Spiel mit dem Feuer

Der Neubau der Trierer Hauptfeuerwache ist längst zum Politikum geworden. Dezernent Thomas Egger will nun eine Entscheidung erzwingen.

Der Neubau der Trierer Hauptfeuerwache ist längst zum Politikum geworden. Dezernent Thomas Egger will nun eine Entscheidung erzwingen.

TRIER. Der Neubau der Trierer Hauptfeuerwache droht zum politischen Zankapfel zwischen dem Mehrheits-Bündnis aus CDU und Grünen auf der einen und dem Großteil der Rats-Opposition sowie der Verwaltung auf der anderen Seite zu werden. Nach reporter-Informationen strebt Dezernent Thomas Egger seinerseits nun eine politische Lösung an. Er will dem Stadtrat am 19. März in nichtöffentlicher Sitzung seine Vorlage präsentieren und das Gremium so zu einer Entscheidung zwingen. Die Diskussion selbst wird sowohl in der baubegleitenden Kommission als auch in den entsprechenden Ausschüssen nach wie vor unter Ausschluss der Öffentlichkeit hinter verschlossenen Türen geführt. reporter-Recherchen ergaben allerdings, dass Egger dem Rat eine Prioritätenliste auf Basis seines Papiers vom Dezember (wir berichteten) vorlegen wird. Darin wird der Standort Spitzmühle klar favorisiert. Dem vom schwarz-grünen Bündnis hingegen bevorzugten Standort Löwenbrückener Straße wird nach dem Gelände des ehemaligen Polizeipräsidiums nur der dritte Platz eingeräumt. Die Grünen lehnen die Spitzmühle mit Unterstützung der CDU und wohl auch der Links-Fraktion jedoch ab. Ferner haben die Grünen nach weiteren reporter-Informationen auch ein Gesprächsangebot Eggers ausgeschlagen. Der Dezernent hatte allen Fraktionen vorgeschlagen, sie über seine Vorstellungen zu informieren. CDU und SPD sprachen mit Egger. Von den Freien Wählern (FWG), der FDP und wohl auch der AfD wird der Dezernent ohnehin unterstützt.

Es geht um sehr viel Geld, und es geht um Zeit. Denn Trier braucht wegen der gesetzlichen Vorgaben dringend eine neue Hauptfeuerwache im Bereich der Innenstadt. Innerhalb von acht Minuten müssen alle Punkte der Stadt durch die Einsatzkräfte erreichbar sein – auch in den Höhenstadtteilen. Vom Barbara-Ufer aus ist das längst nicht mehr gewährleistet. Die Debatte begann schon unter Eggers Vorgänger Georg Bernarding, und sie droht nun, weiter in die Länge gezogen zu werden. Denn die Fachleute im Rathaus und vom Katastrophenschutz favorisieren eindeutig den Standort Spitzmühle. Nach einem internen Verwaltungsschreiben, das dem reporter vorliegt, würde der Neubau an der Spitzmühle rund 37,5 Millionen Euro kosten und wäre innerhalb von gut vier Jahren bis Mitte 2019 zu realisieren.

Konsens über die Parteigrenzen hinweg ist, dass keiner der Trierer Kommunalpolitiker mit dem Standort Spitzmühle uneingeschränkt glücklich ist, weil der römische Tempelbezirk nach wie vor weitgehend unerforscht im Altbachtal liegt. Dennoch ist das Areal nach Auffassung der Fachleute von allen schlechten Standorten offensichtlich immer noch der beste. Doch vor allem die Trierer Grünen lehnen die Spitzmühle kategorisch ab. Sie misstrauen auch dem jüngsten Gutachten zur Frischluftschneise für die Stadt. Das “Centre de Recherche Public” war zu dem Ergebnis gekommen, dass der Neubau der Feuerwache an der Spitzmühle die Luftzufuhr nach Trier nicht beeinträchtigen würde. Die CDU folgt ihrem neuen Bündnispartner seit geraumer Zeit in dessen Auffassung. Als Alternative schlug die Koalition das ART-Gelände in der Löwenbrückener Straße vor.

