Kunst und Genuss in der Förderung vereint

Sie freuen sich auf den Erfolg: Stiftungsvorsitzender Andreas Ammer, Künstlerin Lydia Oermann und Verkaufsleiter Alexander Jelen von den Bischöflichen Weingütern. Foto: Rolf Lorig

TRIER. Das kommende Karl Marx-Jahr wird reich an Ereignissen und Erlebnissen sein. Ein Erlebnis, das mit einem besonderen Genuss verbunden ist, kann schon heute erworben werden: Der Kulturriesling, ausgestattet mit einem Künstleretikett von Lydia Oermann. Das Besondere daran: Das Motiv des Etiketts ist identisch mit der diesjährigen 50 Euro-Kulturaktie der Kulturstiftung Trier. Der Wein ist ein feinherber Riesling und stammt aus den Lagen des ehemaligen Stiftungsweingutes Friedrich Wilhelm Gymnasium GbR, das heute im Besitz der Bischöflichen Weingüter ist.

Bärbel Schulte, Vorstandsmitglied der Kulturstiftung, zeigte sich nach der Verkostung sicher: ‟Im nächsten Jahr wird der ausverkauft sein.” Alexander Jelen, Marketing- und Vertriebsleiter der Bischöflichen Weingüter Trier, wird das gefreut haben. Nach seiner Information liegen 5000 Flaschen dieses Weins zur Etikettierung bereit: ‟Wir haben nicht viel von diesem Wein zur Verfügung‟, fasste er bei der Vorstellung das eigentliche Problem zusammen. Und verriet mit einem Lächeln, dass bereits eine Bestellung für die ersten 400 Flaschen vorliege.

Für die Trierer Kulturstiftung ist der Kulturwein ein wichtiges Instrument, fließt doch aus dem Verkauf jeder Flasche ein Euro an die Stiftung. Und macht gleichzeitig auf ein weiteres Instrument aufmerksam: Die von der Auflage her limitierte Trierer Kulturaktie, die für 50 und für 100 Euro erworben werden kann. Mit dem erzielten Geld fördert die Stiftung zum einen Vorhaben von gemeinnützigen Initiativen und Trägern, über den KinderKulturFond aber auch das Thema Kultur bei Kindern.

Der aktuelle Kulturriesling stammt aus Weinen von der Saar, ist mit einem Alkoholgehalt von 10,5% vol. und einem Restzucker von 18,6 Gramm/Liter leicht und fruchtig. Den Geschmack charakterisierte Alexander Jelen so: ‟Aromen von Aprikosen und sonnenrotem Apfel, die am Gaumen mit einer herrlich erfrischenden Mineralität spielen.” Sehr gut passt der auf Schiefer gewachsene Wein seiner Ansicht nach zu hellen Fleischgerichten, Fisch- und Meeresfrucht-Speisen, aber auch zu Pasta und Salaten sowie zur asiatischen Küche. Was wiederum die Besucher des Karl Marx-Jahres aus Asien freuen wird…

Die Trierer Künstlerin Lydia Oermann, die heute in Köln lebt, freut sich über die Umwandlung ihres Kunstwerkes zum Künstleretikett. Sie hat in einem aufwendigen Siebdruckverfahren die 250 erhältlichen Kulturaktien selbst von Hand auf hochwertiges Büttenpapier gedruckt und jedes Unikat signiert. Die Hälfte der Kulturaktien war laut Auskunft von Hiltrud Zock, Beauftragte der Kulturstiftung Trier, bereits im ersten Monat verkauft.

Vorstandsvorsitzender Andreas Ammer dankte sowohl der Künstlerin wie auch den Bischöflichen Weingütern für ihr Engagement: ‟Wenn wir mit dem Erlös aus diesem Kulturwein nun noch mehr Kultur in Trier fördern und auch noch mehr Projekte kultureller Bildung für Kinder finanzieren können, dann haben wir alle gemeinsam eine Menge zur Lebensqualität in dieser schönen Stadt beigetragen.” (rl)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Gesellschaft 1 Kommentar

Kommentar zu Kunst und Genuss in der Förderung vereint

  1. Helmut Schwickerath

    Na wunderbar! Jetzt haben die Trierer es endlich geschafft, dem Karl Marx das Rot zu entziehen und sowohl ihn als auch den Flascheninhalt in AfD-Blau erstrahlen zu lassen.
    Glückwunsch!

     

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