“Hilfe für Aleppo” – Große Unterstützung aus der Region

Das Brüderkrankenhaus unterstützt "fraternitas International e. V.".

Das Brüderkrankenhaus unterstützt “fraternitas International e. V.”.

TRIER. Mehr als 10.000 Euro für medizinische Sachmittel, die kriegsversehrten Kindern, Frauen und Männern im syrischen Aleppo zugutekommen werden – das ist die Bilanz eines Spendenaufrufs des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier. “Wir freuen uns über die enorme Hilfsbereitschaft der Menschen in der Region, die auch dadurch zum Ausdruck kommt, dass eine Vielzahl von Einzelspenden eingegangen sind”, erklärte Hausoberer Markus Leineweber.

Während durch diese Einzelspenden ein Betrag von etwa 5000 Euro zusammenkam, verdoppelte das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder die Summe um weitere 5000 Euro. Das an den Verein “fraternitas International e. V.” gespendete Geld fließt vor allem in die Anschaffung von Mitteln zur Behandlung und Versorgung von Wunden sowie Nahtmaterial, außerdem in den Kauf von Elektroden.

Im September hatte das Trierer Brüderkrankenhaus zur Unterstützung des Engagements von Professor Gerhard Trabert aufgerufen. Der Mainzer Mediziner und Sozialpädagoge, der in seiner Heimatstadt unter anderem ein Angebot zur niedrigschwelligen medizinischen Versorgung von Obdachlosen und Menschen ohne Krankenversicherung aufgebaut hat, ist seit mehreren Jahren auch in Syrien aktiv und organisiert regelmäßig Hilfskonvois dorthin.

Trabert zeigte sich wie Leineweber erfreut über die große Resonanz auf den Spendenaufruf und die Unterstützung aus Trier. Zwar sei die logistische Umsetzung seiner Hilfsaktion aufgrund der unübersichtlichen Lage im Kriegsgebiet kompliziert, doch werde er alles dafür tun, damit die Sachspenden möglichst schnell und unbeschadet die Bedürftigen vor Ort erreichen, versicherte der Mediziner, der mit einem syrischen Kontaktarzt zusammenarbeitet. “Es wird dauern, aber wir werden es irgendwie schaffen”, versprach Trabert Leineweber.

Der dankt den Spendern und erklärt, dass er mit allen Beteiligten darauf setze, dass die Hilfe rasch an ihr Ziel gelangt. “Wir haben vollstes Vertrauen in Professor Trabert und dessen Team, und wir haben großen Respekt für ihren Einsatz”, betonte der Hausobere des Trierer Brüderkrankenhauses. Zugleich erklärte Leineweber für den von ihm geleiteten Verein “fraternitas International e. V.”, dass die Spendenaktion bis auf Weiteres beendet sei. (tr)


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