Konsens-Alternative Polizeipräsidium

Der Neubau dort würde jedoch nicht nur höhere Kosten, sondern auch eine weitere zeitliche Verzögerung bedeuten. An der Löwenbrückener Straße rechnet das Rathaus mit Baukosten von rund 40,3 Millionen Euro. Die Realisierung könnte ferner erst nach dem Umzug des Abfallverbandes nach Kürenz anlaufen und würde mindestens acht Jahre dauern – vor 2023 ist mit einem Umzug der Feuerwehr in die Löwenbrückener Straße nicht zu rechnen. Zudem befürchtet die Verwaltung Klagen von Anwohnern und Anliegern, was den Umzug weiter verzögern würde. Denn der gültige Bebauungsplan sieht auf dem Gelände Wohnungen und Gewerbetriebe vor.

Bliebe als Konsens-Alternative das Grundstück des ehemaligen Polizeipräsidiums am Verteiler Ost, der in der Prioritätenliste den zweiten Platz einnimmt. Hier rechnet die Verwaltung mit Kosten von gut 38 Millionen Euro und einem Realisierungszeitraum von rund sechs Jahren bis Ende 2020. Allerdings ist das Gelände mit 9.600 Quadratmetern zu klein. Somit müssten Einsatzfahrzeuge zum Brand- und Katastrophenschutzzentrum nach Ehrang ausgelagert werden. Das aber würde höhere Personalkosten bedeuten. Drei neue Funktionsstellen mit mindestens 15 Personalstellen müssten neu geschaffen werden. Auf 50 Jahre gerechnet, würde das Mehrkosten von rund 37,5 Millionen Euro bedeuten. Ferner wird der Standort ebenso wie die Löwenbrückener Straße aus verkehrstechnischer Sicht als höchst bedenklich eingestuft.

Nach reporter-Informationen hat die CDU im Gespräch mit Egger eine weitere Variante ins Spiel gebracht. So soll die Verwaltung prüfen, ob die am alten Polizeipräsidium vorbeilaufende Bahnlinie unter Umständen überbaut werden kann, um so mehr Raum für die Feuerwache zu schaffen. Dafür jedoch müssten umfangreiche Verhandlungen mit der Deutschen Bahn AG geführt werden, was nicht nur zur zeitlichen Verzögerung, sondern auch zu deutlich höheren Kosten für den Neubau führen würde. Die Christdemokraten hatten die Alternative vorgeschlagen, um die verkehrstechnisch bedenkliche Lage des Grundstücks auszuräumen. Denn durch die räumliche Erweiterung des Standortes könnte das Gelände analog zur Spitzmühle an die Metzer Allee angeschlossen werden.

Zwar führt die Egger-Vorlage auch noch den Standort Ostallee (SWT-Gelände) sowie die Drei-Wachen-Strategie als Alternativen in der Prioritätenliste auf. Doch beide Varianten sind längst aus dem Rennen. Von der Ostallee aus (Kosten ohne Grundstückserwerb und Abriss der Gebäude: 40 Millionen Euro) ist die gesetzlich vorgegebene Einsatzzeit nicht einzuhalten. Die Drei-Wachen-Strategie hingegen sprengt mit veranschlagten Kosten für die nächsten 50 Jahre von bis zu 153 Millionen Euro jeden finanziellen Rahmen der Stadt.

CDU und Grüne setzen auf Zeitgewinn

Die Entscheidung fällt also zwischen Spitzmühle, Polizeipräsidium und Löwenbrückener Straße. Die will Egger nun erst am 10. März in seinem Ausschuss und hernach im Stadtrat am 19. März erzwingen – sofern ihm das Bündnis aus CDU und Grünen nicht bereits vorher einen dicken Strich durch die aufgemachte Rechnung macht. Denn neue Anträge der Koalition im Egger-Ausschuss könnten verhindern, dass der Dezernent seine Vorlage in den Rat einbringen kann. Dann müsste erneut beraten und nachverhandelt werden – sowohl in den Ausschüssen als auch in der baubegleitenden Kommission.

CDU und Grüne wollen den Standort Löwenbrückener Straße auch gegen die Verwaltung durchdrücken.

CDU und Grüne wollen den Standort Löwenbrückener Straße auch gegen die Verwaltung durchdrücken.

