Stadtbad: Intensiv-Training für das Seepferdchen

Thomas Bohn am Lehrschwimmbecken – hier starten die Schwimmkurse im Bad an den Kaiserthermen. Foto: SWT

TRIER. Das Bad an den Kaiserthermen bietet ab sofort die Möglichkeit Kinder online für Schwimmkurse anzumelden. Unter dem Stichwort ‘Schwimmkurse’ finden Interessenten die aktuellen Kurszeiten sowie eine direkte Anmeldemöglichkeit. “Unser Angebot wird so gut angenommen, dass wir nicht nur nach einer Möglichkeit gesucht haben, um die Organisation und Abwicklung effizienter zu gestalten, sondern auch um eine gerechte Platzvergabe sicherzustellen“, erklärt Thomas Bohn. “Als einziges, öffentliches Hallenbad in Trier und Anlaufstelle für den Schulsport ist es uns sehr wichtig, dass Kinder den Spaß am Element Wasser entdecken, richtig schwimmen lernen und sich sicher im Wasser bewegen können.“

Im Gegensatz zu anderen Anbietern handelt es sich bei dem Schwimmkurs im Bad an den Kaiserthermen um Intensivkurse. Innerhalb von zwei Wochen haben die Kinder zehn Einheiten, die jeweils 60 Minuten dauern. “Aus der Erfahrung kann ich sagen, dass den Kindern es oft leichter fällt, Schwimmen zu lernen, wenn sie es jeden Tag üben“, so Bohn, der seit über 20 Jahren Schwimmkurse durchführt. Ab welchem Alter die Teilnahme empfehlenswert ist, hängt dabei von der individuellen Entwicklung eines Kindes ab. “Wenn die Kinder vorher schon regelmäßig mit ihren Eltern im Schwimmbad waren oder sogar vielleicht an unseren Kursen zum Babyschwimmen teilgenommen haben, wirkt sich das meist positiv aus. Aber das ist keine Voraussetzung“, erklärt der 38-Jährige.

Ein weiterer Vorteil für das Bad an den Kaiserthermen: “Die Kinder üben in verschiedenen Becken mit unterschiedlichen Wassertiefen und zeitweise auch im normalen Badebetrieb. So lernen sie in unterschiedlichen Situationen, die Technik richtig anzuwenden und umzusetzen“, so Bohn. Außerdem ist es ihm wichtig, mit dem weit verbreiteten Irrglauben aufzuräumen, dass am Ende des Kurses zwingend die Prüfung zum Seepferdchen abgelegt werden muss. “Natürlich ist es unser Ziel, dass die Kinder am Ende des Schwimmkurses die Prüfung zum Seepferdchen bestehen. Aber auch hier gilt es auf die Individualität jedes Kindes zu achten“, erklärt der erfahrene Schwimmlehrer. “Manchen fällt es leicht, anderen schwer, Technik und Koordination im Wasser umzusetzen. Außerdem braucht es genügend Kraft um eine Bahn mit 25 Metern am Stück zu schaffen.“

Auch ohne bestandenes Seepferdchen ist die Teilnahme an einem Schwimmkurs immer sinnvoll: “Die Kindern lernen nicht nur sich besser im Wasser zu bewegen, sondern auch in unserem Schwimmbad. Davon profitieren sie auch bei künftigen Besuchen. Und wenn sie nach Kursende regelmäßig weiter üben, können sie das Seepferdchen jederzeit während unserer normalen Öffnungszeiten machen. Es ist immer ein Kollege oder eine Kollegin im Dienst, die die Prüfung abnehmen können, sofern es der reguläre Badebetrieb zulässt.“ (tr)

 


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