Junge Liberale für Baugebiet “Brubacher Hof”

Die JuLis sprechen sich für den “Brubacher Hof” als Baugebiet aus.

TRIER. Die Jungen Liberalen Trier/Trier-Saarburg (JuLis) sprechen sich in einem Videobeitrag für eine Ausweisung des Brubacher Hofs als Wohnbaufläche im neuen Flächennutzungsplan aus, “um so etwas gegen die steigenden Mieten in der Stadt zu tun und um Wohnraum für junge Familien zu schaffen”. Nach Ansicht der JuLis sprechen “die komplizierten Eigentumsverhältnisse, die Anbindungsproblematik über beziehungsweise unter die Bahntrasse und die daraus resultierenden massiven Mehrkosten für die Stadt gegen den Standort Langenberg”.

“In Trier brauchen wir schnellstmöglich eine Perspektive für junge Familien, die durch steigende Mieten belastet werden und kaum Flächen zum Bau eines Eigenheims finden. Dies kann realistisch gesehen nur durch die Ausweisung des Wohngebietes am Brubacher Hof schnell und wirtschaftlich angegangen werden”, betont die Kreisvorsitzende der Trierer Jungen Liberalen, Julia Hirsch.

Die Anbindung des alternativ im Gespräch befindlichen Standortes “Langenberg” zwischen Zewen und Euren sehen die Jungen Liberalen kritisch. “Die Bahntrasse muss entweder untertunnelt oder mit einer Brücke umgangen werden, die Brücke ist vom Ortsbeirat Euren nicht gewollt, ein Tunnel könnte nur unter Regie der Deutschen Bahn gebaut werden. Zudem gibt es unzählige Eigentümer von Klein- und Kleinstparzellen, mit denen eine Einigung schwierig werden wird. Alle diese Probleme sind mit hohen Kosten für die Stadt verbunden. Außerdem ist schon jetzt absehbar, dass die Umsetzung viel Zeit in Anspruch nehmen wird, in der sich die Situation in Trier weiter verschlimmern wird”, so Hirsch.

In einem Videobeitrag auf ihrer Facebookseite sprechen sich die JuLis daher nun für eine Ausweisung des Gebietes am Brubacher Hof aus und gehen dabei insbesondere auch auf die Kritiker aus dem Stadtteil Mariahof ein, die ein Verschwinden von Naherholungsgebieten befürchten. “Trier bietet auch abseits vom Brubacher Hof viel Grün und Naherholungsgebiete. Außerdem geht es größtenteils um die Bebauung von Ackerfläche. Das Naturschutzgebiet Mattheiser Wald wird nicht berührt. Daher hoffen wir, dass auch am 8. März im Stadtrat für junge Familien und im Sinne eines soliden Haushalts für den Brubacher Hof gestimmt wird”, so Hirsch. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen, Featured 6 Kommentare