Um seine Vorstellungen durchzudrücken, setzt das schwarz-grüne Bündnis auf Zeitgewinn – und auf den Wechsel im Stadtvorstand. Denn nach reporter-Informationen folgte die noch amtierende Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani im Stadtvorstand dem Kollegen Egger und sprach sich für den Standort Spitzmühle und gegen die Löwenbrückener Straße aus. Damit stellte sich die Christdemokratin – wie so oft in den vergangenen Jahren – gegen ihre eigene Partei und Fraktion. Die Amtszeit der Baudezernentin endet jedoch am 30. April. Über Andreas Ludwig, den Nachfolger Kaes-Torchianis, hoffen CDU und Grüne nun darauf, Einfluss im Stadtvorstand zurückzugewinnen – und ihrerseits den neuen Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) unter Druck setzen zu können. Denn Leibe ist seinerseits beim Amtsantritt Ludwigs erst vier Wochen im Dienst.

Der Neubau der Trierer Hauptfeuerwache ist somit längst zu einem Politikum geworden. Das hatte sich bereits im Dezember gezeigt, als CDU und Grüne Egger 75.000 Euro für archäologische Grabungen an der Spitzmühle verweigerten. Die Stadt hat seither dennoch in Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Landesmuseum sogenannte Minimalbohrungen durchgeführt, um den archäologischen Wert des Areals zumindest annähernd zu verifizieren. In seiner Vorlage für den Stadtrat am 19. März beantragt Egger nun 90.000 Euro, um die archäologischen Referenzgrabungen sowie die Altlastenuntersuchung durchführen zu können. Doch auch dieser Antrag muss zunächst durch den Ausschuss, wo das schwarz-grüne Bündnis den Dezernenten erneut blockieren kann. (et)


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Erstellt am Autor Eric Thielen in Featured, Politik 25 Kommentare

25 Kommentare zu Spiel mit dem Feuer

  1. Spekulatius

    Wenn schon der Standort Polizeipräsidium verkehrstechnisch bedenklich ist, dürfte der Standort ART doch wohl verkehrstechnisch katastrophal sein – oder können die Einsatzfahrzeuge neuerdings senkrecht starten und landen?

    Manch einem wäre vielleicht mit einer neuen Frischluftschneise zwecks erhöhter Sauerstoffzufuhr zur Förderung der Denkprozesse geholfen.

     
  2. Elke von Ehr

    vielen Dank für den Bericht;
    bleibt zu hoffen, daß sie sich für das Gelände
    des ehemaligen Polizeipräsidium entscheiden.
    Das liegt verkehrsgünstig und steht sowieso
    leer.

     
  3. Rainer Landele

    wieso ist denn das gelände des polizeipräsidiums verkehrstechnich schlechter gelegen als das spitzmühlengelände? kaum fünfhundert meter unterschied…

     
    • trier-reporter

      @Rainer Landele

      In der Standort-Analyse heißt es dazu:
      “Es ist fraglich, ob bei direkter Grundstückslage am Kreisverkehr Kaiserthermen ein rechtzeitiges Räumen der Straßen möglich ist. Die Verkehrszeitenberechnung wurde durch Amt 66 simuliert. Es wird von einer ‘Wartezeit’ von ca. einer Minute ausgegangen, innerhalb derer kein Fahrzeug gesichert ausfahren kann, womit sich die stadtgeographische Erreichbarkeit verringert. Damit erhöht sich die nichtabgedeckte Bevölkerungszahl.”

      So weit das Beamtendeutsch. Übersetzt heißt das: Weil sich vor allem zu Stoßzeiten der Verkehr vom Kreisel Ost aus extrem in die Südallee zurückstaut, kann das Ausrücken der Einsatzwagen nicht gerantiert werden. Ferner fehlt die Querung hin zur Kaiserstraße, um Einsätze direkt in Richtung Moselufer fahren zu können. Die Einsatzwagen müssten zunächst in den Kreisel hinein, um dann auf den anderen Seite zum Moselufer zu kommen.

      Im Berufsverkehr bilden sich zudem jetzt immer wieder Staus durch den Tunnel hindurch bis in die Südallee hinein, weil die Ampelschaltung/Grünphase am Gartenfeld wegen der Radspuren aus dem Gartenfeld und der Mustorstraße verkürzt wurde.

      Das gleiche Problem stellt sich übrigens in der Ostallee (SWT-Gelände). Auch hier fehlt die Querung. Zudem schließt das Gelände nicht direkt an die Straße an, weil das entsprechende Grundstück nicht in SWT-Besitz ist.

