Sagenhaft viel Spaß

Sagenhaftes Trier … Foto: ttm

TRIER. Bei der “Trier für Treverer”-Führung “Unser sagenhaftes Trier” am kommenden Sonntag, 16. Juni, 14 Uhr, spürt Legendenjägerin und Stadtführerin Birgit Spitzley kuriose Anekdoten auf.

Vor rund 90 Jahren brachte Günther Jauchs Ur-Urgroßonkel den Trierer Stadtrat ordentlich ins Schwitzen: Ganz ohne knifflige Quizfragen im Vorfeld, hatte er der Stadt testamentarisch eine große Summe vermacht, doch dies mit der im katholischen Trier undenkbaren Auflage, ein Krematorium damit zu bauen. Erst nach fünf Jahren durften die Stadtoberen das Geld für die Anlage eines Parks verwenden. Klar, dass Gästebegleiterin Birgit Spitzley in ihrer “Trier für Treverer”-Führung am Sonntag, 16. Juni, deshalb um den Palastgarten nicht herumkommt. Denn in ihrer Sondertour “Unser sagenhaftes Trier” erzählt sie die lustigsten und kuriosesten Legenden und Anekdoten aus Trier.

Nicht nur Franz Weißebach, auch Loretta von Sponheim, Caspar Olevian, die angeblichen Märtyrer der Thebäischen Legion, die Mundartdichterin Cläre Prem oder die umtriebige Kaiser Helena fesseln die Gäste bei einem Stadtrundgang durch Trier oftmals mehr als die nackten historischen Fakten. Diese Erfahrung machte auch Birgit Spitzley. Die Idee zur Führung flüsterte ihr jedoch der Teufel höchstpersönlich ein: “Die Domsteinlegende fanden die Leute immer total spannend. Da dachte ich, es sei eine gute Idee, mal eine Führung nur zu den Sagen, Legenden und Anekdoten Triers anzubieten.”

Rund ein Jahr lang wälzte Spitzley Bücher, türmte sie auf dem heimischen Wohnzimmertisch und forschte darin nach den lustigsten Geschichten. Auch im Stadtarchiv wurde sie immer wieder fündig. Herausgekommen ist eine rund zweieinhalbstündige Führung, die die Geschichte Triers einmal ganz anders erzählt. Wo befand sich das berühmte Marsfeld in Trier? Auf welch abenteuerlichen Wegen soll der Heilige Rock nach Trier gelangt sein? Wie kam der Sekt in die Wasserleitungen, und welchen Schabernack treibt der Stadtgeist von Trier? Alle diese Fragen wird Birgit Spitzley beantworten, und auch wenn es manchmal etwas gruselig wird: Am Ende, so sei verraten, ging doch immer alles gut aus.

Die Tour startet um 14 Uhr am Domstein. Tickets müssen im Voraus gekauft werden und sind nicht vor Ort erhältlich. Es gibt sie zum Preis von 12,50 Euro (inklusive eines Getränks) in der Tourist-Information an der Porta Nigra, in allen Ticket Regional-Vorverkaufsstellen oder unter ticket-regional.de. (tr)

Extra

Termin: 16. Juni, 14 Uhr
Führung: Birgit Spitzley
Dauer/Teilnehmer: zirka 150 Minuten, maximal 30 Teilnehmer
Treffpunkt: Dom, Domstein
Kosten: 12,50 Euro (inklusive Getränk)


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen, Featured Hinterlasse einen Kommentar

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