Land startet Digital-Dialog mit Bürgern und Experten

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD).

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD).

MAINZ/TRIER. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat unter dem Titel “Rheinland-Pfalz digital. Wir vernetzen Land und Leute” ein Dialog-Papier vorgelegt und dafür ein breites Verfahren gestartet. Gleichzeitig stellte die Ministerpräsidentin den neuen Landesrat für digitale Entwicklung und Kultur vor. Ziel der Landesregierung ist es, so gemeinsam mit Bürgern und Experten die Digitalisierung in Rheinland-Pfalz fortzuentwickeln. “Wir wollen mit Hilfe der Digitalisierung das Leben der Menschen besser machen und unser Land in eine gute Zukunft führen”, betonte Malu Dreyer.

Die Digitalisierung spiele in fast allen Bereichen des Lebens sowie von Arbeit und Wirtschaft eine Rolle, unterstrich die Ministerpräsidentin. “Sie verändert unsere Art zu leben, jetzt und in der Zukunft.” Die Landesregierung habe bisher viel erreicht, unter anderem das Digitalisierungskabinett eingerichtet, und mache nun den nächsten Schritt. “Wir starten den Digital-Dialog und laden Bürgerinnen und Bürger sowie Experten ein, sich mit ihren Wünschen, Ideen und Anregungen einzubringen”, so Dreyer weiter. “Wir vernetzen Land und Leute. Wir wollen Rheinland-Pfalz gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Experten, Verbänden, Gewerkschaften und der Wissenschaft zu einem Musterland der digitalen Vernetzung machen.”

Dazu gehörten zeitgemäße Kommunikationsformen und die Offenheit gegenüber den Anliegen, Ideen und Impulsen der Bürger und Bürgerinnen. Dazu dienen die Online-Plattform unter digital.rlp.de sowie Veranstaltungen aller Ressorts. Konkrete Fragen sind zum Beispiel: Wie können ländliche Regionen mit Hilfe der Digitalisierung attraktiv bleiben? Welche neuen Beschäftigungsformen entstehen und was wünschen wir uns für die Arbeit der Zukunft? Wie muss sich der Jugendmedienschutz weiterentwickeln?

“Unser Ziel ist, die Digitalisierung aktiv zu gestalten. Sie ist für uns niemals Selbstzweck. Sie soll das Leben der Menschen besser machen und unser Land in eine gute Zukunft führen“, unterstrich Dreyer am Dienstag in Mainz. Durch sie entstünden neue Chancen, um allen Bürgerinnen und Bürgern Teilhabe zu ermöglichen, die Wirtschaft zu stärken, den demografischen Wandel zu gestalten und die Verwaltung zu modernisieren. Neue Formen der Bildung und Wissenschaft würden möglich. “Bildung, Arbeit, Wirtschaft, Umwelt-, Verbraucher-, Daten- und Jugendschutz: diese und viele weitere Themen wollen wir im Rahmen der Erstellung der Digitalstrategie debattieren”, so die Ministerpräsidentin. “So wie jedes Land Straßen, Schienen oder Brücken braucht, erfordert es dabei auch eine gute Breitbandversorgung, um dieser Entwicklung gerecht zu werden. Rheinland-Pfalz ist ländlich geprägt und als Land mit einer starken Industrie und vielen kleinen und mittleren Unternehmen besonders darauf angewiesen.“

In der Staatskanzlei werde ein neuer Landesrat für digitale Entwicklung und Kultur die Landesregierung beraten, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Ihm gehören zukünftig an:
♦ die Unternehmerin Valentina Kerst,
♦ die Start Up- und Blog-Expertin Sarah Kübler,
♦ Prof. Dr. Linda Breitlauch, Inhaberin des Games- und 3D-Lehrstuhls an der Hochschule Trier,
♦ Prof. Dr. Peter Liggesmeyer, Leiter des Fraunhofer Instituts für Experimentelles Software Engineering,
♦ Mirko Drotschmann, Youtube- und Medienkompetenz-Experte,
♦ Julia Kasper, Gründerin und Geschäftsführerin im Bereich “Digitales Handwerk”,
♦ Prof. Dr. Leonhard Dobusch, Experte für Organisation und Bildung
♦ der Unternehmer und Netzaktivist Nico Lumma
♦ Julia Probst, Social Media Managerin und Online-Aktivistin

Der Digital-Dialog startet im Oktober 2016 und wird Mitte 2017 enden. Die für Medien und Digitales zuständige Staatssekretärin Heike Raab koordiniert die Aktivitäten. Danach werden die Ergebnisse aus allen Bereichen für die Digitalstrategie ausgewertet, die 2018 vorgestellt werden wird. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in inside54.de, Politik Hinterlasse einen Kommentar

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