Zufriedene Mitarbeiter sichern den Fachkräftebestand

TRIER. 250.000 Stellen sind im Handwerk nach einer Einschätzung des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks deutschlandweit unbesetzt. Angesichts dieses Fachkräftemangels ist es umso wichtiger, Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. Wirtschaftspsychologen der Universität Trier haben hierzu ein praxistaugliches Instrument entwickelt, das die Zufriedenheit von Mitarbeitern ermittelt. Derzeit läuft in Betrieben aller Mehr

Wo Kunst und Handwerk Hand in Hand gehen

TRIER. Großer Bahnhof im Stadtmuseum Simeonstift: Am Freitagabend wurden hier unter starker Beteiligung der Öffentlichkeit der Staatspreis und der Förderpreis für das Kunsthandwerk Rheinland-Pfalz 2019 sowie der Preis des Handwerks 2019 verliehen. Diese Veranstaltung findet alle drei Jahre statt, kommt wegen der vier Standorte der Handwerkskammern in Rheinland-Pfalz aber Mehr

Mehr Klimaschutz war das Anliegen der Jugend

TRIER. "Friday for Future" – unter diesem Motto gab es am heutigen Freitag weltweit 1700 Kundgebungen und Schülerstreiks für den Klimaschutz, alleine in Deutschland waren rund 200 angekündigt. Auch in Trier versammelten sich auf dem Domfreihof mehrere Hundert Schüler und Studierende. Sie zogen über den Hauptmarkt, die Brot- und Mehr

Der mühsame Umbau des Bistums hat begonnen

TRIER. Die Kirche im Bistum Trier stellt sich neu auf: Zum 1. Januar 2020 werden 15 von insgesamt 35 Pfarreien der Zukunft (PdZ) an den Start gehen. In den neu gegründeten Räumen wird es auch eine veränderte Gremienstruktur geben. Darüber haben am 12. März Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg, Mehr

Von Facebook in die Tufa: Willi Nachdenklich

TRIER. Für viele Facebooker gehört die Seite von Willi Nachdenklich - "Nachdenkliche Sprüche mit Bilder" zu den täglichen Kolumnen. Hinter der  Kunstfigur steckt ein 34-jähriger Großhandelskaufmann aus Amberg in der Oberpfalz, der die kitschigen Bilder mit Sinnsprüchen, die zahlreich im Internet  kursieren, parodiert, indem er die Rechtschreib- und Grammatikfehler Mehr

Trierer CDU segnet Schwarz-Grün ab

"Wir wollen keine Leuchttürme versprechen", sagt CDU-Fraktions-Chef Dr. Ulrich Dempfle über das schwarz-grüne Bündnis.

“Wir wollen keine Leuchttürme versprechen”, sagt CDU-Fraktions-Chef Dr. Ulrich Dempfle über das schwarz-grüne Bündnis.

TRIER. Auf einer gemeinsamen Sitzung haben Kreisvorstand und Stadtratsfraktion der Trierer CDU sowie die Ortsvorsteher und Stadtbezirksvorsitzenden der Partei am Donnerstagabend der künftigen Zusammenarbeit mit den Grünen im Trierer Stadtrat zugestimmt. Der Beschluss, der nach reporter-Informationen allerdings nicht einstimmig zustande kam, sei “nach ausführlicher Diskussion gefallen”, heißt es in einer Presseerklärung der Trierer Union. Demnach soll das Bündnispapier von CDU und Grünen “die Grundlage der zukünftigen Zusammenarbeit im Trierer Stadtrat” bilden. “Schwarz-Grün ist eine Zusammenarbeit, die zu Trier passt. Mehr noch als dies in den Parteien vielleicht schon bewusst ist, haben die gemeinsamen Gespräche gezeigt, dass die Schnittmengen zum Beispiel bei den Themen Ökonomie, Ökologie sowie Bürger- und Stadtteilbeteiligung viel größer sind, als immer noch oft behauptet wird”, erklärte Parteichef Bernhard Kaster im Anschluss an die Sitzung. Mehr

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Der Gastkommentar – Politik als Posse

So ist es. Foto: bpb

So ist es. Foto: bpb

Von Rüdiger Rauls

Die Wahlgänge der letzten Monate, die Personalentscheidungen in der Stadtverwaltung und besonders die Art und Weise des Zustandekommens der schwarz-grünen “Koalition” rufen bei vielen Beobachtern des politischen Lebens in Trier nicht nur Kopfschütteln hervor, sondern auch Abscheu. Viele fühlen sich bestätigt in ihrer Ablehnung der Parteienpolitik. Immer stärker entsteht der Eindruck, dass bei all diesen Entscheidungen das Interesse der Stadt auf dem Altar der Machtpolitik der Parteien geopfert wurde. Mehr

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“Die CDU hat sich zu sicher gefühlt”

"Die Trierer CDU hat Fehler gemacht", sagt der Politikwissenschaftler Professor Oscar W. Gabriel.

