Schulpolitik – Werner kritisiert Klöckner

TRIER. Die Trierer Bundestagsabgeordnete der Linken, Katrin Werner, kritisiert die Landesvorsitzende der CDU, Julia Klöckner, wegen deren Äußerungen zur Schulpolitik. Auf ihrer Eifelreise habe Klöckner ihrerseits die Bildungspolitik der rot-grünen Landesregierung kritisiert. Die Christdemokratin habe ein Schreckensszenario aufgebaut, in dem die Gemeinschaftsschule zu einem Qualitätsverlust in der Bildung führe. Stattdessen habe Klöckner für die Stärkung der Förderschulen und eine größere Exklusivität der Gymnasien plädiert, bemängelt Werner.

“Das Ziel von Klöckner liegt klar auf der Hand. Sie will zurück zum dreigliedrigen Schulsystem, das die sozialen Ungleichheiten in der Gesellschaft zementiert, weil es Bildungschancen vom Geldbeutel der Eltern abhängig macht. Von einem solchen Bildungssystem profitieren nur die, die ohnehin schon in der Gesellschaft privilegiert werden”, betont die Trierer Bundestagsabgeordnete.

Das Land brauche hingegen ein zeitgemäßes Schulsystem, in dem alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam lernen könnten, die gleichen Chancen und Teilhabemöglichkeiten hätten und sich gegenseitig helfen könnten. “Das bedeutet auch, dass wir vom Konzept der Förderschulen weg müssen, denn sie schaffen Sonderwelten für Kinder mit Behinderung, die sie dauerhaft von einer gleichen gesellschaftlichen Teilhabe abschneiden”, so Werner.

“Um eine inklusive Schule für alle durchzusetzen, bedarf es einer besseren Betreuungssituation, damit die Lehrer auf die individuellen Bedürfnisse jedes Einzelnen eingehen können. Stellen wir das sicher, so schafft dieses Schulsystem eine bessere Bildungsqualität”, betont die Linkspolitikern. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen Hinterlasse einen Kommentar

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