Stadtsportverband – Güntzer folgt auf Kann

Der neue Vorstand des Trierer Stadtsportverbandes. Foto: SSV

Der neue Vorstand des Trierer Stadtsportverbandes. Foto: SSV

TRIER. Ein neuer Vorsitzender, Gedenken an dessen Vorgänger, mehr Beisitzer, eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit den städtischen Gremien und der Rückblick auf zahlreiche Projekte – der Stadtsportverband Trier hat bei seiner mehr als zweistündigen Jahreshauptversammlung ein breites Spektrum abgearbeitet. Über 50 Vertreter der insgesamt 76 Mitgliedsvereine mit 27.000 Sportlern waren zur Versammlung in die Sportakademie gekommen.

Der zweite Vorsitzende Bernd Michels würdigte vor allem das Schaffen des überraschend im November 2015 verstorbenen Heinz-Peter Kann, der 25 Jahre Vorsitzender des Verbandes war. Zu Kanns Nachfolger wählten die Delegierten einstimmig den einzigen Kandidaten, Christoph Güntzer vom Silvesterlauf Trier e.V.

“Mit dem gestandenen Vorstandsteam will ich die Zukunft des Stadtsportverbandes erfolgreich gestalten und die gewachsene, gute Kooperation mit dem Sportamt fortführen”, sagte Güntzer (51) nach seiner Wahl. Eines seiner Hauptanliegen für die kommenden vier Jahre ist es, die Präsenz des Verbandes in der Öffentlichkeit zu verstärken: “Vor allem müssen wir einen repräsentativen und informativen Internetauftritt aufbauen”, sagte der Vorsitzende des Silvesterlauf Trier e. V. und Mitbegründer der traditionellen Laufveranstaltung. “Christoph Güntzer ist eine für den Trierer Sport äußerst kompetente Persönlichkeit”, ergänzte Michels.

Seine Premiere bei der Versammlung des Stadtsportverbandes feierte der seit Mai 2015 neue Trierer Sportdezernent Andreas Ludwig – und der heimste viel Lob ein: “Die Trierer Sportvereine sind bei ihm bestens aufgehoben”, sagte Michels. Ebenfalls erstmals im Reigen der Trierer Sportvereine dabei war Gerd Dahm, der Behindertenbeauftragte der Stadt. Er lobte die Kooperation unter anderem in Bezug auf die vom Stadtsportverband unterstützte neue Ausbildung von Übungsleitern von behinderten Sportlern, die im Herbst starten soll, sowie die Organisation für die 2017 in Trier stattfindenden Special Olympics für geistig Behinderte.

In seinem Grußwort umriss Ludwig, gleichzeitig auch Baudezernent der Stadt, seine reichhaltigen Aufgaben und erreichten Ergebnisse im Sport. Zentraler Punkt war die Situation der Trierer Sportanlagen, wie etwa die vier Millionen Euro schwere Bundesförderung für die Sanierung der Halle am Mäusheckerweg, oder die geplanten oder bereits umgesetzten Maßnahmen, um die übrigen Hallen wieder zur Benutzung freigeben zu können. “Ich hoffe, dass der Trierer Sport bald wieder aufatmen kann. Wir sind immer auf der Suche nach Fördermöglichkeiten”, sagte Ludwig, der zudem “keine Angst um den Bestand des Trierer Nordbades hat. Aber man muss sich rechtzeitig darum kümmern, und das tun wir”.