“Die Trierer CDU hat Fehler gemacht”, sagt der Politikwissenschaftler Professor Oscar W. Gabriel.

TRIER. Über Jahrzehnte hinweg bestimmte die CDU die Politik in Trier. Bis zu Klaus Jensen stellte die Union ferner seit 1946 alle Oberbürgermeister der Stadt. Nun wird mit Wolfram Leibe als Nachfolger von Jensen erneut ein Sozialdemokrat am Augustinerhof regieren. Die ehemals erfolgsverwöhnte Trierer Union steckt in einer Sinnkrise. Zwar konnte die CDU bei der Kommunalwahl im Mai leicht zulegen, fuhr unter Parteichef Bernhard Kaster aber dennoch ihr zweitschlechtestes Ergebnis in der Nachkriegsgeschichte ein. Am 12. Oktober verlor die von den Christdemokraten nominierte Kandidatin Hiltrud Zock zudem die OB-Stichwahl gegen den SPD-Kandidaten Leibe. Parteichef Kaster kündigte daraufhin seinen Rückzug zum 14. März an. Das von ihm eingeleitete Bündnis mit den Grünen im Trierer Stadtrat stößt in der Partei hingegen nach wie vor auf Widerstand. Im Interview mit dem reporter spricht der Politikwissenschaftler Professor Dr. Oscar W. Gabriel über die Fehler der CDU im OB-Wahlkampf und nennt aus seiner Sicht Gründe für die Niederlage Zocks. Der gebürtige Dauner Gabriel, CDU-Mitglied und bis 2012 Professor an der Universität Stuttgart, wohnt in Trier, beobachtet, verfolgt und analysiert die hiesigen Kommunalpolitik seit geraumer Zeit. Er sagt auch: Auf den geänderten Politikstil hätten die Parteien bisher nicht ausreichend reagiert. Gabriel ist aber strikt gegen die Einführung der Wahlpflicht, um die Beteiligung an Wahlen zu steigern. “Auch die Nicht-Wahl ist ein demokratisches Recht”, erklärt der Politologe. Mit Gabriel sprach Eric Thielen Mehr

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Die unendliche Geschichte

"Null Toleranz gegenüber den Tätern", sagte Triers Bischof Dr. Stephan Ackermann am Montag auf der Pressekonferenz.

“Null Toleranz gegenüber den Tätern”, sagte Triers Bischof Dr. Stephan Ackermann am Montag auf der Pressekonferenz nach fünf Jahren der Aufarbeitung.

TRIER. Enden wird es nie. Das soll und darf es auch nicht. Nicht nur der Fall des ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy zeigt: Pädophilie und sexueller Kindesmissbrauch in den unterschiedlichsten Formen sind gesellschaftliche Phänomene. Die Grünen beginnen gerade erst, die pädophilen Auswüchse ihrer Ur-Generation aufzuarbeiten. Verteidigt, gelogen, beschönigt und vertuscht wird auch hier. Vieles soll, manches darf einfach nicht wahr sein. In der katholischen Kirche erlangt der Missbrauch hingegen eine ganz andere Dimension: Er trifft sie ins Mark, weil er ihrem ureigensten Selbstverständnis zuwider läuft. Auch wenn die negative Qualität der Verbrechen hier wie dort die gleiche ist: Ein Priester, der sich an Kindern und Jugendlichen vergeht, versündigt sich nach Auffassung der Kirche an höherem Recht, unabhängig davon, ob er dem Arm der irdischen Justiz entgangen ist oder nicht. Missbrauch in kirchlichen Institutionen gab es zu allen Zeiten. Doch erst seit fünf Jahren läuft die ehrliche Beschäftigung mit dem Thema. Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann, Missbrauchsbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz, hat jetzt eine erste Bilanz gezogen. Ackermanns Kernthese: Aufarbeitung und Prävention sind ein nicht endender Prozess. Mehr

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+++Live-Ticker+++ Andreas Ludwig (CDU) neuer Baudezernent

Der Christdemokrat Andreas Ludwig wird - wie erwartet - neuer Baudezernent von Trier.

Der Christdemokrat Andreas Ludwig wird – wie erwartet – neuer Baudezernent von Trier.

TRIER. Der Christdemokrat Andreas Ludwig wird – wie erwartet – neuer Baudezernent von Trier und damit Nachfolger von Simone Kaes-Torchiani (CDU). Ludwig erhielt in der geheimen Wahl 29 Stimmen, fünf Ratsmitglieder votierten für Kaes-Torchiani, 20 enthielten sich der Stimme. Der ehemalige Oberbürgermeister von Bad Kreuznach tritt sein Amt am 1. Mai an. In einer ersten Reaktion sagte der Christdemokrat gegenüber dem reporter, er sei erleichtert, dass die Wahl so glatt abgelaufen sei. Aus Eisenach, wo Ludwig derzeit noch als Baudezernent arbeitet, scheide er mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Der kurze Abend im Live-Ticker zum Nachlesen… Mehr

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Der Kommentar – Strategen an der Macht

