“Porta Nigra trägt Botschaft der Offenheit in die Welt”

TRIER. “Die Porta Nigra, das rund 2.000 Jahre alte römische Stadttor in Trier, ist heute ein offenes Tor. Man kann sie durchschreiten. Diese Botschaft der Offenheit trägt die Porta Nigra auf der neuen Sondermünze 30 Millionen Mal in die Welt. Das ist uns gerade in der heutigen Zeit wichtig”, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Übergabe der neuen Zwei-Euro-Münze heute in Berlin. “Die Porta Nigra passt als Bauwerk sehr gut zum Euro. Ihre Geschichte mit mehreren An- und Umbauten ist geprägt von unterschiedlichen Völkern und Epochen. Sie ist ebenso ein Gemeinschaftswerk wie der Euro. Deshalb ist die Porta Nigra eine glänzende Wahl”, sagte die Ministerpräsidentin. Auch Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe nahm an der Übergabe teil.

Dreyer erhielt heute im Bundeskanzleramt das erste Münzset mit dem vom Künstler Frantisek Chochola gestalteten Geldstück. Zuvor war die Ministerpräsidentin in ihrer Eigenschaft als neue Bundesratspräsidentin bei Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Antrittsbesuch. Sie schilderte der Bundeskanzlerin und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble die Geschichte der Porta Nigra und erläuterte: “Die Porta, wie die Trierer sagen, ist das deutschlandweit am besten erhaltene römische Stadttor. Natürlich gibt es im Land viele kulturelle Stätten, die es verdient hätten, auf unserer Münze zu erscheinen. Weil aber Trier im Dreiländereck Deutschland, Luxemburg, Frankreich am Ursprung der Europäischen Union liegt, schaut die Porta Nigra nach Europa und passt damit zum Euro, der gemeinsamen europäischen Währung.”

Seit 2006 gibt das Bundesfinanzministerium jährlich eine Münze mit einem Wahrzeichen oder einem Bauwerk aus einem Bundesland heraus. Im Jahr der rheinland-pfälzischen Bundesratspräsidentschaft wurde die UNESCO-Weltkulturerbestätte Porta Nigra ausgewählt. Die Münze ist ab sofort im Umlauf. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen 17 Kommentare

17 Kommentare zu “Porta Nigra trägt Botschaft der Offenheit in die Welt”

  1. Michael Frisch

    Natürlich, Frau Dreyer, Stadttore waren immer schon ein Zeichen für Weltoffenheit. Sie wurden errichtet, um feindliche oder unerwünschte Personen willkommen zu heißen und sie anschließend in die Stadt zu begleiten. Deshalb gab es in der Regel auch keine Schutzgräben, Holztore, Eisengitter oder Wachen. Sie standen einfach immer offen – so wie die deutschen Grenzen zur Zeit.
    Es ist unfassbar, was heute alles an Unfug erdichtet wird, um den Menschen die Ideologie von “Weltoffenheit und Buntheit” schmackhaft zu machen. Da muss selbst ein wehrhaftes Stadttor, das dem Schutz der Bürger dienen sollte, als Beleg für eine verfehlte Politik herhalten…

     
    • Max

      Herr Frisch, im Artikel steht doch “heute” –
      “Die Porta Nigra, das rund 2.000 Jahre alte römische Stadttor in Trier, ist heute ein offenes Tor. Man kann sie durchschreiten. Diese Botschaft der Offenheit trägt die Porta Nigra auf der neuen Sondermünze 30 Millionen Mal in die Welt. Das ist uns gerade in der heutigen Zeit wichtig”.
      Möchten Sie die geprägte Porta Nigra lieber auf einer DM (West) oder einer römischen Sesterze sehen? Die Wirklichkeit 2017 heißt zum Glück geeintes Europa!
      Welch’ schöne Werbung für unsere Stadt, die neue Euro-Sondermünze!

      Herr Frisch, hier eine Frage aus Max Frischs Fragebogen:
      “Wenn Sie die Macht hätten zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, würden Sie es befehlen gegen den Widerspruch der Mehrheit? Ja oder Nein?”

       
      • Jan Altman

        Like!

         
    • Spekulatius

      Gerade die Porta Nigra hatte nie Tore, weil sie nie fertiggestellt wurde. Nur mal so zur Info. Wer sich auf Geschichtliches beruft, sollte die Faktenlage auch im Detail ergründen. Fakten? Geh mir weg mit Fakten. Total überbewertet, dieses Faktengedöns!

       
      • Rainer Landele

        habe ich ja noch nie von gehört. verwechseln sie da nicht das tor mit den kaiserthermen? hätten sie bitte eine quelle? ich lerne gerne dazu…

         
        • Tassilo Mueller

          Die Sandstein-Blöcke, an denen Bohrungen für die Tor-Scharniere sichtbar sind, haben noch unbehauene/überstehende Oberflächen an den geplanten Drehachsen. In dem Zustand kann kein Tor eingebaut worden sein.

          Quelle: Stadtführung

           
          • Jens Attenberger

            Fallgatter auf der Landseite werden aber als durchaus möglich angesehen.

        • Spekulatius

          Wie von Tassilo bereits richtig angemerkt, stehen die Quader der Toröffnungen in der Bosse, was einen Einbau der Tore unmöglich machte.

          Quelle: Zum Beispiel https://de.wikipedia.org/wiki/Porta_Nigra#Erbauung – oder ich selbst, ich hab’ nämlich auch mal Stadtführungen gemacht 🙂 Ist aber schon eine ganze Weile her.

