Klimaschutz: Protest vor CDU-Geschäftsstelle

Disput unter heißer Sonne zum Klimaschutz. Foto: JU Trier

TRIER. Klimaaktivisten sind gestern auf Unionschristen getroffen: Die Demonstration für einen besseren Klimaschutz vor der Trierer CDU-Geschäftsstelle am Palastgarten war von einer privaten Initiative, die sich aus verschiedenen Organisationen zusammensetzt, initiiert worden. Da der Trierer Bundestagsabgeordnete Andreas Steier wegen der Berliner Sitzungswoche nicht vor Ort war, nutzte die Junge Union die Gelegenheit zum Austausch mit den Klimademonstranten.

Unter dem eigenen Aktionstitel “Wir hören zu. Deine Ideen für ein klimafreundliches Trier” sei den Demonstranten die Möglichkeit geben worden, Ideen und Forderungen an die CDU aufzuschreiben, teilt die Junge Union in einer Presseerklärung mit. In der Gesprächsrunde im Anschluss an die Demonstration hätten viele Beteiligte beider Seiten die Chance genutzt, sich intensiv auszutauschen.

Der Vorsitzende der Jungen Union Trier, Maximilian Schmitz, betont: “Es ist wie bei allen politischen Themen wichtig, nicht nur übereinander, sondern auch miteinander zu sprechen. Nur so sind wir langfristig in der Lage, gemeinsam an aktiven Lösungen zu arbeiten. Wir haben uns deshalb gefreut, dass die Beteiligten sich auf den positiven Austausch eingelassen haben.”

Neben vielen Mitgliedern der Jungen Union Trier beteiligten sich auch der Kreisvorsitzende der CDU-Trier, Max Monzel, und der Landtagsabgeordnete Arnold Schmitt an dem Gespräch mit den Teilnehmern der Klimademonstration.

In der anschließenden Gesprächsrunde sei jedoch deutlich geworden, “dass die geforderten staatlichen Verbote, die einen besseren Klimaschutz erzwingen sollen, für die Junge Union und CDU keine adäquaten Mittel sind”, schreibt die JU-Trier.

“Auch im Bereich des Klimaschutz geht es vor allem darum, pragmatische Lösungen zu finden, anstatt ideologische Denkverbote in den Vordergrund zu stellen. Oft haben globale Probleme auch lokale Ursachen. Deshalb ist es auf der einen Seite wichtig, dass wir in unserer Stadt einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz durch geeignete Maßnahmen leisten. Der Antrag auf Initiative der CDU im Stadtrat, für einen vergünstigten ÖPNV in Trier, war daher ein erster richtiger Schritt in Richtung Mobilitätswende. Auf der anderen Seite funktioniert eine effektive Klimawende jedoch nur dann, wenn alle Länder über die Grenzen Deutschlands hinaus an einem Strang ziehen”, so Schmitz.

Die Junge Union Trier hoffe, “dass es nicht nur bei dem Gespräch im Anschluss an die Demonstration bleibt, sondern als Auftakt für einen langfristigen Austausch genutzt wird, um gemeinsam an Lösungen in der Klimapolitik zu arbeiten”. (tr)


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