      Man muss bei den Analysen bedenken, dass die Feuerwehr anders als die Polizei stets mindestens mit einem kompletten Zug ausrücken muss. Dazu kommt die Größe der Einsatzwagen, und dass sie möglichst alle gleichzeitig (siehe Barbaraufer) ausrücken sollten – und nicht nacheinander.

      Das Verkehrsproblem stellt sich in der Metzer Allee so nicht, weil dort der Berufsverkehr deutlich geringer ist und die Einsatzwagen in der Breite in die Straße einfahren können.

      Deswegen ja auch die Anregung der CDU, den Standort Polizeipräsidium zur Metzer Allee hin zu erweitern, damit die Feuerwehr nach dort ausrücken kann.

       
      • Rainer Landele

        @et

        vielen dank für die info.

        ich dachte (und kann mir immer noch vorstellen), die feuerwehr rückt über `an den kaiserthermen` aus. von dort geht es nicht nur direkt in den zweispurigen tunnel (nur eine spur wird benutzt für pkw, früher beide) richtung ostallee. einen querung an gleicher stelle zur kaiserstrasse ist ebenfalls locker machbar. in beiden fällen erspart man sich den kreisel. also ein deutliches plus in richtung mosel und bahnhof.

        natürlich müsste zum queren die spur in der südallee frei sein. aber selbst bei stau: es muss keine gasse längst des staus, sondern eben quer geräumt werden. ein stau auf der ostallee oder kaiserstrasse beträfe den standort spitzmühle ebenso. richtung tarforst wäre die sitution wohl leicht schlechter, aber bevor der kreisel von der südallee dicht ist, ist die strecke nach olewig längst zu. richtung heiligkreuz und mariahof ist der spitzmühlen standort im vorteil.

        mein fazit: polizeipräsidium mit an\ausfahrt `an den kaiserthermen` und durchbruch (10m und ein bisschen farbe, lol) zur kaiserstrasse wäre besser.

         
      • Clemens

        Es gibt eine Querung/Verbindung von der Straße “An den Kaiserthermen ” zur Kaiserstraße hin. Diese wird ja auch von den Einsatzwagen der Polizei seit über 40 Jahren so genutzt. Diese müsste halt nur etwas ausgebaut (breiter/fester ) werden. Und eine Ampelschaltung an Feuerwachen-Ausfahrten ist mittlerweile normal ( an der Feuerwache am Moselufer auch schon seit Jahrzenten. Mögliche Staus haben sich bei den Vorlaufzeiten ( ca. 1 Minute von Ampel schalten bis Ausrücken ) meistens aufgelöst wohingegen bei der Lösung Spitzmühle immer in den kreis eingefahren werden muss. Und hier mehr Ampeln beeinflussbar gemacht werden muss.

         
        • Markus Gerber

          Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das Grundstück der Polizei trotzdem zu klein. Man muss ja auch den Kostenfaktor im Auge behalten, sonst ist man nachher bei 50 oder 60 Millionen und wer soll das bezahlen?
          Meines Erachtens nach sollte man in der Frage den Fachleuten vertrauen. Warum hat man die, wenn man nachher sowieso alles umstürzt?

           
          • Rainer Landele

            weil `experten` z.b. auch solche gutachten machen wie zum petrisberg aufstieg. einmal gelesen, selber nachgedacht und zwei aspirin gegen die hirnschmerzen wg. der eklatanten mängel.

          • Clemens

            Kenne die genauen Qm Zahlen nicht. Man kann aber aus dem Grundstück mehr Nutzfläche bauen, indem man die fahrzeughallen übereinander baut. Fahrzeuge 1. Abmarsch auf Ebene jetzige PI, Fahrzeuge 2.Abmarsch und Werkstätten/ Lager darunter , Fahrzeuge Rettungsdienst und Verwaltung in einem Querbau parallel zum Stadtbad, Und durch das Übereinanderbauen und die Unterkellerung des jetzigen PI-Parkplatzes erhält man sehr viel Lager-und Stellflächen. An der neuen Hauptwache werden nach dem aktuellen Konzept des Stadtrates auch nicht mehr so viele Fahrzeuge stationiert sein wie bisher, weil vieles nach Ehrang geht. Vergleichbar große Feuerwachen in den letzten Jahren lagen zwischen 15 und 25 Millionen.

