Power Jazz Trierer Art

Auch die Bachband ist im Brunnenhof dabei. Foto: Band

Auch die Bachband ist im Brunnenhof dabei. Foto: Band

TRIER. Der Jazz liebt die Variation und Kombination. Dixieland Jazz, Acid Jazz, Latin Jazz, Free Jazz, Cool Jazz oder Pop Jazz – kaum eine Musikrichtung, mit der sich der Jazz nicht schon einmal verschmolzen hat, um sie gehörig durchzuwirbeln. Aber Power Jazz? Das ist neu. Mit dieser Überschrift beschreibt die neunköpfige Trierer Band NilsWills, was sie tut – und zwar ziemlich genau. Gemeinsam mit dem Benedikt Schweigstill-Quintett und der Bachband spielen NilsWills am legendären Regionalabend der Jazz im Brunnenhof-Reihe am Donnerstag, 14. Juli.

Zum Beispiel “Ain’t no sunshine”. Unter der Federführung von Saxophonist, Jazz Club-Chef und Namensgeber Nils Thoma wird aus dem anfänglich verträumten, fast melancholischen Stück eine energiegeladene Jazzimprovisation, die die Trompete von Helmut Becker und die Stimme von Petra Bungert vorantreibt, ohne am Ende das Sehnsuchtsvolle des Stückes zu verlieren. Und spätestens, wer “Gone Under” des amerikanischen Jazzkollektivs Snarky Puppy in der Interpretation von NilsWills gehört hat, weiß, zu was Power Jazz fähig ist.

Und auch wenn NilsWills mit Power Jazz ihren ganz eigenen Slogan gefunden haben, könnte die Bachband durchaus fragen, ob sie ihn sich für einen Abend ausleihen dürfte. Nicht nur, dass sich beide Bands Helmut “Daisy” Becker an der Trompete teilen, seine Kompositionen und die von Bandgründer Ralf Bach kommen genauso kraftvoll daher. Viel hat sich in den vergangenen 20 Jahren im Repertoire der Band geändert: Bebop- und Hardbop-Elemente finden sich ebenso wie Bezüge zur Musik des 20. Jahrhunderts. Doch weil die Arrangements stets den Bezug zum klassischen Jazz-Idiom behalten, wird die Musik nie beliebig, sondern lediglich eines: unglaublich abwechslungsreich.

Und das kann man auch vom Benedikt Schweigstill-Quintett sagen. In unterschiedlichsten Formationen hat der Pianist Benedikt Schweigstill bereits gespielt und sich in der Trierer Jazz-Szene einen Namen gemacht. Gemeinsam mit seinen vier Bandmitgliedern präsentiert der Pianist eigene Kompositionen, die ihre Spannung und ihre Kraft aus dem intensiven Spiel, ihrem Austausch mit Posaune und Saxophon, aber auch ihrer unglaublichen Improvisationslust gewinnen.

Die Tickets zu allen Konzerten sind ab sofort an allen Ticket Regional-Vorverkaufsstellen und über www.ticket-regional.de erhältlich. Sie kosten – ebenso wie an der Abendkasse – zehn Euro. Alle Konzerte beginnen um 20 Uhr im Brunnenhof. Mit dem DiMiDo-Ticket haben Studierende mit gültigem Studentenausweis ab 20 Minuten vor Konzertbeginn freien Eintritt. Nur bei ausverkauften Abenden entfällt dieser Anspruch.

Beim Highlightkonzert der Billy Cobham Band kosten die Karten 19 (VVK) bzw. 23 Euro (AK). Studierende erhalten im Rahmen des DiMiDo-Kultursemestertickets auch an der Abendkasse den ermäßigten Preis von 19 Euro. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen, Featured Hinterlasse einen Kommentar

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