Grüne Architekten im schwarzen Haus: Reiner Marz und Corinna Rüffer. Fotos: Grüne

Grüne Architekten im schwarzen Haus: Reiner Marz und Corinna Rüffer. Fotos: Grüne

TRIER. Punktlandung ohne Totalschaden: Die Grünen sind am Ziel, die CDU ist am Ziel. Beide werden sich nun für eine lange – oder auch nur kurze – Zeit zusammenraufen. Weil sie müssen, weil sie wollen. Trier bekommt sein erstes schwarz-grünes Bündnis im Stadtrat. In der inzwischen nahezu diktatorisch geführten Trierer Union bestimmen die Granden ohnehin von oben herab, was gemacht wird. Die Partei bin ich, basta! Bernhard Kasters Credo – traditionalistisch im Sinne des großen Vor-Vorgängers Christoph Böhr. Ganz so weit sind die grünen Vordenker um Reiner Marz und Corinna Rüffer noch nicht. Sie hatten zumindest den Anstand, ihre Mitglieder mitreden zu lassen. Ein klein wenig Show für das Publikum, für die Medien und zur Beruhigung des eigenen, vielleicht sogar schlechten Gewissens. Denn ausgemacht war die Sache längst – in den Hinterzimmern und in konspirativen Sitzungen. Die Gegner hätten sich am Samstag auf den Kopf stellen, mit den Füßen wackeln und den Ohren schlackern können. Auch das wäre vergeblich gewesen. Nun wächst also zusammen, was in Trier vielleicht sogar wirklich zusammengehört: Machthunger hier, Machthunger dort. Die neue Opposition aber kann unbesorgt sein. Jenes Papier, auf das CDU und Grüne sich einigten, ist kaum mehr als ein Potemkinsches Dorf, hübsch anzusehen, nett verpackt, dabei inhaltsleer wie Omas Plätzchendose nach den Weihnachtstagen. Ein paar Worthülsen in Druckerschwärze, elastisch wie das Gummiseil beim Hüpfburgen-Spiel der Kinder, dehnbar und formbar wie Knetmasse. Was hinten herauskommt, weiß keiner. Wahrscheinlich nicht mehr als heiße Luft. Ein Kommentar von Eric Thielen Mehr

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+++Live-Ticker+++ Bündnis-Parteitag der Grünen

Ja oder nein? Die Grünen stimmen heute über das Bündnis mit der CDU ab.

CDU und Grüne gehen in ein Bündnis. Der Sonderparteitag der Grünen segnete das Papier ab.

TRIER. Die Trierer Grünen haben am heutigen Samstag auf ihrem Sonderparteitag das zwischen den Verhandlungskommissionen von CDU und Grünen ausgearbeitete Bündnispapier mit großer Mehrheit absegnet. Damit kommt es zur ersten festen schwarz-grünen Zusammenarbeit im Trierer Stadtrat. 28 Mitglieder votierten für das Papier, 13 waren dagegen, ein Mitglied enthielt sich der Stimme. In der über vierstündigen Sitzung tauschten Gegner wie Befürworter ihre Argumente aus − teils emotional, teils sachlich. Der Antrag des Grünen-Urgesteins Horst Steffny auf Vertagung und Nachverhandlungen mit der Union scheiterte hingegen. Bereits am Sonntag, spätestens jedoch am Montag wollen CDU und Grüne ihre Beratungen im Hinblick auf die Verabschiedung des städtischen Haushaltes fortsetzen. Am Montag steht zudem die Wahl des neuen Baudezernenten an. CDU und Grüne setzen auf Andreas Ludwig (CDU). Die Kandidatin von SPD, FWG und FDP, Claudia Baumgartner, zog ihre Kandidatur am Samstag hingegen überraschend zurück. Hier der Tag zum Nachlesen im Live-TickerMehr

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Bündnis von CDU und Grünen – Das Bündnis-Papier

Das Bündnispapier von CDU und Grünen.

Das Bündnispapier von CDU und Grünen.

TRIER. Am morgigen Samstag entscheiden die Grünen auf ihrem Sonderparteitag im Wasberger Hof (Beginn 14 Uhr) über das erste schwarz-grüne Bündnis in der Geschichte Triers. Dem reporter liegt die ausgearbeitete Fassung des Bündnispapieres bereits vor: 20 Seiten stark, in 15 Abschnitte gegliedert – von der Präambel bis zum Thema “Energie”. Die CDU sieht die Zusammenarbeit mit den Grünen vornehmlich als Testlauf im Blick auf eine mögliche schwarz-grüne Koalition auf Landesebene für die Zeit nach der Landtagswahl 2016 an. Die Grünen schützen mit dem Bündnis in erster Linie ihre Bürgermeisterin Angelika Birk, die seit 2010 im Amt ist. Bei einer Zusammenarbeit zwischen CDU und SPD hätte Birk die Abwahl gedroht, zumal FWG und FDP signalisiert hatten, für die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit zu sorgen. Mehr

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