Neue integrative Kindertagesstätte für Kürenz

Mit vereinten Kräften durchtrennen die Kinder der integrativen Kindertageseinrichtung Petrisberg in Trägerschaft der Lebenshilfe Trier zusammen mit den “Offiziellen” das Band am Eingang. Fotos: Rolf Lorig

TRIER. Nach rund 14 Monaten Bauzeit wurde am heutigen Dienstag, 16. April, die Integrative Kindertagesstätte Petrisberg offiziell vorgestellt und dem Träger der Einrichtung, Lebenshilfe Trier e.V., übergeben. Etliche Gratulanten waren dazu auf den Petrisberg gekommen, darunter Bürgermeisterin Elvira Garbes und Baudezernent Andreas Ludwig.

Bislang waren die Kinder der Integrativen Kindertagesstätte in der genau gegenüber liegenden früheren französischen Schule untergebracht. “Bei einem meiner ersten Besuche dort musste ich feststellen, dass wir mit unserer Heizenergie den halben Petrisberg beheizt haben”, erinnerte sich Lebenshilfe-Vorstand Wolfgang Enderle schmunzelnd bei der Begrüßung der Gäste. Nun, das gehört wohl der Vergangenheit an. Stolz konnte egp-Chef David Becker, dessen Gesellschaft für den Bau verantwortlich zeichnet, darauf hinweisen, dass das moderne Gebäude, das selbstverständlich auch heizungstechnisch den neuesten Standards entspricht, sogar vor der Zeit fertiggestellt werden konnte. Denn der Wunsch habe “Sommer 2019” gelautet. Dass die Kinder nun nach Ostern einziehen können, erfüllte nicht nur Becker mit Freude.

Auch Bürgermeisterin Elvira Garbes, zugleich Sozialdezernentin, brachte ihre Freude über die Punktlandung zum Ausdruck. Die hellen und großzügigen Räume empfand sie als wohltuend für die Kinder und die Menschen, die hier arbeiten: Erzieher, Ergotherapeuten und Logopäden. Garbes: “Hier wird Integration gelebt, hier steht sie nicht bloß auf dem Papier.” Künftig werden in dder Kita 39 Kinder ohne und 15 Kinder mit Beeinträchtigung betreut, in der Krippe sind nach den Worten der Dezernentin drei Plätze für den integrativen Bedarf reserviert.

Geschenke zum Einzug: Ortsvorsteher Bernd Michels (Mitte) hat das Haustürschild anlässlich der Umbenennung des Straßenbereiches mitgebracht, egp-Chef David Becker (links)einen symbolischen Scheck über 500 Euro. Über beide Geschenke freut sich Lebenshilfe-Vorstand Wolfgang Enderle

“Die Stadt ist stolz auf die egp”

Zu den Gratulanten gehörte ebenfalls Baudezernent Andreas Ludwig. Einweihungen seien des Baudezernten liebste Termine, verkündete er schmunzelnd und richtete seinen Dank stellvertretend an David Becker. Die Stadt sei stolz auf die egp, die im Stadtgebiet schon viele tolle Projekte realisiert habe. Dass dies auch hier im Burgunderviertel geschehen werde, davon könne man sich am Beispiel dieser Kindertagesstätte überzeugen. In diesem Zusammenhang ging Ludwig auf die Bürgerbeteiligung ein, die für den 7. Mai vorgesehen ist und bei der die Überlegungen für die kommende Bebauung des Burgunderviertels vorgestellt werden sollen.

Gespannt auf diese Veranstaltung ist auch Ortsvorsteher Bernd Michels. Für ihn steht fest, dass man schon in wenigen Jahren dieses frühere französische Wohngebiet nicht wiedererkennen werde. Damit habe sich auch der Ortsbeirat auseinandergesetzt und beschlossen, zur besseren Orientierung in diesem Straßenbereich einer erste Namensänderung herbeizuführen. Dieser Stich der Louis-Pasteur-Straße solle künftig “Beim Turm Luxemburg” heißen. Und die Kita trage hier die Hausnummer 1. Nach dem Einzug der Kinder in das neue Gebäude sollen nach den Worten des Ortsvorstehers die auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegenden alten Gebäude der Kindertagesstätte abgerissen werden. Auf diesem frei werdenden Areal beabsichtige ein Bauträger fünf  Wohngebäude mit insgesamt 81 Wohneinheiten zu errichten. In absehbarer Zeit würden im gesamten Burgunderviertel etw 1000 Menschen ein neue Zuhause finden. Michels: “Kürenz ist auf dem besten Weg, der größte Stadtteil zu werden.” Das lasse sich auch an der Zahl der Kindertagesstätten festmachen, von denen es in Kürenz vier gäbe: “Kein Luxus, sondern wegen des Wachstums eine Notwendigkeit.”

Ein schmucker Bau, in dem sich über 50 Kinder wohlfühlen werden

Lob für Ausführung und Termintreue

Lobende Worte an die Adresse der egp hatte ebenfalls Lebenshilfe-Vorstand Wolfgang Enderle mitgebracht. Er zeigte sich sehr zufrieden sowohl mit der Ausführung wie auch der Termintreue, richtete seinen Dank aber auch an die beteiligten Ämter der Stadt Trier sowie an alle am Bau beteiligten Firmen und Einrichtungen.

Die Kita hat Platz für ca. 45 Kinder plus einer Krippengruppe für etwa acht Kinder. Das Grundstück betet mit seiner Fläche von über 2.200 m2 genügend Raum, der auch dem Bewegungsdrang der Kinder mit großzügigen Spiel- und Grünflächen gerecht wird. Das Gebäude selbst hat eine Gesamtfläche von 850 m2. Im Eingangsbereich befindte sich unter anderem der Krippenraum sowie die Frischküche sowie ein Mehrzweckraum für bis zu 120 Besucher. Im Gartengeschoss befinden sich drei Kindergartengruppenräume einschließlich den dazu gehörenden Neben- und Sanitärräumen mit kleinen Pantryküchen sowie einem großen zentralen Spielflur. Beheizt wird die Kita mithilfe einer Luftwärmepumpe und einzelraumgeregelter Fußbodenheizung. Die Gruppenräume sind mit einer dezentralen Lüftungsanlage mit integrierter Wärmerückgewinnung ausgestattet.

Der Bau der Kita kostete 2.700.000 Euro ohne Grundstück. (-flo-)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Allgemein, Featured, Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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