Rote Hände überall!

Die 7a mit Schulleiter Mario Zeck und Klassenlehrerin Edda Olk-Schmitt. Foto: Sinan Narin

TRIER. Die Klasse 7a des bischöflichen Angela-Merici-Gymnasiums hat mit ihrer Klassenlehrerin Edda Olk-Schmitt beschlossen, sich wie viele andere Schulen für den Red Hand Day zu engagieren, der seit 2003 traditionell am 12. Februar stattfindet. Gewürdigt wird damit der Jahrestag des Zusatzprotokolls der UN-Kinderrechtskonvention (12. Februar 2002), mit dem der Einsatz von Kindern in Kriegen verboten wurde.

Die Klasse 7a hat sich im Unterricht mit dem Thema und dem Leid der auch heute noch rund 250.000 Kindersoldaten weltweit spielerisch sowie in Bildern und Texten auseinandergesetzt. Viele der Kinder werden zum Kriegseinsatz gezwungen oder verführt und finden schwer traumatisiert oft nicht mehr in ein normales Leben zurück. Sie sind also gleichzeitig Opfer wie Täter. Die 40 Prozent Mädchen unter ihnen werden oft zusätzlich auch noch sexuell missbraucht. Kritisiert werden vor diesem Hintergrund auch deutsche Waffenexporte, wie auch die Tatsache, dass unter 18-Jährige in der Bundeswehr zu Soldaten ausgebildet werden dürfen.

Am 4., 5. und 7. Februar 2019 mobilisierten die Siebtklässlerinnen jeweils in der großen Pause jede Menge Mitschülerinnen und Lehrkräfte dazu, sich mit ihrem eigenen Handabdruck gegen den Missbrauch von Kindern im Krieg auszusprechen. So sind insgesamt 294 Handabdrücke als Zeichen gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten entstanden.

Die gesammelten Handabdrücke werden von der Lokalen Agenda 21, welche den Tag in Trier organisiert, am Mittwoch, 13. Februar, an Oberbürgermeister Wolfram Leibe übergeben. (tr)


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