Jugendarbeit: Regierung kürzt Mittel – Kritik des BDKJ

TRIER/BERLIN. “Jugendverbandsarbeit braucht eine stabile Förderung.“ Das fordert der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Trier anlässlich der Vorstellung des Bundeshaushaltes durch Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am 6. September im Bundestag. Gemeinsam mit dem Deutschen Bundesjugendring (DBJR), der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Jugendverbände, kritisiert der BDKJ Trier die Kürzung der Mittel für die Jugendverbandsarbeit um rund zwei Millionen Euro – trotz vorausgegangener Zusagen einer Erhöhung der Mittel.

“Zahlreiche Ehren- und Hauptamtliche stecken viel Zeit, Energie und Herzblut in die Arbeit mit und für Kinder und Jugendliche”, sagen Susanne Kiefer und Rainer Schulze, Vorsitzende des BDKJ Trier. Diese setzten sich gezielt für politische Forderungen ein und gestalten aktiv Kirche, Gesellschaft und Politik, “um stark in die Zukunft zu gehen”. Das Engagement der Ehren- und Hauptamtlichen „darf nicht durch instabile Förderungen ausgebremst werden.“

Die seit 2001 inflationsbedingten Kostensteigerung und Personalkostensteigerung durch Tariferhöhungen habe große finanzielle Auswirkungen auf die Verbände. Nach Angaben des DJBR hätten das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und alle Fraktionen im Deutschen Bundestag den Jugendverbänden im Jahr 2016 zugesagt, die Erhöhung der Fördermittel des Jahres 2016 um zwei Millionen fortzuschreiben und zu verstetigen.

Der aktuelle Bundeshaushalt gehe bei der Förderung der Jugendverbandsarbeit nun unter das Niveau von 2015, erklärt der DJBR. In der mittelfristigen Finanzplanung der Bundesregierung werde die Erhöhung der Förderung der Jugendverbände nicht ausgewiesen. Sollte die Kürzung durch die Haushaltsverhandlungen nicht abgewendet werden können, bedrohe das einige Jugendverbände in ihrer Existenz. (tr)


Drucken
Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen, inside54.de Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse einen Kommentar

* Eingabe erforderlich (Pflichtfelder). Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Die Angabe eines Klarnamens ist nicht erforderlich.