Kommende Termine im Stadtmuseum Simeonstift

TRIER. Am Dienstag, 21. Mai, lädt das Stadtmuseum Simeonstift um 19 Uhr ein zu einer Kuratorenführung mit Ralf Schmitt durch die Sonderausstellung “Um angemessene Kleidung wird gebeten. Mode für besondere Anlässe von 1770 bis heute”.

Was soll man bloß anziehen? Mit einer neuen Sonderausstellung widmet sich das Stadtmuseum einem Thema, das bis heute aktuell ist: Anhand historischer Kleidungsstücke von 1770 bis heute zeichnet die Ausstellung nach, wie sich Dresscodes und die Idee von “angemessener Kleidung“ über die Jahrhunderte verändert haben. Von Taufkleidchen bis Trauermode spannen die Exponate den Bogen durch ein ganzes Leben und veranschaulichen die Kleiderordnungen, die zu verschiedenen Zeiten herrschten. Neben Kleidern berühmter Designer wir Dior oder Oestergaard wird auch Arbeits- und Notkleidung gezeigt – etwa ein Brautkleid aus Fallschirmseide. Kurator Ralf Schmitt führt am Dienstag, 21. Mai, 19 Uhr, erstmalig durch die Ausstellung, der Eintritt beträgt € 6,- (Studierende: Eintritt frei).

Am Donnerstag, 23. Mai, steht um 16 Uhr ein Stadtrundgang auf den Spuren der Festungsanlagen mit Rainer Thelen auf dem Programm.
In der Neuzeit war die Stadt Trier als Zankapfel zahlreicher Großmächte nicht nur hart umkämpft, sondern auch dementsprechend aufwendig befestigt. Aufgrund des großen öffentlichen Interesses an der Kabinettausstellung “Trier – Eine Festungsstadt?“ (noch zu sehen bis 26. Mai) bietet Rainer Thelen, ehemaliger Mitarbeiter des Amtes für Denkmalpflege und Festungsexperte, einen Stadtrundgang vom Martinskloster bis zur Bastion in der Südallee an und zeigt, was heute noch von den historischen Befestigungsanlagen zu sehen ist. Treffpunkt ist um 16 Uhr vor dem Heuschreck-Haus am Katharinenufer 13 (Eingang zum Schießgraben), der Eintritt ist frei.

Abermals um Textilien geht es am Sonntag, 26. Mai, um 11.30 Uhr. Diana Weis (Berlin) referiert dann im Stadtmuseum über “Moderebellen. Mit Anlässen brechen”. Die Geschichte der Kleiderordnungen ist auch eine Geschichte von Verweigerung und Rebellion: Von dem Bürgerschreck der “Halbstarken“ in den 50er-Jahren bis zu den zerrissenen Jeans, die mittlerweile zum guten Ton gehören. Die Berliner Autorin und Dozentin für Modetheorie Diana Weis (u.a. “Die Zeit“) beleuchtet in einem Vortrag im Stadtmuseum die Geschichte(n) dieser Moderebellen. Wie wurde und wird mit Dresscodes gebrochen? Wie und warum werden manche Verstöße wiederum zum Trend? Der Vortrag mit zahlreichen Bildbeispielen am Sonntag, 26. Mai, beginnt um 11.30 Uhr, der Eintritt beträgt € 6,-. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen Hinterlasse einen Kommentar

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