          Ob die Bauarbeiten wegen anrückender Feinde – im übrigen keine “auswärtigen” Feinde, sondern Truppen eines gallischen Gegenkaisers – abgebrochen wurden, oder ob der unfertige Zustand beabsichtigt war, ist bis dato noch nicht vollständig geklärt.

           
          • Rainer Landele

            danke für die infos! wieder was über trier gelernt: nix wirklich fertig zu kriegen, war schon vor 1800 jahren ein problem der stadt. na, da passe ich gut rein. 🙂

  2. Mücke

    Ja, Herr Frisch zeigt nicht nur hier, dass er im Gestern stehen geblieben ist. Es kommen tausende Holländer, Franzosen, Belgier, Amerikaner etc. nach Trier, um “uns Pochta” anzuschauen (und nebenbei ordentlich Geld dazulassen). Die Kelten muss sie schon länger nicht mehr abwehren. Insofern ist gerade ihre Eigenschaft als Touristenmagnet ein Zeichen insbesondere für das Zusammenrücken Europas und für unsere von Frieden bestimmte Zeit.

     
  3. Wahre Treverer

    Ach Herr Frisch, klar sind Tore dafür da jemand reinzulassen, sonst hätte die Stadtmauer ja keine Tore! 😉 Und wenn Sie sich ein wenig in Geschichte auskennen würden, dann wüssten Sie, dass die Römer sehr tolerant waren gegenüber den besetzten Ländern (Religionsausübung, globaler Handel, Austausch von Kultur usw.)Schade, dass Ihr Haus ein “Tor” hat! 😉 Ich will nicht wissen, was für ein verbohrtes, zugemauertes und verbrettertes Bild der Welt Sie Ihren Schülern vermitteln, nein Weltoffenheit und Vielfalt, das überfordert Sie! Bildlich gesprochen, sollte man Sie mal vor das Stadttor setzen und dann schnell wieder das Tor zumachen! 😉 Ohne ein paar “Fremde” aus einer offenen Welt, die uns befreit und unterstützt haben, wären Sie heute kein Lehrer und dürften Ihre altbackene 50er-Jahre-Meinung überhaupt nicht äußern! Ach die armen Schüler! Ja Fakten, Herr Frisch, was ist das, will nicht wissen, was für “Fakten” Sie im Unterricht verbreiten! Sie stammen wahrscheinlich indirekt auch von einem Italiener ab (Römer)!

     
  4. Wahre Treverer

    Ach noch was, Sie sind doch sonst so stolz auf alles “nationale”, “lokale”, “heimische” und jetzt machen Sie unsere Pochta mies, anstatt sich darüber zu freuen und stolz zu sein, dass Sie auf dem Zwei-Euro-Stück ist? Was sind Sie denn für ein “Lokalpatriot”, schämen Sie sich! Ach ja freuen, das ist zu bunt für Sie, stimmt ja! Selbst unsere Pochta benutzen Sie für Ihre üble Hetze! Im Matheunterricht benutzen Sie bestimm nur die 4, die 8 oder die 0, die sind geschlossen, da kann nix rein! 😉 Und nochmal, wenn man nicht weltoffen ist, also rein oder raus will, braucht man Öffnungen, Tore, Türen. Und von wegen “Ideologie von “Weltoffenheit und Buntheit”, das ist keine Ideologie, das ist ein Lebensgefühl, dass Sie in Ihrem Leben wohl leider nie kennen lerne werden! Fahren Sie eigentlich in Urlaub, auch mal außerhalb des “Reiches”?

     
  5. Wahre Treverer

    sorry vertippt: “Und nochmal, wenn man nicht weltoffen ist, also rein oder raus will, braucht man Öffnungen, Tore, Türen.” sollte heißen: “Und nochmal, wenn man weltoffen ist, also rein oder raus will, braucht man Öffnungen, Tore, Türen.”

     
  6. Gymnasiallehrer?

    Eine Frage: Laut Ihrem Lebenslauf sind Sie Vorsitzender des Regionalverband Trier der Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA). Ich zitiere von der Internetseite “In der Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) haben sich – unabhängig von politischer oder religiöser Anschauung – Menschen zusammengeschlossen, die für das uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen, ob geboren, ungeboren, behindert, krank oder alt, eintreten.” https://www.alfa-ev.de/
    Wie passt das jetzt zusammen zu Ihrer Xenophobie?
    Und noch eine Frage: Auf der Internetseite des Landtages steht als Beruf “Gymnasiallehrer”!? Sie Sind aber doch an der Berufsschule Trier? “Frisch ist Lehrer für die Schulfächer Mathematik und katholische Religion an der berufsbildenden Schule für Ernährung, Hauswirtschaft und Soziales in Trier.” http://www.swr.de/landesschau-rp/unsere-gesichter-der-wahl-2016-michael-frisch-afd/-/id=122144/did=17036656/nid=122144/1k10q0t/index.html

     
  7. Parteitor

    Na für Herrn Höcke scheint Ihre Partei jetzt wohl doch ein “StadtTörchen” gefunden zu haben, wo sie ihn nicht willkommen heißen und ihn anschließend aus der Partei begleiten können! ;-)Guter Wahlkampftrick! Sozusagen ein Bauernopfer, damit die AfD doch noch ein wenig demokratisch erscheint! Für wie dumm hält die AfD die Bürger?!

     
    • Stephan Jäger

      Interessant, wie lange es bei manchen Leuten dauert, bis sie merken, dass sie nur noch mit sich selbst reden.

       
  8. Er fehlte

    Interessant, zu beobachten, dass manche Leute immer Recht und das letzte Wort haben müssen! 3..2..1…jetzt Sie! 😉

     

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