“Ihre Arbeit ist für die Menschen unerlässlich!”

Prominente Gäste und Gastgeber des Notfallmedizinischen Landessymposiums im Brüderkrankenhaus Trier: Hausoberer Markus Leineweber, Chefarzt Tim Piepho, Staatssekretär Randolf Stich und Oberbürgermeister Wolfram Leibe. Foto: Brüderkrankenhaus Trier

TRIER. Als eines von fünf notfallmedizinischen Zentren in Rheinland-Pfalz ist das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier besonders gewappnet für die Behandlung von Schwerstverletzten und Schwerstkranken. Am vergangenen Samstag war das Brüderkrankenhaus Gastgeber des XIII. Notfallmedizinischen Landessymposiums Rheinland-Pfalz 2017. Die Liste der Referenten und der von ihnen behandelten Themen sowie die große Zahl an Teilnehmern machte einmal mehr die Bedeutung der Notfallmedizin deutlich.

Mehr als 3.600 Mal rückte im vergangenen Jahr das am Trierer Brüderkrankenhaus stationierte Notfalleinsatzfahrzeug aus. Nur eine Zahl die schlagartig zeigt, wie groß der Bedarf an hochqualifizierten Notfallmedizinern ist. Am Einsatzort angekommen, müssen diese binnen weniger Augenblicke lebensrettende Erstmaßnahmen einleiten und Entscheidungen treffen, die entscheidenden Einfluss auf die spätere Lebensqualität oder gar das Überleben des Patienten haben. “Wir alle wissen, dass Ihre Arbeit für das Land und seine Menschen unerlässlich ist”, erklärte Randolf Stich, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Ministerium des Inneren und für Sport, am vergangenen Samstag an die Adresse von mehr als 150 Mitarbeitern von Rettungsdiensten und Notfallmedizin sowie zahlreichen Experten aus mehreren Bundesländern.

In Vertretung des Schirmherrn, Innenminister Roger Lewentz, war Stich zum XIII. Notfallmedizinischen Landessymposiums nach Trier gekommen und hatte damit die Bedeutung der Veranstaltung unterstrichen. Diese fand in diesem Jahr wieder im Brüderkrankenhaus Trier statt, das seit 2006 eines von fünf Notfallmedizinischen Zentren in Rheinland-Pfalz ist. Die wissenschaftliche Leitung und organisatorische Vorbereitung des Symposiums lagen bei Chefarzt Tim Piepho, dem Oberarzt und Leiter des Rettungsdienstes Trier, Manfred Schiffer, sowie dem Team der Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin des Brüderkrankenhauses.

Markus Leineweber, Hausoberer des Brüderkrankenhauses, würdigte zum Auftakt des Symposiums den Einsatz der Teilnehmer: “Sie werden nicht nur als Mediziner, sondern auch als Menschen immer wieder gefordert und bei Ihren Einsätzen oft auch mit sehr schwierigen und belastenden Situationen konfrontiert. Ihrem Einsatz gilt unser Respekt!” Dem schloss sich Oberbürgermeister Wolfram Leibe an, der in seinem Grußwort auf die besondere Lage Triers einging: “Rettungsdienst und Katastrophenschutz funktionieren in unserer Region oftmals nur im Rahmen grenzüberschreitender Zusammenarbeit.”

Von einer extremen Herausforderung für den Rettungsdienst berichtete Rolf Erbe von der Berliner Feuerwehr- und Rettungsdienst-Akademie: In seinem Vortrag schilderte er die Ereignisse auf dem Berliner Breitscheid-Platz und erklärte, welche Lehren Notfallmediziner und Rettungsdienste aus den Einsätzen rund um diesen schweren Terrorakt ziehen müssten. In insgesamt neun Referaten widmeten sich Experten verschiedener Disziplinen vielfältigen Herausforderungen der Notfallmedizin.

So befasste sich Sven Kathöfer, Oberarzt der Rhythmologie des Brüderkrankenhauses, mit Maßnahmen bei schweren Herzrhythmusstörungen. Über das Verfahren der mechanischen Thrombektomie bei Schlaganfall und die Frage, bei welchen Patienten deren Einsatz erfolgversprechend ist, berichtete Maria Mörsdorf, Oberärztin und Sektionsleiterin Neuroradiologie des Zentrums für Radiologie, Neuroradiologie, Sonographie und Nuklearmedizin im Brüderkrankenhaus. In drei Themenblöcken behandelten die Experten internistische und neurologische Notfälle, befassten sich mit der notfallmedizinischen Ausbildung und Versorgung oder konzentrierten sich auf das Schwerpunktthema “Trauma”.

Es gebe großen Bedarf, sich fortzubilden, resümierte Staatssekretär Stich auch mit Blick auf die zahlreichen Teilnehmer des Symposiums und betonte: “Das dient dem ganzen Land, weil wir so das hohe Niveau der Notfallversorgung in Rheinland-Pfalz halten und noch weiter verbessern können.” (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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