Ökumenischer Jugendkreuzweg zur Marienburg

Auf dem Jugendkreuzweg bei Bullay. Foto: Bistum Trier

Auf dem Jugendkreuzweg bei Bullay. Foto: Bistum Trier

BULLAY/TRIER. Jeder bewegt sich in seinem Tempo, mal schneller, mal langsamer. Manche reden über Gott und die Welt, andere nutzen die Zeit im Stillen. Zuerst geht es an einem Sportplatz vorbei, direkt an der Mosel. Dann über eine Eisenbahnbrücke und nun nur noch steil bergauf. Es ist ungemütlich, keine Sonnenstrahlen sind am Himmel zu sehen, aber es regnet auch nicht. Das Holzkreuz darf heute nicht fehlen – auf ihm sind die Namen der Jugendlichen verewigt, die in den letzten Jahren mitgegangen sind. Dieses Jahr kommen nochmal sieben dazu, nämlich die der Teilnehmer des Startpunktes Bullay beim Ökumenischen Jugendkreuzweg am 27. März.

Jedes Jahr kommen am Freitag vor Palmsonntag bis zu 200 Jugendliche aus den Gemeinden rund um die Marienburg zum Ökumenischen Jugendkreuzweg, in diesem Jahr unter dem Motto “Im Fokus: Das Kreuz”. Seit 57 Jahren findet der auf dem Katholikentag begründete Kreuzweg statt und verband als “Gebetsbrücke” zunächst Ost- und Westdeutschland. Seit 1972 ist er ökumenisch ausgerichtet und gehört mit jährlich über 60.000 Teilnehmenden zu den größten ökumenischen Jugendaktionen. Träger sind die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej).

Los geht es für die sieben Jugendlichen an der Kirche St. Maria Magdalena in Bullay. Fast alle sind zum ersten Mal dabei. “Der Kreuzweg ist eine besondere Form eines Gottesdienstes. Die Menschen tragen ihr Kreuz wie Jesus”, erklärt Bernd Berenz, Gemeindereferent im Dekanat Cochem. Bei einem Kreuzweg erinnere man sich zudem daran, dass Jesus Christus das Kreuz für die Menschen getragen habe. Rosa (16) aus Bullay findet “die Tatsache, dass Jesus vorgegangen ist und wir das nochmal machen”, wichtig. Die Kreuzwegstationen Jesu werden mit den aktuellen Situationen und Fragen der Jugendlichen verbunden. Für die vier Stationen gibt es ein Begleitheft mit Liedern und Gebeten. Auf einer Karte, die die Teilnehmer am Ende des ersten Teiles erhalten, steht geschrieben: Auch in meinem Leben gibt es Schatten, denen ich nicht ausweichen kann. “Ich habe mir Gedanken gemacht über die Schule und Freunde, über jemanden, der auch Schattenseiten hat”, berichtet der 15-jährige Oliver aus Alf.

Bei der zweiten Station am Ehrenfriedhof in Pünderich wird es plötzlich lauter, eine Gruppe von über 30 Jugendlichen kommt hinzu. In der Gemeinschaft gehen sie den Weg weiter. Im Dunkeln kommen am Sattel der Marienburg zur dritten Station alle Gruppen aus Zell, Bullay, Briedel und Reiler Hals zusammen und gehen die letzten Minuten bis zur Kirche der Jugend gemeinsam. Den Jugendlichen gefällt es, sie würden den Kreuzweg wieder gehen. Philipp (14) aus Bullay war mit der Ministrantenwallfahrt in Rom und schätzt die Erlebnisse in dieser Gemeinschaft. “Ich mag es, mit und für Gott so etwas zu machen.”

Weitere Informationen zum Ökumenischen Jugendkreuzweg gibt es bei der FachstellePlus für Kinder- und Jugendpastoral Marienburg, Telefon 06542-901353, E-Mail: fachstellejugendplus.marienburg@bistum-trier.de. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen Hinterlasse einen Kommentar

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