6 Kommentare zu Junge Liberale für Baugebiet “Brubacher Hof”

  1. Katrin Hennen

    Liebe JUNGE Liberalen,
    bis zum heutigen Tag hat niemand von Ihnen jemals den Kontakt zu den betroffenen Mitbürgern gesucht. Ihre Gründe zur Zustimmung zum Baugebiet Brubacher Hof sind rein populistischer Natur, bestehende negative Fakten, die sowohl Verkehr, Natur als auch Anwohner und Bewirtschafter dieser Flächen, werden nicht hinterfragt. Ein Mehraufwand durch die grössere Anzahl an Grundstücksbesitzer am Langenberg und die höheren Kosten für eine Erschließung dürfen nicht dem Naturschutz( es handelt sich hier um ein FFH-Gebiet, welches nach europäischem Recht das höchste zu schützende Naturschutzgebiet darstellt!), der ungeklärten Verkehrsproblematik, der Existenzbedrohung der angesiedelten Betriebe und dem Schutz der Anwohner übergeordnet werden.
    Hinter uns stehen 6000 Gegner dieser Bebauung des Brubacher Hofs( Unterschriften, Online Petition), zahlreiche Widersprüche wurden eingereicht, der TV druckte bislang nur Leserbriefe ab, die gegen eine Bebauung sprachen. Die betroffenen Ortsbeiräte Mariahof und Heiligkreuz lehnen eine Bebauung ebenfalls ab, im Gegensatz zu den Ortsbeiräten von Euren und Zehen, die eine Bebauung des Langenbergs begrüssen würden!
    Mit diesen 6000 Unterschriften wären wir in diesem Entscheidungsfalle 3.stärkste Fraktion im Stadtrat, während die FDP mit ihren umgerechnet 946 Wählern anscheinend sehr nötig hat populistische Entscheidungen zu treffen.
    Wir laden Sie jedoch gerne ein statt Fotoshooting einmal die betroffenen Anwohner zu besuchen, und sich ein tatsächliches Bild zu machen mit ihren eigenen Augen, Fakten zu hören statt sich auf eine in unseren Augen manipulative Empfehlung mit nicht der Wahrheit entsprechenden Fakten ( es gibt bis zum heutigen Tag immer noch keine Ausgleichsflächen für die ansässigen Betriebe und keine Lösung für die Verkehrsproblematik) zu verlassen.

     
  2. Stephan Jäger

    Calimero!

     
  3. Jürgen Lehder

    Und wieder einmal schafft es eine Partei der in Trier und ganz Deutschland die Wähler ihr Vertrauen immer mehr entziehen sich durch poplistische Maßnahmen immer mehr ins politische Abseits zu begeben. Wenn sich die FDP und ihre Mitglieder einmal die Mühe gemacht hätten, sich durch die Gutachten zum FNP zu lesen, dann hätten sie sich so wohl nicht geäußert! Aber schöne Bildchen und schlaue Sprüche sind eben einfacher und man muß dabei auch nicht soviel denken.
    Die Fakten sind ganz eindeutig und sprechen alle gegen eine Bebauung auf dem Brubacher Hof!
    Die Ortsbeiräte Euren und Zewen wollen Baugebiete.
    Mir ist niemand bekannt, der für den Brubacher Hof als Baugebiet ist, außer ein paar Landbesitzern die damit viel
    Geld verdienen wollen, Politikern und einem Baudezernenten der vor zwei Jahren aus der Ferne nach Trier kam und keinerlei “Heimatgefühle” in dieser Sache hat.
    Zum Thema Verkehr wird sich nicht geäußert. Warum wohl? Ganz einfach , auch die FDP hat für dieses nicht zu lösende Problem keine Ideen!
    Wie zu lesen ist, hat auf Nachfrage von Richard Leuckefeld (Grüne) der Gutachter zur Erstellung der neuen Feuerwache auch keine Lösung für die Tausende von Fahrzeugen die zusätzlich täglich von den Höhenstadtteilen kämen. Er verweist auf das Mobilitätskonzept 2025 zur Reduzierung des Autoverkehrs.
    Da sind wir wieder soweit! Jetzt sollen wir also alle mit dem Fahhrad einkaufen fahren und in Bürokleidung bei Wind und Wetter Berg hoch und Berg runter fahren! Sehr familienfreundlich, wie von der FDP gewünscht!
    Wieviele Fahrradfahrer sieht man denn jetzt, wenn man die breit ausgebauten Radwege zu Mariahof beobachtet? Ganz Wenige!
    Mariahof ist eine Sackgasse. Selbst wenn ein neuer Supermarkt hinzukäme, ist dies trotzdem nicht als familienfreundlich zu bezeichnen!
    Wobei ich mich mit dem Begriff familienfreundlich schwer tue, denn bei einem zu erwartenden Preis von 350 € pro Quadratmeter wird dies für junge Familien nicht möglich sein.
    Das Argument der zu großen Anzahl von Grundstückseigentümern am Langenberg lasse ich so nicht gelten. Dann muß sich die Verwaltung eben der Mehrarbeit unterziehen. Was wiegt schwerer? Weniger Arbeit bei der Erschließung oder der Erhalt einer hochwertigen Natur in Stadtnähe die für viele Trierer seit Generationen als ein Sinnbild für intakte Natur und Naherholung steht.
    Das der Langenberg in einem Gutachten(welches selbst den Herren des Naturschutzbeirates der den Stadtrat berät nicht bekannt ist), als hochwertiges Naturschutzgebiet ausweist ist eine Farce.
    Außerdem hat der Bereich zwischen Euren und Zewen alles was man für ein neues Baugebiet benötgt. Eine gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur und ein breites Angebot an ÖPNV.

