‟Maut baut für Trier Hürden auf‟

Ein letzter, wenn auch hilfloser Protest: OB Wolfram Leibe (rechts) hier mit Presseamtschef Hans-Günther Lanfer. Foto: Rolf Lorig

TRIER. Bis zuletzt hatte Oberbürgermeister Wolfram Leibe gehofft, dass es bei der geplanten Einführung der Maut für die grenznahen Städte und Gemeinden eine Ausnahmeregelung geben wird. Nachdem nun auch der Bundesrat der in der vergangenen Woche der Einführung der Maut uneingeschränkt zugestimmt hat, bleibt dem Trierer Oberbürgermeister nur der Versuch der Schadensbegrenzung: ‟Eine der ersten Aufgabe des neuen Beigeordneten Thomas Schmitt wird nach Amtsantritt sein, entsprechende Gespräche mit dem Einzelhandel zu führen, wo man sich auch schon Gedanken über die Situation macht‟, sagte der Leibe am Montag bei der 20. Pressekonferenz nach einer Stadtvorstandssitzung.

Der OB macht aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. Er verwies darauf, dass es nicht viele Einzelhandelsstandorte an den europäischen Grenzen gebe, die künftig bei Einführung der Maut derart stark benachteiligt würden. Den Trierer Einzelhandelsumsatz bezifferte der OB auf etwa eine Milliarde Euro. Der Anteil der Luxemburger und Franzosen daran sei nicht einfach zu beziffern. Bei hochpreisigen Konsumgütern liege der Wert bei etwa 90 Prozent, ansonsten etwa zwischen 20 und 30 Prozent. Mit der Einführung der Maut baue die Bundesregierung unnötige Hürden auf, die einen negativen psychologischen Effekt nach sich ziehen würden, so der Oberbürgermeister. (rl)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Die Reporter-Meldungen, Featured Hinterlasse einen Kommentar

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