In eigener Sache – Der trier-reporter

TR_InfoTRIER. Ein neues mediales Angebot ist seit heute online – der trier-reporter. Ich habe mir diesen Schritt in den vergangenen Wochen reiflich überlegt und bin dann zu der Überzeugung gekommen, dass Trier dieses Angebot braucht, weil vor allem der politische Journalismus in der Stadt aktuell vor sich hin darbt. Doch gerade dieser benötigt eine breite Öffentlichkeit, braucht ferner nicht nur Oberflächlichkeit, sondern Hintergründe, ausführliche Analysen, Kommentare und die Einordnung der reinen Nachricht in einen Gesamtkontext. Dies zu leisten, ist mein Anspruch als Herausgeber des trier-reporter. Vielfach wurde der Wunsch an mich herangetragen, ich möge meine knapp 25-jährige Berufserfahrung bei Medien in der gesamten Republik auch für und in Trier weiter publizistisch einbringen. Diesen Wünschen entspreche ich nun mit dem trier-reporter.

Der Idee folgte die Planung, später die technische Umsetzung. Ich möchte an dieser Stelle jenen danken, die in den letzten Wochen neben ihrer täglichen Arbeit an diesem Projekt mitgewirkt haben. Unser Anspruch wird es nicht sein, Tagesaktualität publizistisch und journalistisch umzusetzen. Tagesaktualität wird es auch geben, sicher, etwa bei Sitzungen des Stadtrates und anderer Gremien, oder auch dann, wenn Termine von hoher öffentlicher Relevanz dies erfordern.

Vielmehr jedoch soll hinter die Nachricht geschaut, sollen Zusammenhänge dargestellt und Einordnungen vorgenommen werden – in Analysen, Kommentaren und Interviews. Möglich also, dass der reporter über einige Tage hinweg das selbe Bild aufweist, weil hintergründige Recherchen viel Zeit in Anspruch nehmen. Dafür bitte ich jetzt schon um Verständnis.

Ein besonderes Element im reporter werden die Gastkommentare sein. Hier äußern sich Fachleute zu bestimmten politischen, gesellschaftlichen oder auch kulturellen Themen. Vorgaben meinerseits oder auch der Redaktion zum Inhalt des jeweiligen Kommentars gibt es nicht. Von daher muss die Meinung des Gastkommentators nicht zwangsläufig der Meinung des Herausgebers oder jener der Redaktion entsprechen.

Es gibt beim trier-reporter weder versteckte Geldgeber noch Gesellschafter im Hintergrund, noch gibt es eine Geschäftsführung auf der betriebswirtschaftlichen Seite – etwa analog zu einer Verlagsleitung. Es gibt auch keinen Einfluss von Werbekunden auf die redaktionelle und journalistische Arbeit. Sicher werden wir in den kommenden Wochen hier und da Werbung platzieren, um die Kosten des technischen Betriebs aufzufangen. Da der trier-reporter jedoch ein Non-Profit-Projekt ist, wird sich das dezent abspielen und in absolut überschaubaren Grenzen halten.

Selbstverständlich können Sie auch auf dem trier-reporter Ihre Meinung in einem Leserbrief/Kommentar kundtun. Dafür jedoch gilt eine besondere Regel: Sie dürfen zwar zum Schutz Ihrer Privatsphäre ein Pseudonym verwenden, müssen sich zuvor aber mit einer verwertbaren und identifizierbaren E-Mail-Adresse beim reporter anmelden. Auf diese Adresse erhalten Sie einen Link, mit dem Sie Ihren Account beim reporter freischalten können. Die E-Mail-Adresse wird selbstverständlich nicht veröffentlicht. Nach der redaktionellen Prüfung wird Ihr Leserbrief dann freigeschaltet.

Für Anregungen und Ideen, für Hinweise auf Themen, die Ihrer Meinung nach aufgegriffen werden sollten, sind wir natürlich offen und dankbar.

Eric Thielen
Herausgeber trier-reporter


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Erstellt am Autor trier reporter in Featured, Gesellschaft 2 Kommentare

2 Kommentare zu In eigener Sache – Der trier-reporter

  1. Agnes Tillmann-Steinbuß

    Klasse Konzept! Herzlichen Dank für das Angebot.

     
  2. Johannes Schölch-Mundorf

    Danke, dass sich Ihre Berichterstattung erfreulich abhebt vom “Konformitätsdruck in den Medien” (Zitat F.-W. Steinmeier): http://www.stefan-niggemeier.de/blog/19854/steinmeier-beklagt-erstaunliche-homogenitaet-und-konformitaetsdruck-in-medien/

     

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