Rückkehr der bunten Dickhäuter

Joachim Becker bringt zusammen mit Kulturdezernent Thomas Egger, Mitarbeitern von Steil Kranarbeiten und Tochter Laura "Melting Elephant" in die richtige Position.

Joachim Becker bringt zusammen mit Kulturdezernent Thomas Egger, Mitarbeitern von Steil Kranarbeiten und Tochter Laura “Melting Elephant” in die richtige Position.

TRIER. Sie sind wieder da – zumindest zwei von ursprünglich 95 Elefanten, die 2013 die Innenstädte von Trier und Luxemburg bei der “Elephant Parade” zu künstlerischen Trampelpfaden verwandelt hatten. “Sehr traurig” sei er damals von dannen gezogen, als er bei der abschließenden Auktion keines der 40 trierischen Exemplare habe für die Stadt ersteigern können, gab Kulturdezernent Thomas Egger am gestrigen Nachmittag zu. Doch dank der großzügigen Dauerleihgabe eines glücklicheren Bieters und der mühevollen Arbeit der Waldorfschule Trier haben es nun doch zwei Dickhäuter zurück ins Stadtbild geschafft.

Nein, eine Fanfare war um 14.49 Uhr nicht zu hören, als der erste kunterbunte Rüsselträger vorsichtig am Anfang der Christophstraße abgesetzt wurde. Dabei hatte er seine Trompete ja selbst dabei. Zufriedene Gesichter waren dennoch überall zu sehen. Zunächst bei Kulturdezernent Thomas Egger, der froh war, die für die Stadt so positiv verlaufene Elefantenparade “nachhaltig im Stadtbild zu implementieren”. Dann aber auch bei Nele Sottmann, die zusammen mit Karin Kaltenkirchen die Elephant-Expo Trier/Luxemburg GmbH gegründet hatte, um die Parade nach Trier und Luxemburg zu holen. “Mein großer Dank gilt auch den Schülerinnen und Schüler der elften Klasse der Waldorfschule Trier”, betonte sie. Denn weil “Zaïna”, die 2013 die Besucher am Ende der Palaststraße verzaubert hatte, verkauft worden war, gestalteten diese – erneut unterstützt von Unternehmer Wolfgang Scholtes, dessen Fliesen- und Sanitärfirma extra tausende Mosaiksteine aus Indien fertigen ließ – Zaïnas männliches Pendant, “Atachán”.

Kulturdezernent Thomas Egger, Birgit Kehren (in Vertretung von Karin Kaltenkirchen) und Nele Sottmann, Mitgesellschafter der "Elephant Expo",  Christian Poth (Stuco GmbH & Co. KG), Joachim Becker, Leihgeber des "Melting Elephant".

Kulturdezernent Thomas Egger, Birgit Kehren (in Vertretung von Karin Kaltenkirchen) und Nele Sottmann, Mitgesellschafter der “Elephant Expo”, Christian Poth (Stuco GmbH & Co. KG), Joachim Becker, Leihgeber des “Melting Elephant”.

Eine knappe halbe Stunde später war es auch für den “Melting Elephant” soweit, der 2013 von Studierenden der Hochschule Trier gestaltet worden war: Seine neue Heimat ist nun der ganz und gar nicht savannenartige Grünstreifen in Höhe des Balduinsbrunnens. “Es war nicht einfach, einen geeigneten Platz zu finden”, schmunzelte Joachim Becker, der “seinen” Elefanten, für den er 2013 auch die Patenschaft übernommen hatte, der Stadt als Dauerleihgabe zur Verfügung stellt, “aber es freut mich sehr, dass es heute endlich so weit ist und ich der Stadt damit helfen konnte.”

Mit den beiden vierbeinigen Sympathieträgern sollen zugleich Anfangs- und Endpunkt eines zukunftsträchtigen Projekts gelegt werden, so Thomas Egger. Denn von städtischer Seite könne man sich vorstellen, aus dem Grünstreifen in der Nordallee eine Art “Skulpturenweg” zu machen, der die Fußgänger zwischen Bahnhof und Porta begleitet. Wer die lächelnden Passanten sah, die den neuen Alleenbewohner sofort begrüßten, kann sich vorstellen: eine gute Idee! (tr)


Drucken
Erstellt am Autor trier reporter in Featured, Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse einen Kommentar

* Eingabe erforderlich (Pflichtfelder). Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Die Angabe eines Klarnamens ist nicht erforderlich.