Mit intelligenter Technik mehr Komfort erhalten

Vorstand Arndt Müller (links) mit Vertriebsleiter Dirk Heckmann und Abteilungsleiter Michael Zepp (von links) Foto: Rolf Lorig

TRIER. Dirk Heckmann ist der neue Vertriebsleiter der Stadtwerke Trier. Vorstand Arndt Müller stellte den 52-jährigen Diplom-Ingenieur bei einer Pressekonferenz vor. Ebenfalls neu im Amt ist der 53-jährige Michael Zepp. Der Elektromeister ist zwar schon seit 1999 im Vertrieb der SWT, verantwortet hier aber erst seit September 2018 den Bereich Privat- und Gewerbekunden mit 24 Mitarbeitern.

Von Rolf Lorig

Folgt man den Ausführungen von Vorstand Arndt Müller, wartet in der kommenden Zeit viel Arbeit auf den Vertrieb. Stellvertretend benannte der SWT-Chef den nun anlaufenden Einbau von intelligenter Zählertechnologie (Smart Meter) sowie den Bau von weiteren neuronalen Netzen und den fortführenden Ausbau des WLAN-Netzes. “Eine gute Grundlage, um Koppelprodukte aufzubauen und diese mit den damit verbundenen Vorteilen den Kunden näherzubringen.” Man merkt Arndt Müller bei seinen einführenden Worten die Erleichterung darüber an, dass die Führungsposition im Vertrieb seit dem 1. Januar wieder geregelt ist. Der letzte Stelleninhaber hatte im vergangenen Jahr schon nach kurzer Zeit die SWT aus privaten Gründen wieder verlassen.

Das hat der gebürtige Aachener Dirk Heckmann, der zuletzt bei den Stadtwerken Bonn im Vertrieb tätig war, nach eigener Aussage nicht vor. Mit seinem 40-köpfigen Team hat er sich für die nächste Zeit eine Menge vorgenommen. Dazu gehört auch die Energiewende, “ein Begriff, den vermutlich kaum noch jemand hören kann.” Die Tatsache jedoch, dass Schüler für den Klimaschutz auf die Straße gingen, zeige, wie wichtig es sei, dieses Thema wieder stärker in den Fokus zu bringen, sagt Heckmann. Beim klassischen Strom-, Gas- und Energiegeschäft setzt Heckmann darum auf Kopplungseffekte und hat sich auch die Entwicklung von neuen Dienstleistungen auf die Fahne geschrieben.

“Wir führen damit einen Prozess fort, der bei den SWT schon vor einigen Jahren begonnen hat: den Übergang vom Lieferanten zum Dienstleister.” Für die Kunden bedeute das durch die Kopplung von vorgehaltener Infrastruktur und den damit verbundenen Produkten einen echten Mehrwert. Dazu zähle auch die Mobilitätswende hin zur Elektromobilität. An dieser Stelle kündigte Heckmann schon mal den “2. Tag der Elektromobilität” an, den die SWT am 11. Mai von 10 bis 18 Uhr auf dem Viehmarkt ausrichten werden.

Mit moderner Technologie Vereinfachungen des Lebens erreichen

Auch die Digitalisierung will Heckmann weiter vorantreiben. Neben Smart Meter sollen weitere digitale Systeme durch Kopplungen dem Kunden Nutzen bringen. “So wird zum Beispiel die Elektromobilität an Bedingungen gekoppelt, die sich innerhalb eines Haushaltes ergeben. Wir streben mit moderner Technologie Vereinfachungen des Lebens und Sicherheitsaspekte an sowie insgesamt um einen Komfortgewinn.”

Vom 28. Januar an starten die SWT ein neues Serviceangebot für Privatkunden, die Stadtteil-Tour. Und die beginnt nach den Ausführungen von Michael Zepp im Gebiet Weismark/Feyen und soll in den kommenden Monaten in alle Stadtteile führen. Zusätzlich werde man bei den anstehenden regionalen Messen der Region vertreten sein. In Feyen sei das Team zum einen im Pfarrheim St. Valerius zu finden sowie im Seminarraum der Sanus-Apotheke im Geschäftszentrum Castelnau. “Bei dieser Tour stehen wir den Bürgern zu allen Fragen rund um die Energieversorgung Rede und Antwort und wollen so aktiv in den Dialog eintreten.”

Den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos wollen die SWT in den kommenden zwei, drei Jahren weiter vorantreiben. “In Trier haben wir aus meiner Sicht mittlerweile ein sehr gutes Angebot”, stellt SWT-Chef Arndt Müller fest. Zum einen wolle man die Kunden bei der Anbringung von eigenen Ladestationen unterstützen, zum anderen habe man aber auch die Gruppe der Laternenparker im Blick, die über keine eigenen Garagen oder Stellplätze verfügen. Hier sollen künftig die neuen LED-Straßenbeleuchtungen eine wichtige zusätzliche Rolle übernehmen: “Die Leuchten sind alle so vorbereitet, dass im Bedarfsfall mit einem minimalen Aufwand eine Ladestation angehängt werden kann”, sagt Müller dazu.

Das Kundenzentrum in der Ostallee wird auch nach dem für die kommenden Jahre geplanten Umzug der technischen Abteilungen in den Gewerbe- und Technologiepark an der gewohnten Stelle bleiben, teilt Arndt Müller mit. “Die Verwaltung und der Vertrieb haben auch künftig aus Gründen der Kundennähe in der Ostallee hren Sitz.” Über die Vermarktung der dann freiwerdenden Technik-Flächen mag der SWT-Chef derzeit noch nichts sagen: “Wir stecken da noch in Überlegungen.”

Die Datenpanne

Die Werbung für den Römerstrom-Sondertarif, die zahlreiche Kunden der SWT zu Beginn des Jahres erhalten hatten, beschäftigt auch weiterhin das Unternehmen. Kunden hatten hierbei den Eindruck, dass ihre Stromverträge ohne ihr Zutun umgestellt worden waren. “Es war ein Stück weit ein kleines Dilemma, das uns dort passiert ist”, räumt Vertriebschef Heckmann ein. Zunächst müsse man sich dafür entschuldigen. “Da haben sich Daten verschoben, was nicht hätte passieren dürfen.”

Mit den betroffenen Kunden sei man im Gespräch. Doch es gebe da noch ein weiteres Problem, das nicht zu verstehen sei: “Rund zwei Prozent der Kunden, die angeschrieben wurden, haben die Briefe nie erhalten.” Seltsamerweise habe man auch keine Post-Rückläufe bekommen, “sonst wären wir schon wesentlich früher aktiv geworden”. Erst über die sozialen Medien sei man auf das Problem aufmerksam geworden. Nachforschungen der Post sollen nun klären, wo die nicht erhaltenen Briefe geblieben sind. “Im Moment wissen wir es definitiv nicht.” (-flo-)


Drucken
Erstellt am Autor Rolf Lorig in Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse einen Kommentar

* Eingabe erforderlich (Pflichtfelder). Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Die Angabe eines Klarnamens ist nicht erforderlich.