  4. Andrea B.

    Ich liebe Trier. Vor allem liebe ich die Lebensqualität, die Trier mir bietet. Die Stadt hat alles was ich brauche, die Wege sind kurz und vor allem bin ich schnell im Grünen. Einer meiner Hauptwege führt mich dabei durch die Spitzmühle, von wo ich im Nu im Tiergarten bin.

    Wer an der Spitzmühle vorbei läuft, insbesondere an einem schwülen Sommertag, der merkt ganz deutlich welche Bedeutung dieses Areal für unser Klima in Trier hat.

    Ich misstraue dem Gutachten des “Centre de Recherche Public” zu den Auswirkungen auf die Frischluftschneise am der Spitzmühle. Das Risiko einzugehen, unserer schönen Stadt den Lufthahn zuzudrehen, halte ich für Wahnsinn.

    Wie viel ist uns unsere Luft wert? Ein paar Millionen Euro und 3-4 Jahre die wir am Standort Spitzmühle sparen?

    Das ist keine Entscheidung die sich später rückgängig machen lässt. Wir entscheiden nicht nur für uns, sondern für alle nachfolgende Generationen. Wie soll das Trier unserer Zukunft aussehen?

     
    • Damian Schmitt

      … was Sie dann mal den Leuten in Tarforst, Filsch und Irsch oder auf dem Petrisberg erklären sollten, wenn ihr Haus abbrennt, eildiweil die Feuerwehr nicht rechtzeitig da war. Nichts gegen Ökologie aber die Sicherheit und Unversehrtheit von Menschen geht immer noch vor.

       
    • Clemens

      Wenn hier der Präzedenzfall Bebauung Spitzmühle geschaffen wird, dann wird wenig später die Stadt von einer Klagewelle überrannt werden, weil Grundstückseigentümer ihre Grundstücke auf der Avelertal-Nordseite (zum Grüneberg hin) und das Olewiger Tal (zwischen Irscher Mühle und Sportplatz ) dann auch bebauen wollen. Alle Argumente der Verwaltung der vergangenen 50 Jahre wären dann hinfällig.

       
  5. Hans Seiwert

    Genau Herr Schmidt, weil die vom Präsidium aus gesehen einfach 1,5 Stunden länger brauchen als von der Spitzmühle ! Kennen sie die örtlichen Gegebenheiten “unten im Tal” ?
    Scheinbar nicht sonst hätten sie gemerkt dass ihr Argument sicherlich keines ist …

    Der Vorschlag von den Grünen (was hat deren Bezeichnung eigentlich noch mit deren Politik zu tun) das ART Gelände unbedingt durchzudrücken ist der Vorschlag mit dem wenigsten Sinn … Nun gut immerhin ist nachts Tempolimit 30 in der Saarstrasse … da kann die Feuerwehr dann leichter überholen … Aber wehe es passiert was in der Rush Hour wenn die Busse sich in der Saarstrasse treffen …

     
  6. Michel Svenson

    Wie wäre es denn mit dem Gelände der ehemaligen Egbert Grundschule ?

     
    • Clemens

      Zu Klein zu schlecht erreichbar( denken Sie an die Fahrzeiten z.B. nach Euren/Zewen/Herrestal).

       
  7. Wolf

    @Andrea B.
    So ist es in der Tat. Jeder, der da mal wirklich einen Fuß hingesetzt hat, weiss, wie wichtig die Frischluftzufuhr für das ohnehin schwül-miefige Trier-Tal ist.
    Da gehört nichts hingebaut!
    Insofern sind die Grünen und die CDU hier zu unterstützen.

    Standort Polizei:
    Naja, da wünscht man sich was schöneres gegenüber den Thermen. Mit Überbau der Gleise könnte man auch eine direkte Zufahrt in den Kreisel schaffen. Ampellösung dazu und schon geht da was…

     
    • Stephan Jäger

      „Ampellösung dazu und schon geht da was…“

      In jeder anderen Stadt vielleicht. Aber nicht in der, in der JEDER, solange er noch dunkelgelb hat, noch in die Kreuzung einfährt, egal, ob er sie auch wieder verlassen kann.

