Letztjähriges Auftaktkonzert am Karfreitag bei SWR2

Der SR zeichnete das von Professor Ralf Otto geleitete Konzert in der ehemaligen Abteikirche St. Maximin auf. Foto: Rolf Lorig

TRIER. Eine in jeder Hinsicht besondere Aufnahme der Matthäus-Passion hat der Südwestrundfunk am Karfreitag in sein Feiertagsprogramm aufgenommen. Ausgestrahlt wird auf SWR2 um 14.05 Uhr das Eröffnungskonzert des letztjährigen Mosel Musikfestivals vom 13. Juli in der ehemaligen Abteikirche St. Maximin in Trier, in dem das Ausnahmewerk in der Fassung des jungen Felix Mendelssohn Bartholdy erklang.

Die von Johann Sebastian Bach komponierte Matthäus Passion geriet nach seinem Tod im Jahr 1750 in Vergessenheit, bis der gerade einmal 20-jährige Komponist Felix Mendelssohn Bartholdy sie wiederentdeckte. Mit seiner überarbeiteten, gekürzten Version läutete er mit der Wiederaufführung 1829 die Bach-Renaissance ein.

Diese gekürzte, bearbeitete und teilweise neuinstrumentierte Fassung von Mendelssohn, die vom Leiden und Sterben Christi nach dem Evangelium von Matthäus erzählt, bildete in der ehemaligen Abteikirche St. Maximin den außergewöhnlichen Auftakt zum letztjährigen Mosel Musikfestival, dem ersten in der 33-jährigen Geschichte des Mosel Musikfestivals unter neuer Intendanz . Dirigiert von Professor Ralf Otto sang der renommierte Mainzer Bachchor in Begleitung der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken Kaiserslautern sowie namhafter Solisten.

Für Intendant Tobias Scharfenberger eine klare Programmempfehlung und die perfekte Möglichkeit das hochgelobte Eröffnungskonzert des letztjährigen Mosel Musikfestivals wieder zu erleben: “Wir hatten die Matthäus-Passion als Eröffnungskonzert angesetzt. Eine Passion, nein, die Passionsvertonung schlechthin, im Hochsommer? Das sorgte zunächst für einige Irritationen. Hintergrund war der 19.Jahrhundert-Schwerpunkt des Festivals im vergangenen Jahr und damit die Frage, was waren musikalische Ereignisse damals, die Musikgeschichte geschrieben haben? Mendelssohns Wiederentdeckung der Matthäus-Passion hat die musikalische Welt nachhaltig verändert. In der mustergültigen Interpretation von Prof. Ralf Otto und seinen musikalischen Partnern bewahrheitete sich ganz schnell, was Rezensent Martin Möller in der Besprechung des Eröffnungskonzertes schrieb: ‘Die Matthäuspassion ist mehr als ein Kirchenstück: Eine Musik für jeden Ort und für alle Zeiten.“ (tr)


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