Merian original, Merian digital

TRIER. Seit 2016 wird in der Universitätsbibliothek Trier eine komplette Zusammenstellung der berühmten Merian-Topographien verwahrt – ein Meilenstein in der Geschichte der Erdbeschreibung, in dem Mitte des 17. Jahrhunderts alle nennenswerten Ortschaften, Städte und Burgen Zentraleuropas ausführlich beschrieben und in über 2000 Kupferstichen im Bild wiedergegeben wurden. Eine Ausstellung zeigt nun besonders schöne Beispiele aus diesem kostbaren Werk und dokumentiert zugleich ein neues Merian-Digitalisierungsprojekt der Bibliothek. Unter dem Titel “Merians Topographien: Original – Faksimile – Digitalisat. Alte Texte und alte Karten in neuen Verwendungszusammenhängen” ist die Schau vom 28. August bis zum 30. Oktober 2017 in der Unibibliothek Trier zu sehen.

Bei den nach Trier gelangten Originalen handelt es sich um eine Dauerleihgabe der Heinrich-und-Anny Nolte-Stiftung in Essen. Sie wurden der Universitätsbibliothek anvertraut, da diese schon länger über Kompetenzen in der Bearbeitung geographiegeschichtlicher Quellen verfügt. Die von der Bibliothek durchgeführte Neudigitalisierung und Tiefenerschließung des Rheinland-Pfalz-bezogenen Bandes (Erzbistümer Mainz, Trier und Köln) soll nun eine komfortablere und effizientere Suche in dem hochinteressanten Material ermöglichen – durch eine Verlinkung der historischen Ortsbezeichnungen mit den heutigen und durch eine höhere Bildauflösung als sonst üblich.

Neben den Originalen, Faksimileausgaben und der Dokumentation der Neudigitalisierung zeigt die Ausstellung weitere Werke von und zu Merian und dessen weitverzweigter Familie aus dem Bestand der Universitätsbibliothek.

Eine Finissage findet am Mittwoch, 18. Oktober, 18.15 Uhr in der Bibliothekszentrale statt. (tr)


Drucken
Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse einen Kommentar

* Eingabe erforderlich (Pflichtfelder). Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Die Angabe eines Klarnamens ist nicht erforderlich.