Inklusion – Großes Interesse an Workshops

Schon Ende November war das Interesse am Thema bei der Auftaktveranstaltung im AMG groß. Foto: Gabi Böhm

Schon Ende November war das Interesse am Thema bei der Auftaktveranstaltung im AMG groß. Foto: Gabi Böhm

TRIER. Zwischen Mitte Februar und Mitte März fanden die Auftakttreffen der sechs Arbeitsgruppen zur Erstellung des Trierer Inklusionskonzepts (wir berichteten) mit insgesamt fast 180 Teilnehmern statt. Der scheidende Oberbürgermeister Klaus Jensen, der den Prozess maßgeblich initiierte, begrüßt es, dass so viele Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu einer Teilnahme bereit sind. “Inklusion ist wichtig für den Zusammenhalt der Menschen in dieser Stadt”, betont Jensen.

2006 wurde die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen unterzeichnet. Vier Jahre später stellte Rheinland-Pfalz als erstes Bundesland einen Aktionsplan vor, um die Teilhabe von gehandicapte nMenschen am gesellschaftlichen Leben und an Arbeitsprozessen voranzubringen. Ein Antrag aller Fraktionen des Trierer Stadtrats wurde im November 2014 mit dem Ziel angenommen, diesen Ansatz als kommunales Konzept umzusetzen und Handlungsfelder zu benennen.

Danach nahm Koordinatorin Uta Hemmerich-Bukowski ihre Tätigkeit auf. Es entstanden sechs Arbeitsgruppen: Erziehung/Bildung, Kultur/Freizeit/Sport, Barrierefreie Kommunikation und Information/Öffentlichkeitsarbeit, Bauen/Wohnen/Mobilität/Barrierefreiheit/Verkehr, Gesundheit/Pflege sowie Arbeit/Personalentwicklung/Interessenvertretung. In der zuerst gestarteten AG Erziehung/Bildung war das Interesse mit 50 Personen so groß, dass sie in einen schulischen und außerschulischen Bereich aufgeteilt wird. Für die weitere Arbeit wünscht sich die Koordinatorin noch zusätzliche Teilnehmer aus dem Gymnasialbereich. In der zweiten Gruppe Kultur/Freizeit/Sport sei der Tourismus noch unterrepräsentiert. Erstes Projekt ist eine Abfrage zur Barrierefreiheit von Ferienfreizeiten.

Die Stadt stellt ein Inklusions-Komzept für gehandicapte Menschen auf. Foto: Gabi Böhm

Die Stadt stellt ein Inklusions-Komzept für gehandicapte Menschen auf. Foto: Gabi Böhm

Im Bereich barrierefreie Kommunikation und Information/Öffentlichkeitsarbeit gibt es nach Einschätzung der Teilnehmer zwar gute Ansätze, aber noch zu wenig Akteure für die Umsetzung. Im Zentrum stehen Impulse für einen langfristigen gesellschaftlichen Bewusstseinswandel, um die Beteiligung von Menschen mit Behinderung zu erleichtern. Die AG Bauen/Wohnen/Mobilität/Barrierefreiheit/Verkehr verzeichnete mit 37 Teilnehmern eine sehr gute Resonanz. Sie kann teilweise auf Initiativen des Trierer Behindertenbeirats zurückgreifen, mit dem es insgesamt eine enge Kooperation gibt.

Die AG Pflege/Gesundheit will sich vor allem auf Aufklärung sowie Beratungs- und Unterstützungsangebote konzentrieren. Der Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung habe sich durchaus positiv entwickelt, Defizite sieht die zuständige AG aber noch in der Interessenvertretung. Die nächste Runde der Arbeitsgruppen startet Ende Mai. Weitere Informationen bei Uta Hemmerich-Bukowski, Telefon: 0651/718-1016, E-Mail: Uta.Hemmerich-Bukowski@trier.de. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Featured, Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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