Silvesterlauf – “Für mich kommt nur Trier in Frage”

Gesa Krause will in Trier gewinnen. Foto: Silvesterlauf Trier

Gesa Krause will in Trier gewinnen. Foto: Silvesterlauf Trier

TRIER. Gesa Krause liebt Traditionen. Bei der 26. Auflage des Bitburger-Silvesterlaufs in Trier startet die WM-Bronzegewinnerin über 3000 Meter Hindernis zum fünften Mal seit 2010 in Trier. Nur 2012 fehlte sie verletzungsbedingt am Start, schaute aber dennoch vom Streckenrand aus zu. Ein Jahresausklang an anderer Stelle ist für die Frankfurterin nicht vorstellbar: “Für mich kommt nur Trier in Frage.”

Da die Vorjahressiegern Nazret Weldu aus Eritrea keine Starterlaubnis ihres nationalen Verbandes erhielt, hat Krause neben Maureen Koster aus den Niederlanden die besten Aussichten, auf dem Trierer Hauptmarkt die Ziellinie als Erste zu überqueren. “Die schnellste Deutsche möchte ich auf jeden Fall werden, vielleicht ist auch mehr drin”, sagt die 24-Jährige mit Blick auf den Sparkassen-Elitelauf der Frauen über fünf Kilometer.

Im Bitburger-Lauf der Asse will Micah Kogo seinen dritten Sieg schaffen. Bei seinen beiden Starts 2008 und 2010 blieb der Kenianer jeweils ungeschlagen. Der weltweit zweitschnellste Zehn-Kilometer-Straßenläufer sieht sich für alle meteorologischen Eventualitäten gewappnet: “Ich bin bereits unter vielen verschiedenen Bedingungen auf einigen Breitengraden gelaufen − ich habe für alle Situationen ein Ass im Ärmel.”

Sein voraussichtlich härtester Konkurrent im Bitburger-Lauf der Asse kommt aus Japan: Yuki Kawauchi. Der 28-Jährige peilt den nationalen Rekord über die Acht-Kilometer-Distanz (Start 15.30 Uhr) an. Einen Rekord der persönlichen Art sicherte sich Kawauchi im Jahr 2013, als er zwei Marathons binnen zwei Wochen jeweils unter 2:10 Stunden absolvierte (2:09:05 und 2:09:15). Darauf, dass so viele Marathons nicht unbedingt die beste Vorbereitung auf ein Rennen sind, werde er häufig angesprochen. Aber, so Kawauchi: “Ich bestimme meine Trainingszeiten und Trainingsintensität gerne selbst und liebe es einfach zu laufen.”

Mit Oberbürgermeister Wolfram Leibe erhält der Bitburger-Silvesterlauf seinen nunmehr dritten Schirmherrn nach Helmut Schröer (1990 bis 2006) und Klaus Jensen (2007 bis 2014). Persönlich zieht es ihn zu gelegentlichen Laufeinheiten eher auf Waldboden, aber als Zuschauer fiebert er bereits seit neun Jahren an der historischen Strecke mit: “Der Silvesterlauf ist ein riesiges sportliches Aushängeschild der ältesten Stadt Deutschlands mit internationaler Renommee. Er gehört zu Trier wie die Porta Nigra.” Damit schlägt der Schirmherr in die gleiche Kerbe wie die Bitburger Brauereigruppe, die das läuferische Highlight zum Jahreswechsel seit nunmehr 20 Jahren als Titelsponsor unterstützt. Christian Kapell als Repräsentant der Bitburger sagte: “Zudem ist unser Engagement ein Bekenntnis zur Region.”

Aktuell sind insgesamt 1.900 Läuferinnen und Läufer für die neun Wettbewerbe gemeldet. Derzeit werden noch Nachmeldungen in der MPG-Sporthalle angenommen − am Silvestertag von zehn Uhr an bis eine Stunde vor dem Startschuss des jeweiligen Wettbewerbs. (tr)


Drucken
Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen, Featured Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse einen Kommentar

* Eingabe erforderlich (Pflichtfelder). Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Die Angabe eines Klarnamens ist nicht erforderlich.