       
      • Jürgen Neumann

        Genau das ist das große Problem Herr Jäger. Und das muss man halt auch in die Planungen einbeziehen. Bis sich am Verhalten der Trierer Autofahrer mal was ändert werden villeicht noch Jahrzehnte vergehen. Solange kann man aber mit der neuen Feuerwehr nicht warten.

         
  8. Clemens

    Wie lange muss eine Feuerwache eigentlich halten, sprich der Standort gut sein? Nun, die Abschreibung beträgt so um die 30 bis 40 Jahre. Plus 5-10 Jahre Realisierungszeit muss man ~ 50 Jahre in die Zukunft blicken . Wie sah Trier bei der Planung des jetzigen Standortes vor 60 Jahren aus? Nun, Trier war hinter Euren bzw. bei Olewig, Im Avelertal , hinter Biewer und hinterm Nells park zu Ende. Der Rest war Landkreis. Wie wird Trier in 50 Jahren aussehen? Niemand weis es. Wie soll Trier in 10 Jahren aussehen? Nun, hier sei an die Planungen der Neubaugebiete in Zewen, Euren, Ruwer, Filsch und Irsch hingewiesen. Die Verkehrsplanung lässt für die nächsten 10 Jahre keine Entlastung der Erreichbarkeit der Höhenstadtteile erkennen. Wenn Busse und PKWs im Stau stehen, werden Feuerwehrautos auch ausgebremst. Dies gilt es zu kalkulieren.
    Je weiter ich die Wache nach Osten verschiebe (egal ob Spitzmühle/ Löwenbrücknerstraße/ Südallee/ Ostallee), desto länger werden die Eingreifzeiten im Westen. Ebenso verlängern sich die Eingreifzeiten der Wasserrettung. Bisher lief die Bootsbesatzung über die Uferstraße direkt zum Boot, bei einem Standort Ostalle müssten diese erst mit einem Fahrzeug dorthin fahren, was auch unter Alarmbedingungen bestimmt 3 Minuten zusätzliche Zeit kostet.

    Ich stelle mal eine ganz andere Möglichkeit zur Diskussion: Erhalt bzw. Neubau am jetzigen Standort( mit Überbauung der Saarbrückerstraße und teilweiser Einbeziehung des Schulhofes)
    sowie eine zusätzliche Staffelwache im Bereich Kürenz/Tarforst (z.B. am Kreisel Kohlenstraße) ähnlich nach dem Frankfurter Modell.
    Dies hätte zwar Mehrkosten zu folge, würde aber langfristig der Sicherheit dienen.
    Und Sicherheit kann man halt nicht betriebswirtschaftlich berechnen! Menschenleben auch nicht.

     
    • Jürgen Neumann

      Scheinbar hat die Idee keiner auf der Rechnung. Reichen Sie Ihren Vorschlag doch mal im Rathaus ein ….

       
      • Clemens

        Ich kann mir gut vorstellen, das es da Leute gibt die solche Gedanken auch schon vorgebracht haben. Es sitzen ja nicht nur, wie immer dargestellt, Idioten und Faulenzer in der Verwaltung, sondern viele äußerst engagierte Mitarbeiter. Dies ist ja aber auf der Politischen Schiene.

         
        • Rainer Landele

          das ein anderer standort als der bisherige gesucht wird, liegt doch an den verlangten zeiten bis zum erreichen des einsatzortes. also, nix mit `politische schiene` …

           
          • Clemens

            Und Sie glauben wirklich, das wenn ich dichter in die Innenstadt gehe alles ringsherum schneller erreiche? Nach den Erfahrungen des Städtewachstums, nach den Plänen der Erweiterungen der Bau-Und Wohngebiete und den realistisch zu erwartenden Verkehrsströmen halte ich einen dritten Standort zum Erreichen der 8 Minuten-Frist nach Ausrücken in den nächsten 10-15 Jahren für unvermeidlich. Oder aber die Politik muss ganz klar sagen, das alle die , die da im Speckgürtel wohnen damit rechnen müssen, dass Hilfe eben doch nicht so schnell kommt.

          • Clemens

            Anmerkung: Für den jetzigen Standort gab es im Wahlkampf in Trier-Süd doch schon Plane.

  9. Jürgen Neumann

    @Rainer Landele 1zu0 für Sie, das ist ein Argument !

     

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