für Aktuelle Musik in der Cité musicale-Metz; Cascadeur, Musiker aus Metz; Stefan Zintel, Leiter des Studios für akustische Kommunikation an der Hochschule der Bildenden Künste Saar; Gary Berger, Leiter des Studios für experimentelle und elektronische Musik an der Hochschule für Musik Saar; Falk Grieffenhagen, Mitglied der weltbekannten Gruppe KRAFTWERK; Thomas Rath und Bernd Bleffert, künstlerische Leiter des internationalen Festivals für Klangkunst OPENING in Trier. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Kultur Hinterlasse einen Kommentar

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