So viele Buchungen wie noch nie

Die ttm kann einen neuen Rekord bei den Führungen in Trier verbuchen. Foto: ttm

TRIER. Mit einem neuen Rekord blickt die Trier Tourismus und Marketing GmbH (ttm) auf das Karl-Marx-Jahr zurück: 10.094 Führungen vermittelte sie nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr an Gruppen und Einzelgäste – so viele wie noch nie seit Beginn der Statistik 1984. Interessant dabei: Trier wird als Destination immer internationaler. Inzwischen werden 37 Prozent der Gruppenführungen in einer Fremdsprache durchgeführt. Rund 1.200 Führungen entfielen auf die Landesausstellung, das Museum Karl-Marx-Haus und die Ausstellung “LebensWert Arbeit” im Museum am Dom.

“Mit diesem Ergebnis können wir mehr als zufrieden sein”, resümiert Norbert Käthler, Geschäftsführer der ttm. “Mit mehr als 10.000 Führungen und rund 200.000 Gästen, die mit uns die Stadt, die Museen und das Umland erkundet haben, haben wir uns als Anbieter von Kultur und Tourismus in Trier etabliert. Die Zahlen zeigen aber auch das große Interesse an guten Angeboten zur Vermittlung von Stadtgeschichte.”

Eine fünfstellige Anzahl an Führungen – das gelang zuletzt im Jahr der Landesgartenschau 2004. Doch selbst da lag die Zahl mit 10.034 leicht unter dem Wert von 2018. Im Vergleich zum Vorjahr (8.117 Führungen) steigerte die ttm die Anzahl ihrer Führungsvermittlungen um rund 20 Prozent. Selbst ohne die Führungen zu den Karl-Marx-Ausstellungen (1.205) wären es rund 770 Führungen mehr gewesen. “Damit hatte Marx natürlich einen großen Anteil an dieser positiven Entwicklung. Einen weiteren Faktor haben wir in der erheblichen Steigerung von Führungen für Flusskreuzfahrtschiffe”, hält Käthler fest. Tatsächlich: Waren es vor zehn Jahren noch 654 Führungen, die auf diese Gruppe entfielen, waren es 2018 mit 1.449 Führungen mehr als doppelt so viele und gut 25 Prozent mehr als im Vorjahr, ein Effekt der zum Teil aber auch auf das Niedrigwasser auf dem Rhein zurückzuführen ist.

Bei den öffentlichen und den Gruppenführungen waren der Juni und der September die mit Abstand stärksten Monate. “Positiv zu vermerken ist jedoch, dass wir in jedem Monat Steigerungen verzeichnen konnten”, betont Käthler. “Für diese Zuwachsraten ist die Qualität unserer Angebote natürlich ein ganz wichtiger Faktor. Die Ausbildung und der jahrelange persönliche Einsatz unserer ca. 150 Stadtführerinnen und Stadtführer sowie unserer Schauspieler hat entscheidend dazu beigetragen, dass Trier zunehmend als Reiseziel gewählt wird.”

Einen weiteren Trend kann man bei der ttm beobachten: Die Führungen werden immer internationaler. Von den 37 Prozent der Gruppenbuchungen in Fremdsprachen (im Vorjahr 32 Prozent) entfielen die meisten auf Englisch (rund 22%), gefolgt von Französisch (9%) und Niederländisch (3%). Aber auch Japanisch, Finnisch und Chinesisch war 2018 zwischen Porta Nigra und Amphitheater zu hören. Insgesamt bietet die ttm ihre Stadtführungen in 16 verschiedenen internationalen Sprachen sowie in Gebärdensprache an.

Auch die Erlebnisführungen mit ausgebildeten Schauspielern konnten 2018 punkten: Sowohl der Zenturio in der Porta Nigra als auch der Gladiator Valerius im Amphitheater und der Baumeister Nubius in den Kaiserthermen waren im vergangenen Jahr deutlich häufiger im Einsatz als in den Vorjahren. Insgesamt fanden die verschiedenen Erlebnisführungsformate 1.144 Mal statt, eine Steigerung zum Vorjahr um gut vier Prozent und der höchste Wert seit ihrer Premiere im Jahr 2004. Diese Entwicklung zeigt auch den Trend zu Formaten, bei denen die Auseinandersetzung mit den historischen Fakten auf unterhaltsame Weise präsentiert wird.

Ein großer Erfolg war auch das neu von Johannes Kram inszenierte Theaterstück zum Mitgehen “Marx! Love! Revolution!”. Es war 2018 fast immer ausverkauft und wurde – dank zahlreicher Zusatztermine – insgesamt 46 Mal angeboten.

Auch für 2019 arbeitet die ttm an neuen Formaten, die zum Saisonstart im März der Öffentlichkeit vorgestellt werden. (tr)


Drucken
Erstellt am Autor trier reporter in Kultur 1 Kommentar

Kommentar zu So viele Buchungen wie noch nie

  1. Elke Stosse

    Die Museumsnacht findet am 7. September statt

     

Hinterlasse einen Kommentar

* Eingabe erforderlich (Pflichtfelder). Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Die Angabe eines Klarnamens ist nicht erforderlich.