Christoph Güntzer führt den Stadtsportverband. Foto: SSVT

Christoph Güntzer führt den Stadtsportverband. Foto: SSVT

In seinem Vorstandsbericht ging Michels auf die Schwerpunkte der Arbeit in den vergangenen Monaten ein: Die Kooperation mit dem Sportamt “verlief in allen Belangen hervorragend”, zudem nimmt der Stadtsportverband an den Sitzungen des neugegründeten städtischen Arbeitskreises Sport teil, um die Anliegen der Vereine dort zu vertreten. “Die Prioritätenliste für die Umwandlung in von Tennen- in Kunstrasenplätze wurde erfolgreich abgearbeitet, eine neue wird nun bald folgen”, sagte der später in seinem Posten einstimmig wiedergewählte stellvertretende Vorsitzende, der zudem die Verwaltung (Gebäudewirtschaft, Amt für Schulen und Sport) für deren Engagement bei der Sanierung der Sporthallen lobte. Als Erfolg verbuchte Michels die Tatsache, dass die Stadt im Rahmen der Diskussion um den Flächennutzungsplan 2025 von einer Wohnbebauung im Moselstadion abgesehen habe – auch wegen der Intervention des Stadtsportverbandes.

Gemeinsam mit Michael Maxheim, Vizepräsident des Sportbunds Rheinland, verwies Michels darauf, dass Flüchtlinge und Asylsuchende (bis zu ihrer Anerkennung) in allen Vereinen beitragsfrei Sport treiben könnten – und über den Sportbund auch versichert seien.

Die Mitglieder stimmten zudem für eine Satzungsänderung, durch die die Anzahl der Beisitzer im Vorstand von bislang sechs auf “bis zu acht” erhöht werden konnte. Nach der aktuellen Wahl gibt es sieben Beisitzer. Nicht mehr angetreten war Rolf Neunkirch, neu im Vorstand sind Alexandra Candels (PST Trier) und Werner Gorges (FSV Trier-Tarforst). “Eines meiner Anliegen ist, die großen Trierer Vereine stärker in die Arbeit des Stadtsportverbands zu integrieren”, sagt der neugewählte Vorsitzende Christoph Güntzer.

Verleihung der Ehrennadel des Sportbundes Rheinland durch den Vizepräsidenten des Sportbundes Rheinland Michael Maxheim und den Sportkreisvorsitzenden Trier/Trier-Saarburg Felix Jäger.

Bronzene Ehrennadel
Hans-Theo Backendorf (TSC Pfalzel)
Silberne Ehrennadel
Ignatz Kohl (St.-Sebastianus Schützenbruderschaft Trier)
Goldene Ehrennadel
Franz-Josef Diederich (SpVgg Trier)

Mit dem Jugendförderpreis 2015 des Stadtsportverbandes für hervorragende Jugendarbeit mit einem Preisgeld von insgesamt 1200 Euro wurden ausgezeichnet.

FSV Trier-Tarforst, FSV Trier-Kürenz, DJK/MJC Trier, RSC Rollis Trier

Der neue und jeweils einstimmig gewählte Vorstand des Stadtsportverbands Trier.

1. Vorsitzender: Christoph Güntzer (Silvesterlauf Trier, Neuwahl)
2. Vorsitzender: Bernd Michels (Polizei-SV Trier, Wiederwahl)
Schriftführer: Norbert Ruschel (Silvesterlauf Trier, Wiederwahl)
Schatzmeister: Michael Fremdling (PST Trier, Wiederwahl)
Beisitzer: Matthias Woitok, Hans-Willi Triesch, Jörg Hunold, Albert Kinzig, Wolfgang Hohenbild (alle Wiederwahl), Alexandra Candels, Werner Gorges (beide Neuwahl)
Geborene Mitglieder: Felix Jäger (Sportkreisvorsitzender),
Matthias Ulbrich (Abteilungsleiter Sport im Amt für Schulen und Sport der Stadt Trier)

Stadtsportverband in Kürze

♦ Die Sportlerehrung der Stadt Trier (Spitzen- und Altsportler) findet am 10. Juni in der Arena Trier statt.

♦ Der Stadtsportverband wird fünf Defibrillatoren anschaffen. Da sich bislang erst drei Vereine gemeldet haben, können zwei Vereine sich noch für diese Anschaffung bewerben. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Featured, Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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