     
  4. Marco Berweiler

    Wenn man Pro und Contra von Langenberg und Brubacher Hof objektiv vergleicht, kann die Entscheidung eigentlich nur für Langenberg fallen, allein schon aus Verkehrsgründen.

    Es darf auch nicht darum gehen, welche Realisierung am schwierigsten und am langwierigsten ist, sondern welche auf Dauer am besten ist, zumal Langenberg ja auch um Einiges größer ist und somit auch mehr Reserve für später bietet.

    Ganz zu schweigen davon, eine sehr große Anzahl von Bürgern begründet gegen den Brubacher Hof ist, aber kaum einer gegen Langenberg. Das gleiche gilt auch für beide Ortsbeiräte.

    Laut CDU-Köhler wird “die Abstimmung in der entscheidenden Ratssitzung für unsere Mitglieder freigegeben.“ Sollte es eigentlich nicht immer so sein, dass die Mandatsträger nach ihrem eigenen Gewissen entscheiden als von oben bestimmt, lieber Herr Köhler?

    Per heute sind SPD und FDP für Brubacher Hof, UBT, Grüne und Linke aber für Langenberg – es besteht also noch berechtigte Hoffnung, dass die Entscheidung für Langenberg fällt.

    Wenn ich den Namen “Lehder” lese, fällt mir übrigens ein, dass ich mal wieder leckere Flieten essen gehen muss 🙂

     
  5. Detlef Böhm

    Ich finde es erschreckend, wie leichtfertig mit dem hohen Gut einer so schönen landwirtschaftlichen Fläche, eingebettet in ein Naturschutzgebiet umgegangen wird. Bei einer so wichtigen Entscheidung, dürfen die Argumente der schnelleren und einfacheren Umsetzung (Kosten, Eigentumsverhältnisse,schnelle Bebaubarkeit) keine ausschlaggebenden Gesichtspunkte sein. Im Vordergrund sollten vielmehr die Umweltbelastungen, die Belastungen für das Naturschutzgebiet, die Verkehrsbelastung, die Luftverschlechterung, die schlechte Verkehrsanbindung (Sackgasse) stehen. Insoweit sollten sich die Entscheidungsträger (Stadtrat) mit den alternativen Baugebiten, hier Langenberg, auseindersetzen, dann würden sie schnell feststellen, dass dieses Gebiet unter den genannten Aspekten besser geeignet ist. Zudem ist immer die Rede von Landflucht. Hier sollten Politiker mal globaler denken und nicht nur ihr Kommunal- bzw. Stadtgebiet betrachten. In den umliegenden Gemeinden von Trier gibt es viele freie Flächen, die sich zur Bebauung eignen und die auch für jüngere Fanilien noch bezahlbar sind. Aber selbst bei der Bedarfsplanung wird sich nur auf das Stadtgebiet bezogen, die Bauaktivitäten im kommunalen Umland bleiben unberücksichtigt, deshalb sind die vorgelegten Bedarfszahlen völlig an den Haaren herbeigezogen. Die Jungen Liberalen und die SPD gehen mit einem Ja für ein Baugebiet Brubacherhof leichtfertig mit der Natur um. Ein solches Handeln ist grob fahrlässig und entspricht nicht der Entscheidung des Ortsbeirates von Mariahof und nicht den durch 6000 Unterschriften gesammelten Gegenstimmen.

     
  6. Hildegard Amalia

    Liebe FDP,
    im nächsten Jahr sind Kommunalwahlen, wir werden uns daran erinnern.

     

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